Stunde Null / Michael Green


Kurzbeschreibung
Als Mark Chatfield und seine Frau von Neuseeland heimfliegen geschehen seltsame Dinge an Board.
Ein SARS – Virus breitet sich rasend schnell auf der Welt aus und auch Marks Frau sowie einige Crewmitglieder sterben daran.
Dieser Virus löscht die ganze Menschheit aus und nur Mark scheint immun dagegen zu sein.
Haben noch andere überlebt?
Auf der Suche nach Überlebenden entdeckt er noch viel Grausameres …

Eindruck
Es handelt sich hier um den ersten Band einer Reihe, wobei der dritte Band wohl bisher noch nicht auf Deutsch veröffentlicht wurde.
Manche Bücher fangen so gut an …
Zunächst beginnt der Einstieg in die Geschichte recht mysteriös allerdings überschlagen sich anfangs auch die Ereignisse.
Der Virus breitet sich aus, Menschen sterben und so begleitet man Mark auf der Suche nach Überlebenden.
Es stellt sich die Frage, warum ausgerechnet Mark immun zu sein scheint und es finden sich im Laufe der Zeit die ersten Andeutungen dazu ein.
Bis auf wenige Passagen verläuft die Handlung trotz einiger Wendungen sehr ruhig. Der Spannungsbogen macht sich nur selten bemerkbar aber dennoch wird die Geschichte unterschwellig von einer beklemmenden, düsteren Atmosphäre begleitet.
Diese Atmosphäre war letztendlich ausschlaggebend dafür, dass ich weitergelesen habe.
Denn die ersten 200 Seiten konnten mich so richtig in ihren Bann ziehen, leider nahm mein Interesse aber ab dem Zeitpunkt deutlich ab, da es mir zu viele langatmige und unlogische Szenen gab.
Auch wenn es sich hier um eine Reihe handelt und mir klar ist, dass nicht alles schlüssig sein muss um eben an Fortsetzungen anzuknüpfen, so waren es hier aber Situationen, die so skurril erschienen und ich einfach unrealistisch beziehungsweise unglaubwürdig fand.
Vielleicht lag es aber auch an der völlig überspitzten Beschreibung gewisser Szenen.

Figuren
Die Charaktere stechen auch nicht besonders hervor und erscheinen etwas farblos.
Soll heissen, man lernt sie kennen, man akzeptiert sie aber sie beschäftigten mich auch nicht sonderlich.
Einige Figuren wirkten so an den Haaren herbei gezogen, dass sie völlig unglaubwürdig erschienen, was ich persönlich sehr schade finde, denn auch dieses Verhalten wirkte sich negativ auf meine Lust zum Weiterlesen aus.

Schreibstil
Der Schreibstil ist an sich recht flüssig und ermöglicht ein zügiges Lesetempo, da zum Beispiel keine, oder nur wenig Mammutsätze vorhanden sind.
Die Schauplatz- und Szenenbeschreibung ist recht bildhaft, sodass ich auch keinerlei Probleme hatte, mir die Geschichte vorzustellen.

Fazit
„Stunde Null“ hat so gut begonnen, verlor aber leider im weiteren Verlauf aus den oben erwähnten Gründen, zunehmend mein Interesse. Hätte es nicht im ersten Abschnitt so fesselnd begonnen, hätte ich es vermutlich abgebrochen jedoch hatte ich gehofft, es würde wieder besser werden.
Der dritte Abschnitt bestätigte jedoch im weiteren Verlauf meinen Unmut und ich beendete das Buch ziemlich enttäuscht und genervt.
Somit werde ich auch weder die Fortsetzung lesen, noch den dritten Band, der bisher nur auf Englisch erschienen ist.

Weitere Informationen zum Buch
Titel: Stunde Null
Autor: Michael Green
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3785760154
Seitenzahl: 448
Erschienen am: 15.09.2009

2 Kommentare zu “Stunde Null / Michael Green

  1. Hi Ela,

    das ist ja echt schade ;( Ja, manche Bücher fangen echt unendlich stark und mysteriös an, doch dann verliert sich der Autor irgendwann. Das ist dann meistens nicht so toll …

    Liebe GRüße
    Jessi

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