Tod in der Provence / Pierre Lagrange

gehörtklein
Titel:
Tod in der Provence
Autor: Pierre Lagrange
Sprecher: Wolfram Koch, Britta Steffenhagen
Verlag: Der Audio Verlag
ISBN: 978-3862316670
Spieldauer: 9 h 13 Min, gekürzte Fassung
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Hanna kann ihr Glück kaum fassen, als ihr Mann Niklas in der Provence ein Château geerbt hat. Doch als in der Nähe eine Frauenleiche gefunden wird, gerät der Traum zum Albtraum, denn die Frau ist genauso rothaarig wie Hanna – und wie sich herausstellt, noch andere Frauen, die in den letzten Jahren verschwunden sind. Der pensionierte Kommissar Alban Leclerc konnte die Fälle damals nicht aufklären, doch nun nimmt er erneut die Spur auf …

Eindruck
Der Auftakt zu dieser Krimireihe mit dem pensionierten Kommissar beginnt schon recht spannend und schaurig.  Ziemlich rasch wird man mit dem ersten Mordfall konfrontiert, der die romantische Provence von einer anderen Seite zeigt.
Anfangs werden verschiedene Personen vorgestellt, hauptsächlich konzentriert sich die Handlung aber auf Alban, Hanna und Niklas.
Der Fall wird aus drei verschiedenen Perspektiven geschildert und bietet zwei Handlungsstränge die zum Ende hin, gekonnt zusammengeführt werden.
Zum einen ist da der pensionierte Alban Leclerc, dem immer noch ein alter, nicht abgeschlossener Mordfall im Kopf herumspukt und der sich an sein neues Leben, nämlich mit seinem Mops, statt mit seinen Kollegen, gewöhnen muss.
Dies fällt ihm natürlich nicht leicht und er mischt sich immer ungefragt in die Fälle ein, was für einen gewissen Unterhaltungsfaktor sorgt.
Dann gibt es noch den Handlungsstrang mit Hanna und Niklas, die gemeinsam mit ihrer Tochter ein das Château beziehen und dem Stress der vergangenen Monate entkommen wollen.
Den gesamten Handlungsverlauf hatte ich das Gefühl, dass dieser Krimi von einer leicht bedrohlichen Atmosphäre begleitet wird.
Doch auch die malerische Schauplatzbeschreibung ist sehr gelungen und bezieht sich sehr auf die Landschaftsmerkmale der Provence.
Ab dem zweiten Drittel steigert sich die Spannung kontinuierlich und der Kriminalfall baut sich Stück für Stück auf.
Im letzten Drittel ist die Auflösung zwar recht einfach konstruiert, kann den Spannungsbogen jedoch enorm steigern, so das der Ausgang der Geschichte durchaus zufriedenstellend ist.

Figuren
Ein großes Lob für die Beschreibung der Personen, die ich äußerst gelungen finde.
Besonders Laban wurde mir in seiner Rolle sehr sympathisch. Doch auch Hanna erschien mir glaubwürdig, auch wenn ich nicht all ihre Handlungen nachvollziehen konnte
und vor allem Niklas fand ich als Figur sehr interessant, da er bei mir verschiedene Emotionen auslöste.

Sprecher
Britta Steffenhagen übernimmt die Rolle von Hanna und schafft es, sich glaubhaft in sie hineinzuversetzen. Vor allem ängstliche, sorgenvolle und wütende Szenen konnte sie so vertonen, dass sie sich absolut glaubhaft anhörten.
Wolfram Koch übernimmt den Part von Kommissar Leclerc und gefiel mir in dieser Rolle sehr gut.
Auch er konnte sich sehr gut in die Situationen hineinversetzen und vertonte die Geschichte so angenehm, dass ich ewig hätte zuhören können.

Fazit
„Tod in der Provence“ hat mir sehr gut gefallen, da dieser Krimi nicht zu blutig aber auch nicht zu ruhig ist. Eine fesselnde Atmosphäre, interessante Mordfälle und ein äußerst sympathischer wenn auch skurriler Kommissar in Rente, konnte mich bis zum Schluss begeistern und unterhalten.
© Michaela Gutowsky

4 Kommentare zu “Tod in der Provence / Pierre Lagrange

    • Hey,
      hier passte einfach alles zusammen. Der Unterhaltungsfaktor, die Spannung und die Schauplatzbeschreibung.
      Ich mag ja kauzige Kommissare 🙂
      Liebe Grüße
      Ela

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