Wie das Licht von einem erloschenen Stern / Nicole Boyle Rodtnes


Titel: Wie das Licht von einem erloschenen Stern
Autor: Nicole Boyle Rodtnes
Verlag: Beltz
ISBN: 978-3-407-82104-1
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Die 17 jährige Vega leidet seit einem Unfall auf einer Feier an Aphasie. Sie kann kaum sprechen, wenig lesen und auch das Schreiben fällt ihr schwer. Brutal aus dem Teenagerleben gerissen, können ihr auch ihre Freundin Ida und ihr Freund Johan kaum Halt geben.
Vega zieht sich immer mehr zurück, bis sie Theo kennenlernt, der ebenfalls an Aphasie leidet.

Eindruck
Die Autorin Nicole Boyle Rodtnes hat mit diesem Roman eine Geschichte geschaffen, die dem Leser auf sehr bewegende Weise zu vermitteln versucht, wie es sein muss, wenn man plötzlich nicht mehr in der Lage ist, zu sprechen, verstanden zu werden und selbst zu verstehen.
Ohne zu sehr auf die medizinischen Details einzugehen, bringt sie dem Leser die Erkrankung „Aphasie“ näher, in dem sie eine Protagonistin schafft, die einen sehr harten Weg vor sich hat.
Glaubhaft überträgt sei die Emotionen von Vega, die oft frustriert und verzweifelt darüber ist, sich ihrer Umgebung nicht spontan mitteilen zu können. Denn auch nur kleinste Fragen und Bitten gehen nur über Umwege, mit Hilfe eines Malbuches oder Wörtern, die nur nach etlichen Wiederholungen halbwegs verständlich sind. Diese Hilflosigkeit fand ich sehr authentisch und dramatisch vor allem aber sehr bewegend beschrieben.
Da Vega erst 17 Jahre jung ist, richtet sich dieser Roman vor allem an die Zielgruppe von Jugendlichen. Romanzen, Schulprobleme und andere „Teenagersorgen“ lockern die Geschichte etwas auf, geben ihr etwas Spannung und machen sie noch interessanter.
Besonders das letzte Drittel dieser Geschichte konnte mich so richtig mitreißen und ich mochte es kaum mehr aus der Hand legen.

Figuren
Die Charaktere in dieser Geschichte fand ich sehr interessant, da sie viele verschiedene Facetten tragen und sehr unterschiedliche Emotionen hervorriefen.
Insbesondere Vega ist rundum gelungen. Ihre Gefühle konnte ich voll und ganz nachvollziehen, ich sympathisierte mir ihr, litt mit ihr und freute mich für sie.
Auch Theo weckte diese Sympathie in mir und so wuchsen mir beide Figuren derart ans Herz, das ich am liebsten noch mehr von diesen beiden lesen würde.

Schreibstil
Der Schreibstil von Nicole Boyle Rodtnes ist fesselnd und jugendlich. Sie kommt recht schnell auf den Punkt, verliert sich nicht zu sehr in Details, lässt die Figuren aber auch nicht zu blass erscheinen.
Damit ermöglichte sie mir einen sehr schnellen Lesefluss.

Fazit
„Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ ist eine bewegende und mitreißende Geschichte, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Dramatisch, bewegend und romantisch mit einer liebenswerten Protagonistin, vergingen die Seiten wie im Flug und ließen nachdenklich zurück.
© Michaela Gutowsky

6 Kommentare zu “Wie das Licht von einem erloschenen Stern / Nicole Boyle Rodtnes

  1. Hallo Ela,

    Ich kannte das Buch noch gar nicht, bevor ich deine Rezension las,
    aber es klingt wirklich total gut!
    Scheint mir ein sehr besonderes Buch zu sein. 🙂
    Vielen Dank für deine schöne Rezension!

    Liebe Grüße,
    Laura

  2. Liebe Ela,
    Wow, was für ein interessantes Buch. Ich kann mir vorstellen, dass es Dir gefallen hat. Ich werde es mir auf jeden Fall genauer anschauen. Deine Rezi hat mich neugierig gemacht.
    Liebe Grüße Renate

    • Hallo Renate,
      es wird Dir bestimmt gefallen 🙂
      Ich freu mich das die Rezi Dein Interesse wecken konnte.
      Liebe Grüße,
      Ela

  3. Guten Morgen Ela,

    Die Geschichte hört sich sehr interessant an. Ich werde gleich mal die Krankheit googeln. Ist sie heilbar? Ich bin richtig neugierig darauf.

    Liebe Grüße Carmen

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