Verflucht / Victoria Schwab

Titel: Verflucht

Autor: Victoria Schwab

Verlag: Heyne

ISBN: 978-3-453-53431-5

Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne

Meine Meinung:
Die 16 jährige Lexi lebt gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Wren in dem kleinen Dorf Near. Während der Onkel versucht sie zu einer anständigen Frau zu erziehen, liegen Lexis Interesse eher bei der uralten Sage über die Hexe aus dem Moor und begibt sich lieber auf Spurensuche wie einst ihr Vater es tat. Als plötzlich ein geheimnisvoller Fremder in Near auftaucht und mit seinem Auftauchen aber nachts Kinder verschwinden, ist Lexi nicht mehr zu bremsen. Sie ermittelt auf eigene Faust, nicht nur um die Kinder zu retten.

Schon bei der kurzen Zusammenfassung wird man schnell bemerken das Lexi einen sehr temperamentvollen Charakter hat. Dieser gefiel mir sehr gut, denn sie besitzt einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, ist mutig, wenn auch ab und zu leichtsinnig und hat einfach ein gutes Herz.
Sie kam mir in dieser Geschichte sehr authentisch vor und passte perfekt in ihre Rolle.
Victoria Schwab hat einen tollen und interessanten Schreibstil. Sie ermöglichte es, mir innerhalb weniger Seiten einen leichten Einstieg in die Geschichte zu bereiten und mich sofort in ihren Bann zu ziehen. Allein die Beschreibung des Dorfes Near und seinem Moor waren romantisch aber auch düster und etwas gruselig.
Manchmal dachte ich, ich könnte das Moor riechen oder den Wind hören, so detailliert empfand ich ihre Beschreibung.
Zwischenzeitlich bekam ich einen leicht gruseligen Schauder, aufgrund gewisser Ereignisse, dass mich noch mehr in den Bann zog.
Die Geschichte erzählt von Sagen, Irrglauben und Ängsten, die Gerüchte und Hass im Dorf verbreiten.
Selbst wenn sie manchmal einen melancholischen Zug hatte, so war sie umso spannender und zwischendurch auch mit ein wenig Romantik gemischt.
Sie besitzt fantastische Elemente, gerade was Hexen und ihre Magie betreffen aber eben auch kriminalistische Züge.
Trotz allem dieser viele positiven Eigenschaften muss ich jedoch anmerken das Ich ab und das Gefühl hatte als wäre die Handlung „stehen geblieben“. Andererseits wurde sie dann plötzlich wieder etwas sprunghaft, jedoch störte mich das nicht so extrem, da man sich bei dieser Handlung nicht zu sehr konzentrieren musste und das „Gesamtpaket“ einfach stimmte.

Fazit:
Ich denke man kann hier von einem fantasievollen, romantischen und spannenden Jugendroman sprechen, der nicht nur jugendliche Leser, sondern eben auch erwachsene Leser in seinen Bann ziehen kann.   Wer Lust hat auf ein wenig Magie und alte Sagen, Gerüchte und Liebe, ein kleines Dorf und seine Bewohner, das düstere und geheimnisvolle Moor, der hat an dieser Geschichte bestimmt seine Freude. Für mich war es eine tolle Lektüre für gemütliche Lesestunden in der Abenddämmerung.
© Michaela Gutowsky

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