Wie ein Fisch im Baum / Lynda Mullaly Hunt

Kurzbeschreibung
Die elfjährige Ally fällt bei ihren Lehrern oft auf.
Dabei will sie nur um jeden Preis verbergen, dass sie nicht lesen und schreiben kann.
Mr. Daniels, der neue Lehrer, gewinnt ihr Vertrauen und bemerkt, dass Ally nicht nur hochintelligent, sondern auch Legasthenikerin ist.
Endlich hat Ally Hoffnung und setzt sich sogar mit ihren neuen Freunden Keisha und Albert gegen die mobbende Mitschülerin Shay durch.

Meinung
Den meisten von uns fällt das Lesen und Schreiben leicht. Gerade wir Leser inhalieren nur zu gern die Wörter und rasen über die Seiten. Schreiben unsere Rezensionen und grübeln hin und wieder darüber, ob das Wort richtig geschrieben ist.
Wir können die Worte greifen, sie fassen und verstehen.
Doch die Protagonistin in Lynda Mullaly Hunts Jugendroman kann das nicht.
Ihr verschwimmen die Buchstaben, sie kann sie nicht fassen und nur selten zu einem Wort zusammenfügen.

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Dorfleben

Dorfleben

Es riecht nach Land, die Sonne scheint,

und glitzert stark auf dem Asphalt,

während ein Baby lauthals weint,

macht ein Traktor beim Nachbarn Halt.

Von sich überzeugt singt nun die Meise…

während die Schwalbe ihr Nest stur baut.

Ich nehme mein Buch und setz mich leise,

genieße die Wärme auf meiner Haut.

Plötzlich dort ein lautes Lachen,

das den ganzen Ort erhellt.

Kinder schnappen sich Badensachen,

während der Hund nebenan laut bellt.

Dieses Dorf ist voller Leben,

trotz der Arbeit auf dem Land,

ich würde vieles dafür geben,

hätte ich es vorher schon gekannt.

© Michaela Gutowsky