Wer Wind sät wird Sturm ernten …


Hallo zusammen,

Wer Wind sät, wird Sturm ernten!
Klingt es komisch? Ist aber so!
Man stelle sich vor:
Ein kleiner unbekannter Wettermann namens M. Müller oder Mustermann oder wie auch immer ihr wollt, sitzt in seiner Wetterstation und piept fröhlich vor sich hin: Ab Donnerstag wird es windig. Richtischhhhhhhhhhhh windig! Denn da trifft Kaltfront auf Warmfront oder andersrum, wer weiß dass schon. Damit besinnt er sich in sein wohliges warmes Heim, zu seiner Frau, dem brennenden Kamin und dem heißen Tee. Hätte er doch geahnt was aus dieser Nachricht werden würde.
Schon stürzen die Leute los und verlauten: Am Donnerstag gibt’s einen Sturm, da trifft Hitze auf bittere Kälte, nee war andersrum, da bin ich mir sicher!
Nun werden die Medien auch hellhörig. Man muss die Welt warnen und zack rasen höchst dramatische Meldungen über die Startseite. Ein Orkantief erwartet uns, mindestens 10 cm Schnee (man stelle sich das bitte vor, mitten im Dezember!!!) und Böen bis zu 150 km/h.
Kurzum es wird stürmisch. Wie letzten Monat, letztes Jahr, 10 Jahre und 100 Jahre davor auch!
Doch damals gab es keine Panikkäufe ums Salz, es wurde nicht gehortet und überhaupt wurde nicht dermaßen Panik verbreitet. Heute sind die Medien an Dramatik aber nicht mehr zu überbieten und das verhagelt mir wirklich die Lust, noch Nachrichten zu schauen oder zu hören!
Natürlich können Stürme verheerende Schäden und Opfer erbringen und mir tut es wirklich um jeden Betroffenen leid. Auch rate ich niemanden im Sturm vor die Türe zu gehen, wenn er es nicht unbedingt muss. Wobei man hier gelegentlich Jogger in den Wäldern sieht, Extremsport scheint also eine neue Bedeutung zu bekommen!
Der beste Ehemann der Welt droht mir nun mit dem Verlust des Weihnachtsmarktbesuches, je nach Schneelage, wenn doch die Nachrichten es schon ankündigen …
Nicht wegen des Schnees, sondern den anderen Verkehrsteilnehmern! Immerhin kommt er zwar überall durch, nicht aber an den vor Panik kriechenden Autos vorbei!
Na besten Dank auch!
Das Klima verändert sich, natürlich das streitet auch niemand ab aber fällt Euch nicht langsam mal auf das es jedes Jahr eine „Jahrhunderthitze“, „Jahrhundertkälte“, ein „Jahrhundertwasser“ und einen „Jahrhundertschnee“ gibt?
Warum muss alles so dramatisiert werden? Jahrhundertfluten, Eiszeit usw. gab es schon immer! Man achte bitte mal auf das Wort „Jahrhundert“, das ist nichts Neues!!!
Wenn Ihr jetzt loszieht und in Eurer Panik Salz kauft, dann lasst mir wenigstens noch Brot im Regal, dass brauch ich nämlich zum Wochenende!
Packt Euch gut ein, passt gut auf Euch auf und verlasst nicht, wenn nicht unbedingt nötig, das Haus.
Bewaffnet Euch mit Euren Schneeschaufeln denn Freitag, heißt es wieder: Es begann ein fröhliches Schneeschüppen (ja das war absolut ironisch!!!)
In diesem Sinne betrachtet diesen stürmischen Artikel gerne als übertrieben und ironisch, vielleicht auch etwas bissig, jedoch auch mit dem nötigen Ernst!
Donnert aber bitte nicht zu sehr auf mich los, ich bin einfach nur genervt von den Medien.
© Michaela Gutowsky

2 Kommentare zu “Wer Wind sät wird Sturm ernten …

  1. Oh ich weiß was du meinst. Wenn ich an „früher“ denke (also im letzten Jahrtausend) waren in einem Herbst 3-6 Stürme normal. Wobei ich Sturm erst ab Windstärke 9 definiere. Heutzutage ist alles ab 7/8 schon ein kleiner Orkan. Ich bin ein Küstenkind und habe schon früh gelernt mein Fahrrad im Herbst gut festzuhalten, denn dann hat es gern mal (wenn man nicht drauf saß) abgehoben. Heutzutage wäre das schon eine Schlagzeile wert. Auch kamen früher Dachziegel runter und auch mal ein Baum stürzte um, das war halt so. Heutzutage ist es gleich eine Katastrophe und Katastrophenalarm muss ausgelöst werden.

    So ich werde jetzt mal gespannt abwarten was so heute kommt, vermutlich ein „büschen Wind“ wie wir Norddeutschen sagen, denn ich bin damit aufgewachsen und find es erst so richtig gemütlich wenn es ordentlich stürmt (als so 11 – 12), dann ist Herbst/Winter und die gemütliche Zeit kann beginnen. Bis dahin geh ich Kekse backen.

    Ach, was die Erderwärmung belangt, ohne die wären wir heute noch in der Eiszeit, gibt es also schon seit Jahrtausenden. Genauso wie viele andere Wetterphänomene, aber worüber sollen die Medien sonst schreiben? Wir müssen uns unsere Kathastrophen doch schön schreiben.

    • Huhu,
      ganz lieben Dank für dein Statement. Zuerst einmal wünsche ich dir aber das der Sturm nicht allzu schlimm wird! Ich bin froh das du den Artikel so verstanden hast wie er gemeint ist. Ist Dir mal aufgefallen wie schnell und hektisch die Nachrichtensprecher plötzlich sprechen wenn ein Sturm angekündigt wird? Geht es aber um einen Politiker oder sonst irgendeine Nachricht, können sie plötzlich wieder im ganz normalen Tempo reden!
      Oder aber: Gestern abend wurden wir RLP zum Beispiel Böen bis zu 120 km/h angesagt, jetzt sind es „nur“ noch 80 – 100km/h
      Für einen Teil in NRW wo mein Bruder wohnt, wurde Hochwasser ect. vorraus gesagt, 3 Stunden später Entwarnung! Zum Glück, aber was soll das bitte???
      Das schlimm ist, man kommt an diese „Nachrichten des Grauens“ auch nicht vorbei, es sei denn man meidet noch das Social Media, die Nachbarschaft und so weiter.
      Heftig oder?!
      LG und viel Spaß beim Plätzchen backen,
      Ela

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