Wir können alle sein, Baby / Julia Engelmann

hörbuchrezik
Titel:
Wir können alles sein, Baby
Autor: Julia Engelmann
Gelesen von: Julia Engelmann
Verlag: Der Hörverlag
ISBN: 978-3-8445-2052-1
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Poetische Texte von Julia Engelmann, über Träume und Liebe, über Wünsche

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Worte

Worte,

können berühren und verletzen,

eindringen und ergreifen.

Schneiden und streicheln,

trösten und verdammen.

Versüßen und vermiesen,

erleichtern und erschrecken.

Erinnern und erahnen,

verändern und beleben.

Gebrüllt und geflüstert,

geraten und ermahnt.

Dahingesagt oder tiefgründig.

gelesen oder geschrieben,

die mächtigste Waffe ist das Wort geblieben!

© Michaela Gutowsky

Der Zug des Lebens

Zug des Lebens

Irgendwann einmal springt man auf, auf den Zug des Lebens.

Während Menschen in meinem Umfeld stehen bleiben auf einem Gleis,

nicht aus Fehler lernen und die nächste Station „Abenteuer“ scheuen,

fahre ich mutig weiter, lerne aus Fehlern und Verlusten und genieße jede

neue Station, die ich erlebe.

© Michaela Gutowsky

Für Jörg / Manchmal …

Für Jörg

Manchmal …

Manchmal reicht ein Blick,
und ich werde vor Verlangen fast verrückt.
Häufig reicht ein Wort
und du treibst meine schlimmsten Ängste fort.
Oft reicht mir nur dein Arm,
der mich Geborgen hält und Warm.
Täglich reicht ein Kuss
und ich weiß das ich nichts befürchten muss.
Gemessen an all dass, reicht nicht mal mein ganzes Leben,
um dir all diese Liebe zurückzugeben…
© Michaela Gutowsky

Wieder so ein Tag

Wieder so ein Tag,

an dem ich so gern mit Dir reden mag.

Dich am liebsten anrufen würde,

doch diese unüberwindbare Hürde,

zwischen dem Jenseits und mir,

zerstört unser Uns, unser Wir.

An vorderster Front steh ich allein,

ich weiß es wird nicht zu ändern sein.

Doch genau heute ist wieder so ein Tag,

an dem ich so gern mit dir reden mag,

Dich am liebsten anrufen würde,

doch bleibt der Tod eine unüberwindbare Hürde.

© Michaela Gutowsky

Dorfleben

Dorfleben

Es riecht nach Land, die Sonne scheint,

und glitzert stark auf dem Asphalt,

während ein Baby lauthals weint,

macht ein Traktor beim Nachbarn Halt.

Von sich überzeugt singt nun die Meise…

während die Schwalbe ihr Nest stur baut.

Ich nehme mein Buch und setz mich leise,

genieße die Wärme auf meiner Haut.

Plötzlich dort ein lautes Lachen,

das den ganzen Ort erhellt.

Kinder schnappen sich Badensachen,

während der Hund nebenan laut bellt.

Dieses Dorf ist voller Leben,

trotz der Arbeit auf dem Land,

ich würde vieles dafür geben,

hätte ich es vorher schon gekannt.

© Michaela Gutowsky