Wildrosensommer / Gabriella Engelmann


Titel: Wildrosensommer
Autor: Gabriella Engelmann
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3-426-51845-8
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Das plötzliche Verschwinden ihres Mannes Nics, hat der alleinerziehenden Mutter Aurelia den Boden unter den Füßen weggerissen. In einem alten Bildband entdeckt sie ein Hausboot das sie einfach nicht mehr loslässt. Als sich die Gelegenheit gibt, dieses zu kaufen, packt sie gemeinsam mit ihren Kindern die Sachen und zieht von München nach Hamburg. Für die gelernte Floristin sind die Vierlande mit ihren Höfen und Rosen ein Paradies. Doch auch Rosen haben Dornen …

Eindruck
Wer bereits Bücher von Gabriella kennt, der kennt auch ihre Liebe zu Hamburg und ihre harmonischen und lebensbejahenden Geschichten die nicht nur viel Liebe sondern auch einen gewissen Wohlfühlfaktor besitzen. Mit „Wildrosensommer“ schlägt sie jedoch ein wenig einen neuen Weg ein, widmet sich dem Thema Esoterik und gibt dem Handlungsverlauf ein wenig geisterhafte Züge.
Ich fand dies sehr interessant da einige Szenen für ein klein wenig Spannung sorgten und eine leicht unheimliche Atmosphäre erzeugen konnten.
Parallel dazu konzentriert sich die Geschichte auf die Themen Neuanfang, Naturkosmetik, dem loslassen der Vergangenheit und der Krankheit Depression. Diese Krankheit wird zwar immer wieder angesprochen und nimmt Raum ein, dennoch war es mir nicht greifbar genug und der Hintergrund dafür war mir leider etwas zu blass.
Natürlich gibt es auch hier wieder romantische und erheiternde Ereignisse aber alles in allem konnte mich die Geschichte dennoch nicht so mitreißen wie sonst. Der Funke wollte einfach nicht überspringen.
Einige Szenen wirkten auf mich zu langatmig und wiederholend, manche Dialoge besaßen mir wiederum zu viele Details, während andere Passagen und auch Figuren wieder etwas zu blass und nicht greifbar wirkten.
Vor allem mit dem esoterischen Bereich hatte ich etwas Schwierigkeiten, wobei ich an sich recht offen mit solchen Themen umgehen kann.
Ich kann es nicht so ganz beschreiben aber mir fehlte bei der Umsetzung der Handlungsidee einfach das gewisse Etwas in dieser Geschichte, dass ich sonst in jedem ihrer bisherigen Romane, die ich gelesen habe, finden konnte.
Ich hatte den Eindruck was auf der einen Seite zu viel war, war auf der anderen Seite zu wenig.

Figuren
Normalerweise können mich Gabriellas Figuren immer dank liebevoller Details überzeugen, in „Wildrosensommer“ gelang dies jedoch nicht. Während sie sonst immer sehr lebhaft wirken, hatte ich diesen Eindruck nur bei Aurelias Freundin und dem Vater von Stefan.
Alle anderen Figuren erschienen mir leider etwas zu blass und konnten einfach keine Emotionen bei mir wecken.

Schreibstil
Auch in diesem Roman zeigt sich beim Schreibstil wieder die Liebe zum Detail, vor allem bei dem Schauplätzen.
Es fiel mir dank der sehr bildhaften Beschreibung unheimlich leicht, mit die geisterhafte Erscheinung und die Vierlande mitsamt ihren Höfen vorzustellen. Auch das Thema Naturprodukte und deren Herstellung waren kein Problem für mich. Allerdings fand ich die Beschreibung der esoterischen Bereiche nicht so gelungen. Ich hatte etwas Probleme damit, mir die jeweiligen Situationen vorzustellen, mir fehlte da vielleicht einfach etwas zu viel Hintergrund.

Fazit
„Wildrosensommer“ ist ein Roman, der mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt.
Während ich die Handlungsidee wirklich toll und sehr interessant fand, konnte mich die Geschichte, so sehr ich mich auch bemühte, einfach nicht so verzaubern wie gewünscht.
Trotz der kleinen Kritiken blieb aber auch dieser Roman wieder recht unterhaltsam und ich bin sicher, dass er viele Leser begeistern wird.

2 Kommentare zu “Wildrosensommer / Gabriella Engelmann

  1. Liebe Ela,
    ich bin mittendrin im Hörbuch und eigentlich dachte ich, es sei einfach nur manchmal unglücklich gekürzt, aber das ist es wohl doch nicht. Auch mir sind die Passagen nicht wirklich ausgewogen. Mal ist es bis ins kleinste Detail beschrieben und dann machen wir plötzlich einen Zeitsprung von 1 1/2 Tagen…oder ähnlich. Die Geschichte an sich finde ich schön, allerdings ist mir zu viel hineingepackt. Das Thema Depression ist für seine Schwere sehr oberflächlich angepackt und die Esoterik macht mir ein bisschen das romantische und echte Feeling kaputt. Zudem kann ich mich nicht in die Charaktere hineinversetzen und empfinde bisher nur Sympathien für eine einzige Person. Aber ein bisschen habe ich ja nocht und vielelicht entwickelt es sich ja noch. Auf jeden Fall ist das „Hamburg-Feeling“ sehr super gelungen, die Beschreibung der Landschaft, die duftenden Rosen……
    Liebe Grüße, Heike

    • Hallo Heike,
      so ähnlich ging es mir ja auch,d aher auch die Anmerkung dazu in meiner Rezension.
      Das Hamburgfeeling ist wirklich wieder sehr gut gelungen 😉
      Liebe Grüße
      Ela

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