So wie die Hoffnung lebt / Susanna Ernst


Titel: So wie die Hoffnung lebt
Autor: Susanna Ernst
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3-426-51905-9
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Die kleine Katie ist nach einer schrecklichen Familienkatastrophe verstummt und schafft es nicht, sich ihren Mitmenschen anzuvertrauen. Dies ändert sich, als sie Jonah kennenlernt, der sie mit seiner Malerei fasziniert. Stück für Stück findet Katie die Sprache wieder und aus ihrer Freundschaft zu Jonah entsteht Liebe, bis das Schicksal erneut zuschlägt.

Eindruck
Sie waren wie Königskinder – in der heutigen Zeit … Dieser Satz ist der Erste, der mir für diese Handlung in den Sinn kommt.
Susanna Ernst thematisiert in ihrem Roman auf sehr gefühlvolle Art traumatische Erlebnisse und die nachfolgenden Reaktionen darauf. Ganz besonders nimmt sie sich hier dem Thema „Mutismus“ an.
Schon die ersten Zeilen ließen mich nicht unberührt und mir wurde schnell klar, dass es sich hier um eine sehr emotionale und berührende Geschichte handelt.
Auf behutsame Art und Weise, führt sie an grauenvolle Schicksale heran, lässt wunderschöne Freundschaften entstehen, die der Handlung ihre Schwere nehmen, und schafft eine zarte Romanze.
Ab etwa der Hälfte erhöht sich nach und nach der Spannungsbogen und die Geschichte bekommt eine überraschende Wendung.
Diese Wendung fand ich an sich zwar gut gewählt, jedoch konnte mich ab diesem Zeitpunkt die Handlung nicht mehr so sehr berühren wie in der ersten Hälfte.
Dafür wird allerdings wie erwähnt eindeutig Spannung geboten und man fiebert regelrecht mit den Personen mit. Bis zum Schluss zieht sich das Thema „Hoffnung“ als ein roter Faden durch den Handlungsverlauf.
Auch die Auflösung der Geschichte fand ich sehr gelungen und wurde im Bezug auf eine bestimmte Person auch noch obendrauf sehr überrascht.

Figuren
Die Beschreibung der Personen hat mir sehr gut gefallen. Sie sind sehr detailliert ausgearbeitet und schafften es, mich emotional zu berühren.
Katie ist als Protagonistin sehr sensibel beschrieben, besonders ihr Schicksal berührte mich sehr und ich konnte ihre Reaktionen bis zu einem gewissen Zeitpunkt sehr gut nachvollziehen.
Jonah wirkte auf mich etwas altklug und sehr weise für sein Alter. Jedoch nahm ich ihm auch diese Rolle ab.
Auch die anderen Figuren sind sehr ausgeprägt beschrieben und keine einzige Person wirkte auf mich zu blass.

Schreibstil
Susanna Ernst besitzt einen sehr flüssigen und bildhaften Schreibstil, der einen schnellen Lesefluss ermöglicht, und lässt beide Protagonisten in der Ich-Perspektive abwechselnd erzählen.
Gefühlvolle Szenen beschreibt sie sehr fesselnd ohne sich zu sehr in Details zu verlieren und baut trotz der recht dramatischen Handlung genug Leichtigkeit ein, um den Leser aufatmen und lachen zu lassen.

Fazit
„So wie die Hoffnung lebt“ ist ein wundervoller Roman, der mit viel Gefühl von Freundschaft und Liebe erzählt.
Es ist eine Geschichte die berührt und nahe geht, den Leser schockiert und aufwühlt gleichzeitig aber auch lächeln lässt.
Für mich wird diese Geschichte sehr lange in Erinnerung bleiben und ich werde mir auch noch die anderen Werke der Autorin näher ansehen.

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