Was wir getan haben / Karen Perry


Titel:
Was wir getan haben
Autor: Karen Perry
Sprecher: Elmar Börger, Ulrike Kapfer
Verlag: Argon
ISBN: 978-3839814697
Spieldauer: 7 Stunden und 11 Minuten, autorisierte Lesefassung
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Seit Jahren versuchen Luke, Katie und Nick zu vergessen, was damals am Fluss geschah.
Es war ein Spiel, ein harmloses Spiel, doch dann geschah etwas, das Ihr Leben seitdem überschattet.
Eines Nachts ist Luke verschwunden. Auf seinem Teppich ein Blutfleck und auf dem Schreibtisch ein gemeinsames Foto von ihm, Nick und Katie. Jemand scheint zu wissen was sie getan haben und scheint Rache zu üben.

Eindruck
Manchmal ist die Wahrheit kaum zu ertragen …
Die Geschichte, die hauptsächlich in Kenia spielt, beginnt zunächst recht ruhig mit dem Prolog während sich danach dann die Perspektive auf die Personen Katie und Nick richtet.
Beide erzählen in der Gegenwart als Nicks Bruder Luke verschwindet und bieten Rückblenden in die Vergangenheit, die Stück für Stück von jenem Tag am Fluss erzählt, der ihr aller Leben veränderte.
Genau auf diesen Punkt und auf die Lösung, was mit Luke geschah, richtet sich bin zum Schluss der Fokus. Immer wieder werden Andeutungen gemacht, überraschende Wendungen eingebaut und doch erfährt man erst sehr spät, was an jenem Tag wirklich passierte.
Damit könnte der Handlungsverlauf schon fast in die Thrillerrichtung geschoben werden, doch dafür ist er trotz der unterschwelligen Spannung, die bis zum Schluss bleibt, zu ruhig.
Stellenweise empfand ich den Verlauf als vorhersehbar, und obwohl genügend Tiefe vorhanden ist und die Geschichte an sich gut aufgelöst wurde, erschien sie mir vor allem im letzten Drittel zu konstruiert.

Figuren
Die Figuren sind tief genug ausgearbeitet und wecken das Interesse, da sich die Geschichte auch mit den Auswirkungen jenes Tages in deren Leben befasst. Dies gewährt Einblick in die Privatleben der Personen und bietet zusätzliche Handlungsstränge.
Vor allem die Brüder Nick und Luke waren sehr gut beschrieben, sowohl in der Kindheit als auch in der Gegenwart.
Mit manchen Figuren konnte ich fast sympathisieren, andere wiederum lösten schon fast Beklemmungen aus, was ich vor allem bei der Figur „Mc Kenzie“ sehr passend fand.

Sprecher
Ulrike Kapfer vertont die Geschichte mit einer intensiven Stimme, die tief eindringt und die Rollen sehr gut verkörpert.
Elmar Börger stellt hauptsächlich Nick und Luke dar, was sehr gut mit seiner jungen und energischen Stimme Figur passt.
Nur die Darstellung von Murphy von ihm empfand ich teilweise schon fast als unangenehm. Hier klang die Stimme für mich zu verstellt, was schon einschläfernd wirkte.

Fazit
„Was wir getan haben“ ist eine ruhige Erzählung, die dennoch bis zum Schluss eine leicht spannende Atmosphäre bieten kann.
Die Frage, was tatsächlich an jenem Tag geschehen ist, der Grad zwischen Schuld und Unschuld,  sowie die vielen Andeutungen und Wendungen bieten einen fesselnden und interessanten Verlauf, wenn man von gewissen Längen absieht.
© Michaela Gutowsky

2 Kommentare zu “Was wir getan haben / Karen Perry

  1. Hi 😀
    Das Buch habe ich auch vor 1-2 Wochen gelesen! 😉 Ruhig war es auf jeden Fall, hat mir aber ganz gut gefallen! 😀 Vor allem das Geheimnis, was damals passiert ist!

    Liebe Grüße
    Jessi

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