Todesregen / Dean Koontz

Kurzbeschreibung
Silbriger Regen fällt auf die Erde, nacheinander fallen Fernsehen, Telefon und auch der Strom aus.
Als Molly und Neil nach ihren Freunden suchen, stellen sie fest, dass sich die Welt um sie herum in ein geisterhaftes Labyrinth verwandelt hat.
Menschen verschwinden. Hat eine fremde Macht Besitz von der Erde ergriffen?`

Eindruck
Der Untergang der Erde naht. Viele Romane thematisieren ihn und auch Dean Koontz nimmt sich diesem Thema in „Todesregen“ an.
Er beschreibt hier eine mysteriöse und beklemmende Geschichte, deren düstere Stimmung bis zur letzten Seite erhalten bleibt.
Der Handlungsverlauf plätschert meist recht ruhig daher, bietet aber unheimliche und gruselige oder auch grausam dargestellte Szenen, die sich hin du wieder auch steigern können. Somit war stellenweise Gänsehaut beim Lesen vorprogrammiert.
Leider fiel der Spannungsbogen danach aber immer wieder zu schnell ab und die Handlung blieb bis zum Schluss vorhersehbar.
Auch wirkte die Geschichte zu oberflächlich, die Charaktere blieben fast farblos und der Schreibstil konnte mich auch nicht so überzeugen wie gewünscht.
Wäre da nicht die durchaus interessante und teils faszinierende Grundidee gewesen, hätte ich das Buch vermutlich nach den ersten hundert Seiten wieder weggelegt.

Charaktere
Leider empfand ich die Personen recht farblos beschrieben. Hier fehlte es mir an Tiefe.
Während Molly zwar im weiteren Verlauf etwas greifbarer wird, wirkte Neil eher wie eine Randfigur, belanglos und unscheinbar.
Da es sich hier aber um die Hauptfiguren handelt, hätte ich mir etwas mehr Darstellung gewünscht, um die Geschichte zu festigen.

Schreibstil
Auch der Schreibstil machte mir leider etwas zu schaffen. Obwohl der Autor es wirklich versteht, eine unheimliche und düstere Atmosphäre zu schaffen, die stellenweise tatsächlich sehr beklemmend wirkt, waren mir etliche Passagen zu sehr in die Länge gezogen.
Auch die Ausdrucksweise in den Dialogen störte mich oft.

Fazit
„Todesregen“ ist eine interessante Mischung aus Horror und Science-Fiction, die tatsächlich stellenweise recht gruselig war mich aber trotzdem nicht in Begeisterungsstürmen ausbrechen lässt.
Es ist eine dieser Geschichten, die man gelesen hat und sich am Ende wünscht, da wäre mehr gewesen. Mehr Tiefe, mehr Charakterdarstellung und mehr Spannung.

Weitere Informationen zum Buch
Titel: Todesregen
Autor: Dean Koontz
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453433366
Seitenzahl: 416
Erschienen im: August 2008

4 Kommentare zu “Todesregen / Dean Koontz

  1. Von Koontz habe ich vor langer Zeit schon das ein oder andere Buch gelesen. Auch wenn dich dieses hier nicht so recht übrzeugt hat, habe ich doch Lust, mich mal wieder von seinen Geschichten gefangen nehmen zu lassen. Denn Stimmungen und Gefühle beim Lesen erschaffen kann er ja eigentlich.

    • Wer weiß, vielleicht gefallen mir andere Bücher von ihm auch besser?
      Bei dem Thema Stimmung schaffen gebe ich Dir auch recht. 🙂

  2. Koontz ist einer, der bei mir auch ein eigenes Regal hat, genau wie Mr. King 😉 Ich mag ihn ganz gern zwischendurch lesen, muss aber gestehen, dass ich schon lang keins mehr von ihm in der Hand hatte… Wird mal wieder Zeit, wenn ich das hier grad so seh!

    • Falls du das Buch noch nicht hast und es lesen magst,
      ich schicke es Dir gerne zu! Hat allerdings dem Alter entsprechend schon Gebrauchsspuren.
      Sag mir mal kurz Bescheid dann kann es auf die Reise gehen 🙂

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