The Moth Diaries – Die Sehnsucht der Falter / Rachel Klein

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Titel:
The Moth Diaries – Die Sehnsucht der Falter
Autor: Rachel Klein
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-8414-2139-5
Meine Gesamtwertung: 2/5
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Ein neues Schuljahr in Rebeccas Internat beginnt. In diesem Jahr geschehen plötzlich seltsame Dinge im Internat. Ein Hund wird enthauptet aufgefunden, eine Schülerin stürzt vom Dach. Alles erscheint mysteriös und geheimnisvoll.
Realität und Fantasie verschwimmen. Steht die Wahrheit in Rebeccas Tagebuch?

Handlung
Die Geschichte erzählt vom Beginn eines neuen Schuljahres, in einem Internat, auf dem Rebecca Schülerin ist.
Alles scheint sich in diesem Jahr zu verändern, besonders Interessen und Freundschaften. Erst recht als Ernessa auftaucht. Lucy, die stets Rebeccas beste Freundin war, wendet sich immer mehr Ernessa zu. Rebeccas Eifersucht und Misstrauen wächst täglich, und als eine Schülerin vom Dach stürzt und der Hund einer Lehrerin enthauptet wird, sind der Fantasie kaum noch Grenzen gesetzt.
Schnell entstehen Gerüchte, die ein Netz voller Verzweiflung und Intrigen bilden.
Doch was ist Wahrheit und was sind Hirngespinste?
Die Handlung beginnt mit einem Vorwort, in dem Rebecca 30 Jahre später Einblick in ihr Tagebuch gewährt.
Danach beginnt die Erzählung aus der Internatszeit, im Tagebuchstil, dass mit dem jeweiligen Datum versehen ist.
Was für mich anfangs noch geheimnisvoll und spannend erschien, nahm Stück für Stück an Spannung ab und wurde für mich stellenweise zu langatmig und absurd.
Es fiel mir sehr schwer an dieser Geschichte dranzubleiben, weil die Figuren für mich nicht authentisch genug waren, obwohl sie einerseits auch sehr hervorgehoben wurden. Viele Gedanken waren mir einfach zu unreif.
Auch die erwähnten pubertären Schwierigkeiten wie Figurprobleme, Drogen, Trauer um ein Elternteil, die mit eingebaut wurden, konnten die Geschichte für mich nicht festigen und ich versuchte bis zur letzten Seite zu erfassen, welchen wirklichen Grund es für diese Entwicklung gab.
So gab es für mich zu viele offene Fragen die ich bis zum Schluss nicht ausreichend geklärt fand, vor allem was die eigentlichen Probleme der Protagonistin betraf, was für mich persönlich ein sehr wichtiges Detail gewesen wäre.

Figuren
Rachel Klein beschreibt die Personen geheimnisvoll und verleiht ihnen verschiedene Charaktere, die sie ganz besonders hervorhebt.
Vor allem bei der Beschreibung von Ernessa fiel mir das auf.
Rebecca hingegen wurde für mich im Laufe der Zeit immer unglaubwürdiger, unreifer, naiver.
Obwohl sie die Personen mit vielen unterschiedlichen Eigenschaften und Problemen beschrieb, fehlte es mir zu sehr an Tiefe. Vielleicht lag es aber auch an der Anzahl der Personen, der feste Kern der Mädchen bestand aus ca. 6 – 8 Schülerinnen, die untereinander befreundet waren und immer wieder zusammentrafen.

Schreibstil
An sich ist der Schreibstil recht einfach zu lesen, trotz allem schaffte es die Autorin nicht, mich zu fesseln, da ich mir die jeweiligen Szenen einfach nicht in meiner Fantasie abspulen konnte. Viele Dialoge setzen sich mit philosophischen Grundsätzen auseinander. Dann wiederum kann es auch mal zu leicht vulgären Wortwechseln kommen, sodass man schon von einem jugendlichen Schreibstil ausgehen kann.

Fazit
„The Moth Diaries“, ließ mich zum Schluss mit zu vielen Fragen und auch etwas ratlos zurück und wurde für mich somit zu einem Lesererlebnis, bei dem ich nach Beenden sicher war, dass ich besser die Verfilmung vorgezogen hätte.
Obwohl einerseits die Figuren besonders hervorgehoben wurden, fehlte es mir dennoch an Tiefe und Nachhaltigkeit in dieser Geschichte.
© Michaela Gutowsky

5 Kommentare zu “The Moth Diaries – Die Sehnsucht der Falter / Rachel Klein

    • Naja es gab andere Leser die fanden es toll. Falls Du es versuchen möchtest, schicke ich es Dir gerne zu, ist aber ein Mängelexemplar 😉

  1. Hallo Ela,
    das Buch war mir vorher gar nicht bekannt. Der Klappentext hat mich jetzt auch nicht so vom Hocker gehauen, obwohl es echt mystisch und gruselig spannend wirkt.
    Allein das schon so viele Protagonisten dabei sind, lässt mich etwas zurückschrecken. Ich habe immer meistens große Probleme, wenn so viele Typen aufeinander prallen, um die dann auch alle auseinander halten zu können.
    Ich denke für mich, wird es auch kein Buch sein.
    Danke dir für diese ausführliche Rezension.

    Lg Kati

    • Hi Kati,
      ich bin irgendwann mal durch einen anderen Blog drauf gekommen und es dümpelte lang auf meiner Wunschliste.
      Es gibt übrigens nur eine Protagonistin, nämlich Rebecca 🙂
      Die anderen sind halt Randfiguren bzw. Freundinnen 🙂
      LG Ela

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