Wie Monde so silbern / Marissa Meyer

hörbuchrezik
Titel: Wie Monde so silbern
Autor: Marissa Meyer
Sprecher: Vanida Karun
Verlag: Hörbuch Hamburg
ISBN: 978-3867421577
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Cinder, die als Mechanikerin arbeitet, hat es nicht leicht bei ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern.
Plötzlich taucht Prinz Kai an ihrem Marktstand auf und bittet sie um ihre Hilfe. Doch was hat das mit dem plötzlichen Besuch der Königin Luna zu tun, die den Prinzen unbedingt heiraten will, um die Macht über das Land zu erlangen?
Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, und als Cinder auf dem großen Ball auftaucht, verliert sie nicht nur ihren Schuh.

Eindruck
Wer hätte das gedacht? Zuerst war ich einfach nur neugierig, ja auch ein wenig skeptisch, wie sich das Märchen von Aschenputtel mit Science- Fiction verbinden lässt, aber Marissa Meyer hat gezeigt, das dies durchaus klappen kann. Die Autorin verbindet in dem ersten Band dieser Reihe, das Märchen „Aschenputtel“ mit Science-Fiction Elementen und Fantasy.
Cinder wächst ähnlich wie Aschenputtel auf und wird auch so wie in dem Märchen behandelt.
Richtig interessant wird diese Geschichte durch die politischen Ränke zwischen den Ländern und einem Seuchenausbruch in Neu-Peking. Das Land steht machtlos vor dieser Seuche und versucht verzweifelt ein Heilmittel zu finden. Parallel dazu forscht Prinz Kai noch ganz anderen Dingen und da kommt auch schon Cinder ins Spiel. Als talentierte Mechanikerin soll sie ihm helfen, seinen Androiden zu reparieren.
Die Autorin lässt verschiedene Handlungsstränge zusammenlaufen und sorgt damit für Spannung und Abwechslung.
Ich hätte sehr gerne noch mehr über die Hintergründe erfahren und bin gespannt ob es in der Fortsetzung etwas mehr zu den verschiedenen Ländern, Cyborgs usw. gibt.
Nichtsdestotrotz war die Geschichte für mich von Anfang bis Ende sehr fesselnd, obwohl ich eigentlich weniger der Science-Fiction Fan bin.

Figuren
Ich fand alle Figuren sehr beeindruckend und „lebensecht“ beschrieben. Es spielen recht viele Personen mit, die mit wichtigen Rollen besetzt sind, dennoch konnte ich alle recht einfach auseinanderhalten.
Gerade Cinder als Protagonistin fand ich richtig gut gelungen. Sie blieb mir von Anfang bis Ende sympathisch und ihre Gedanken und Reaktionen waren für mich völlig glaubwürdig und nachvollziehbar.
Prinz Kai gefiel mir ebenfalls sehr gut. Seine oft freche und selbstbewusste Art passte sehr gut in diese Geschichte rein und auch sein Gerechtigkeitssinn sorgte oft für spannende Unterhaltung.
Meine Lieblingsfigur war allerdings Aiko, Cinders Android. Ihre Antworten brachten mich immer wieder zum Lachen und ihre Art war einfach nur herzlich!

Sprecherin
Vanida Karun, unter anderem bekannt aus der Serie „Tatort“ und dem Film „Von Mädchen und Pferden“ betont diese Geschichte sehr gut. Sie stellt spannende aber auch verzweifelte Situationen mit ihrer Stimme authentisch da und auch die Personen lassen sich sehr leicht unterscheiden.

Spieldauer
Mit ca. 657 Minuten handelt es sich um eine ungekürzte Lesung, die mir zu keinem Zeitpunkt zu langatmig vorkam. Spannend und fesselnd bis zur letzten Minute, machte die Geschichte Lust auf die Fortsetzung.

Fazit
„Wie Monde so silbern“ ist spannend und fesselnd bis zum Ende, romantisch und unterhaltsam und hat somit alles Wichtige, um mich zu begeistern, obwohl ich eigentlich weniger Science-Fiction lese und höre.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
© Michaela Gutowsky

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