Wir zwei und der Himmel dazwischen / Polly Dugan

buchbesprechungkl
Titel: Wir zwei und der Himmel dazwischen
Autor: Polly Dugan
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3426517888
Meine Gesamtwertung: 3/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Garrett versprach Leo, falls Leo mal stirbt, nach dessen Tod sich um seine Frau Audrey und ihre Söhne zu kümmern, sie sogar zu heiraten.
Als Garretts bester Freund dann tatsächlich stirbt, kann Audrey ohne Garrett den Alltag kaum noch bewältigen. Aus der Freundschaft entwickelt sich mehr. Bis Audrey plötzlich ein Dokument findet, das alles infrage stellt: Sind Garretts Gefühle für sie echt?

Eindruck
In einer Freundschaft gibt man sich viele Versprechen ohne sich über die möglichen Konsequenzen bewusst zu sein.
So ergeht es auch Leo, Garrett und letztendlich Audrey in diesem Roman, als Leo seinem besten Freund Garrett das Versprechen abnimmt, sich um seine Frau zu kümmern, sollte Leo eines Tages sterben.
Wie es das Schicksal so will, stirbt Leo tatsächlich und völlig unerwartet.
Garrett kümmert sich umgehend um Audrey und ihre Söhne, ohne groß über das abgegebene Versprechen nachzudenken.
Doch dann entwickelt sich mehr als nur eine Freundschaft.
Die Handlung beinhaltet also Themen wie Trauer, Freundschaft und Liebe und irgendwie ist sie auch angelehnt an das alltägliche Leben.
Aufgebaut ist sie in vielen Kapiteln, die von Garrett, Audrey und ihren Kindern aus der Ich-Perspektive erzählt werden.
Sie beinhaltet viele Dialoge und Gedankensprünge, traurige und berührende Momente, vor allem wenn sie sich mit der Trauer befassen und aus der Perspektive der Kinder erzählt werden aber eben auch erheiternde, hoffnungsvolle und Mut machende Augenblicke.
Obwohl diese Geschichte durchaus berühren konnte, hielt dieses Gefühl leider nie lang genug bei mir an denn streckenweise erschien mir die Handlung zu detailliert und lang gezogen.
Sobald ich mich aber durch solche Passagen durchgekämpft hatte, begann die Geschichte mich wieder zu fesseln.

Figuren
Die Geschichte wird zwar von mehreren Personen erzählt, hauptsächlich aber von Garrett und Audrey.
Beide werden an sich ausreichend aber auch relativ neutral beschrieben was zwar ganz gut zur Perspektive der Geschichte passt aber auch etwas distanziert wirkte.
Die beiden stecken zwar in einem Gefühlschaos, jedoch konnte ich es ihnen nicht so richtig abnehmen.
Nur bei den Kindern ist es mir gelungen, die Gefühle halbwegs glaubhaft zu finden.

Schreibstil
Wie erwähnt, empfand ich den Schreibstil streckenweise als etwas langatmig und zu detailliert. Die vielen Dialoge, einige Gedankensprünge gaben mir zeitweise das Gefühl, die Sätze noch einmal lesen zu müssen. Dies erschwerte mir zwischendurch den Lesefluss.

Fazit
„Wir zwei und der Himmel dazwischen“ ist ein Debütroman, der von Trauer, Freundschaft und Liebe erzählt. Eine Geschichte, die stellenweise berührt, Hoffnung geben und Mut machen kann. Auch wenn es zwischendurch für mich ein „auf und ab“ beim Lesen war, fand ich die Geschichte dennoch interessant und lesenswert.
Abschließend möchte ich noch das Cover erwähnen, was ich nur selten mache. Hier jedoch finde ich es absolut passend zur Geschichte denn ich denke auch in dunkelsten Zeiten wird es irgendwann wieder bunt.
© Michaela Gutowsky

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