Those Girls – Was Dich nicht tötet / Chevy Stevens

Titel: Those Girls – Was Dich nicht tötet
Autor: Chevy Stevens
Sprecher: Christiane Marx
Verlag: Argon
ISBN: 978-3-8398-1460-4
Spieldauer: 7 Stunden, 47 Minuten, Autorisierte Lesefassung
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Die Schwestern Jess, Dani und Courtney müssen von ihrer Farm fliehen, als ein Streit mit ihrem gewalttätigen Vater eskaliert.
Als Ihr Pick-Up in einem Dorf liegen bleibt, erleben sie einen wahren Albtraum.
18 Jahre später versuchen sie immer noch die Erlebnisse jenes Sommers zu vergessen, bis eine der Schwestern verschwindet …

Eindruck
Die Geschichte, die in drei Teilen in einem Perspektivwechsel zwischen Jess und Skylar erzählt wird, war mein erster Thriller der Autorin und dieser lieferte gleich einen sehr spannenden Einstieg.
Die rasch aufeinanderfolgenden Geschehnisse wurden sehr eingehend und brutal beschrieben, enthielten viel Gewalt und sadistische Handlungen und vermittelten eine recht bedrohliche Atmosphäre.
Doch leider konnte diese Atmosphäre nicht aufrechterhalten werden und flaute danach sehr schnell ab.
Die Handlung plätscherte ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch dahin, zog sich sehr in die Länge, sodass ein Zuhören hätte schwerfallen können, wäre der Erzählstil nicht gewesen.
Dieser war zum Glück sehr flüssig, konnte an sich fesseln und verschiedene Emotionen hervorrufen. Auch die bildhafte Beschreibung der Ortschaften und Personen fand ich sehr gut gelungen und konnte Kopfkino auslösen.
Dennoch waren mir bestimmte Handlungen unlogisch, zu konstruiert und vor allem vorhersehbar.
Auch das Ende war an sich gut gelöst, konnte mich aber weder begeistern noch überraschen.

Figuren
Die Beschreibung der Personen fand ich sehr interessant und ausreichend.
Vor allem die Schwestern besitzen sehr starke und unterschiedliche Charaktere. Oft schwankte ich hier zwischen Sympathie und Unverständnis.
Doch auch die Nebenfiguren werden sehr intensiv dargestellt und können bedrohlich oder freundlich wirken.

Sprecher
Christiane Marx, die mir bereits aus verschiedenen Hörbüchern bekannt ist, passt sehr gut in diese Geschichte. Sie besitzt eine klare und kräftige Stimme, kann sich den verschiedenen Situationen und Emotionen anpassen und sie nachvollziehbar übertragen.
Sie wechselt gekonnt zwischen Spannung und Dramatik, Wut, Verzweiflung und Freude.
Besonders die Charakterdarstellung gefiel mir hier gut. Durch ihre Stimme wirkten die Schwestern tatsächlich ihrem Alter und ihren Charakterstärken und Schwächen entsprechend glaubhaft.
Zusätzlich konnte ihre Stimme die Atmosphäre der Geschichte aufwerten.

Fazit
„Those Girls – was Dich nicht tötet“ ist ein Thriller, der meines Erachtens richtig gut begann und viel Potenzial bot, im weiteren Verlauf aber leider stark nachließ.
Die spannende Atmosphäre konnte mich nur im ersten Drittel überzeugen. Überraschende Wendungen blieben aus und so wurde die Handlung schnell vorhersehbar.
Dennoch blieb die Geschichte interessant und überwiegend fesselnd, was nicht zuletzt an der Sprecherin Christiane Marx lag, die mit ihrer Stimme die Handlung aufwerten konnte.

4 Kommentare zu “Those Girls – Was Dich nicht tötet / Chevy Stevens

  1. Hallo Ela,

    das Buch habe ich mir kürzlich gekauft, weil mich der Klappentext anspricht, die Leseprobe sich gut liest und auch die Rezensionen fast ausschließlich gut sind. Ein paar Bücher liegen noch auf dem Stapel bis es an der Reihe ist, aber ich freue mich schon darauf. 🙂

    LG Steffi

    • Hallo Steffi,
      dann viel Spaß beim lesen, ich bin schon gespannt auf Deine Meinung.
      Vielleicht kann er Dich ja mehr begeistern als mich?
      Ich wünsche es dir jedenfalls 🙂
      Liebe Grüße
      Ela

  2. Hi 😀

    Da hatten wir ja das gleiche Empfinden bei dem Buch. Es fing wirklich mit einem großen Spannungsbogen an, aber vielleicht war genau das der Fehler! Es ist auch schwer, so ein Niveau über das ganze Buch zu halten.

    Witzig fand ich übrigens in der Danksagung vom Buch, dass Chevy Stevens besonders ihrer Lektorin dankt, die den zweiten Teil des Buches rund gemacht hat. Oh weh, da hoffe ich mal nicht, dass die Lektorin schuld ist! 😉

    Liebe Grüße
    Jessi

    • Hi Jessi,
      ich finde, es muss auch gar nicht so viel Gewalt in einem Thriller vorhanden sein. Wichtiger ist es mir, das er eine spannende oder bedrohliche Atmosphäre aufbaut und beibehält.
      Letztendlich spielt sich ja alles im Kopf ab und das fehlte mir hier sehr.
      Daher sind mir reine Psychothriller einfach am liebsten.
      LG Ela

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