Vor uns das Leben / Amy Harmon

 

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Titel:
Vor uns das Leben
Autor: Amy Harmon
Verlag: Egmont Ink
ISBN: 978-3-86396-073-5
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:

Wovon handelt diese Geschichte?
Ambrose ist der Star der Highschool, der in der ganzen Stadt gefeiert wird. Niemand ahnt, wie es wirklich in ihm aussieht. Bailey sitzt im Rollstuhl. Er weiß, dass er bald sterben wird und feiert daher jeden Tag als wäre es sein Letzter. Fern, unheimlich lieb und intelligent aber nicht so hübsch wie andere Mädchen.  Die drei Jugendlichen könnten unterschiedlicher nicht sein und doch wird das Schicksal sie miteinander verbinden.

Die Handlung
ist mit einem Prolog, vielen kurzen Kapitel die jeweils mit einer Überschrift versehen sind und einem Epilog aufgebaut.
Sie mag auf den ersten Blick viele Klischees erfüllen, doch bleibt sie aufgrund der Thematik meines Erachtens besonders. Zunächst beschreibt sie die drei Perspektiven der Protagonisten. So lernt der Leser Ambrose, Bailey und Fern kennen aber auch den Freundes- und Familienkreis der drei Jugendlichen. Die Drei besuchen die 12. Klasse und jeder kämpft mit seinen eigenen Problemen. So stellt sich das Thema Freundschaft und Liebe in den Mittelpunkt dieses Romans, bleibt dabei aber sehr ernst und wirkt nicht sehr kitschig. Im Gegenteil, durch einen bestimmten Schicksalstag bekommt die Handlung einen sehr realistischen und nachvollziehbaren Bezug und schafft es somit alle 3 Figuren zu verbinden. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Geschichte für mich berührend und ergreifend, spannend und auch romantisch bekam aber auch eine dramatische Wendung, die zwar vorhersehbar war, dennoch überraschen kann.

Die Figuren:
Bailey wurde in dieser Geschichte zu meiner Lieblingsperson. Weshalb, möchte ich hier gar nicht verraten, denn jeder der Figuren ist es wert, sie selbst kennenzulernen und ihre Stärken und Schwächen zu entdecken.
Ich fand alle Charaktere sehr gut dargestellt. Ambrose, der wie ein Schönling bzw. Held gefeiert wird oder auch Baileys, der trotz seiner Krankheit das Leben nimmt, wie es kommt oder aber eben die zarte und liebe Fern, die Bailey immer treu zur Seite steht und gar nicht erkennt, wie liebenswert sie ist. Doch auch die anderen Figuren bekommen genügend Raum um die Handlung aufzulockern oder eben für Spannung zu sorgen.
Für mich wirkten alle Personen greifbar und damit gut gelungen.

Der Schreibstil
ist locker und jugendlich und geht in die Tiefe. Amy Harmon beschreibt nicht nur ihre Figuren sehr bildhaft, sondern eben auch die Handlungsumgebung. Dabei schaffte sie es, meiner Fantasie genug Spielraum zu geben und mir die Emotionen der Handlungspersonen nahe zu bringen und sie authentisch erscheinen zu lassen.

Fazit:
„Vor uns das Leben“ ist ein wunderbar ergreifender und beeindruckender Roman, der Klischees erfüllen mag, es aber schafft, auf seine Art und Weise ein besonderes Leseerlebnis zu werden. Die Autorin vermochte es, dass ich mich von der ersten Seite an auf die Handlung einlassen konnte und ich das Buch nicht mehr weglegen mochte. Unterhaltsam und dramatisch, romantisch und spannend – eine Geschichte, die mir noch länger in Erinnerung bleiben wird.
© Michaela Gutowsky

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