Schwarzer Mann / Daniel Holbe

hörbuchrezik
Titel:
Schwarzer Mann
Autor: Daniel Holbe
Sprecher: Herbert Schäfer
Verlag: Audio media
ISBN: 978-3-95639-020-3
Meine Gesamtwertung: 2/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Das Ermittlerteam Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach werden auf eine harte Probe gestellt. Ein Mörder hat es offenbar auf Ralphs Familie abgesehen. Nach und nach tauchen Personen mit kriminellen Vergangenheiten auf, von denen er nichts wusste.
Und dann steht er plötzlich seinem Feind gegenüber.

Eindruck
Achtung, da es sich hier um den zweiten Band mit dem Ermittlerteam Angersbach/Kaufmann handelt, können Inhalte aus dem ersten Band gespoilert werden.
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Diese Frage schwirrt Ralph Angersbach in dieser Geschichte durch den Kopf. Der Krimi baut sich Stück für Stück auf, verschiedene Handlungsstränge laufen zusammen. So bekommt der Leser Einblick in die beruflichen Probleme der Ermittler, ins private Leben aber eben auch in den Fall, dessen Fokus sich auf den Kommissar und seine Familie richtet. Dieser muss sich mit seiner Vergangenheit und der seiner Familienmitglieder auseinandersetzen.
Damit etwas Abwechslung ins Spiel kommt, taucht auch mal die Perspektive des Mörders und eines Opfers auf.
Die Spannung baute sich für mich nur widerwillig auf. Ich wurde weder mit den Figuren warm, noch war die Handlung für mich überragend. Auch viele der Dialoge kamen mir eher verwirrend als logisch vor. Die Grundidee der Geschichte war meiner Meinung nach zwar gut aber sie kam mir zu konstruiert umgesetzt vor, erschien mir oft unlogisch und machte es mir schwer, dranzubleiben. Manchmal fragte ich mich, aufgrund diverser Szenen, ob zusätzlich versucht wurde, hin und wieder eine gewisse Komik mit einzubauen.
Selbst der Showdown zum Ende hin konnte mich nicht so überzeugen wie gewünscht.

Figuren
Diese machten es mir so richtig schwer. Hierbei möchte ich nicht mal behaupten, dass sie farblos wirken, ich wurde einfach mit keiner der Personen warm. Obwohl der Autor aufgrund der privaten Einblicke, Möglichkeit gibt, diese besser kennenzulernen, konnte mich wirklich keine davon überzeugen.
Weder der Kommissar noch die Ermittlerin oder sonst wer weckten mein Interesse, um mich mit ihnen auch gedanklich auseinanderzusetzen.
Sprecher
Es gibt nichts Wichtigeres bei einem Hörbuch als ein gut gewählter Sprecher! Herbert Schäfer schaffte es dank seiner wunderbaren Stimme, dass ich trotz aller Schwierigkeiten dranblieb.

Spieldauer
Mit 450 Minuten handelt es sich hier um eine gekürzte Ausgabe und vielleicht kamen genau da meine Probleme mit der Geschichte her. Vielleicht wurde an den falschen Stellen gekürzt, ich weiß es nicht.

Fazit
„Schwarzer Mann“ wurde für mich nicht zu dem spannenden Krimi, den ich mir erhofft hatte.
Ich kann wirklich nicht sagen, woran es genau lag, aber weder Figuren noch die Handlung konnten mich vollends überzeugen. Einzig und allein der Sprecher schaffte es, weiterhin mein Interesse zu wecken.
Obwohl es sich um den zweiten Band handelt, kann der Krimi auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes gelesen werden, da der Fall in sich geschlossen ist.
Die Handlungsidee an sich war nicht schlecht, nur die Umsetzung gefiel mir persönlich nicht. Vielleicht lag es aber auch tatsächlich an der gekürzten Ausgabe.
Fans dieser Reihe kommen sicherlich auf ihre Kosten, ich selbst werde jedoch in Zukunft eher Abstand nehmen.
© Michaela Gutowsky

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