Teufelshorn / Fredrika Gers

buchbesprechungkl
Titel: Teufelshorn
Autor: Fredrika Gers
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-26687-4
Meine Gesamtwertung: 3/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Der Funktionär des örtlichen Skiverbandes verunglückt bei einer Bergtour tödlich. Die Teilnehmer, allesamt Lokalgrößen, wollten auf dieser Tour einen Streit beilegen denn der Verband plant, sein Trainingsgebiet am Götschen zum Jenner zu verlegen. War es Mord? Kommissar Holzhammer ermittelt.

Eindruck
Achtung, da es sich bei diesem Krimi um den zweiten Band einer Reihe handelt, können Inhalte des ersten Bandes verraten werden.
Auch im zweiten Band zeigt die Autorin ihre Liebe zum Berchtesgadener Land und füllt den Krimi mit viel Lokalkolorit.
Während sich Stück für Stück ein Kriminalfall aufbaut, wird die Geschichte mit Naturbeschreibungen rund ums Berchtesgadener Land, Ortsbeschreibungen und unterhaltenden Dialogen begleitet.
Der Spannungsbogen ist trotz des Kriminalfalls eher ruhig gehalten und steigt erst im letzten Drittel etwas auf. Dies störte mich jedoch nicht so sehr, da bei diesem regionalen Krimi auch die Figuren mit ihrem Privatleben wieder interessant in Szene gesetzt wurden. Dennoch gab es unter anderem einige langatmige schon fast wiederholende Passagen in diesem Krimi, die ebenfalls den Lesefluss erschwerten.

Figuren
Ich finde die Beschreibung der mitspielenden Personen ist im zweiten Band etwas tiefer geworden.
Private Hintergründe werden intensiver beschrieben und vor allem Kommissar Holzhammer, der ja schließlich auch der Protagonist ist, tritt deutlicher in Erscheinung.
Auch Christine hat sich seit dem ersten Band weiter entwickelt. Es war interessant zu beobachten, wie sie sich ihrer Umgebung angepasst hat.

Handlungsort
Die Geschichte spielt natürlich wieder im Berchtesgadener Land. Hier merkt man deutlich die Liebe zu den Bergen, denn die Autorin beschreibt die Berge mit sehr vielen Details. Auch kleine Warnhinweise zu den Gefahren einer Bergtour sind stets mit eingebaut.
Doch auch die regionalen Geschäfte werden öfters erwähnt, was ich persönlich als etwas zu viel empfand.

Schreibstil
Wie schon im ersten Band ist der Schreibstil der Autorin sehr bildhaft und detailliert. Oft bringt sie in den Dialogen auch den Dialekt mit ein. Allerdings erschwerte mir das in diesem Band den Lesefluss. Ich kann nicht genau beurteilen, ob es an den vermehrten Dialogen lag oder an den Sprüngen zwischen Dialekt und Hochdeutsch, jedoch hatte ich diese Probleme beim ersten Band nicht.

Fazit
„Teufelshorn“ ist an sich eine gelungene Fortsetzung der „Holzhammer-Reihe“, die mir ´trotz einiger Schwierigkeiten auch weiterhin Lust auf die Reihe macht.
Sieht man über die teilweise lang gezogenen Passagen weg und schafft es, sich an den Dialekt zugewöhnen, hat man auch mit diesem Band einen unterhaltsamen regionalen Kriminalroman.
© Michaela Gutowsky

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