Schlamm oder die Katastrophe von Heathcliff / Louis Sachar

buchbesprechungkl
Titel:
Schlamm oder die Katastrophe von Heathcliff
Autor: Louis Sachar
Verlag: Beltz und Gelberg
ISBN: 978-3407811998
Meine Gesamtwertung: 3/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Tamaya, Marshall und Chad infizieren sich durch ein Schlammloch mit giftigen Erregern. Dies löst eine rasante Infektionswelle in Heathcliff aus. Ein Untersuchungsausschuss wird einberufen und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Eindruck
Louis Sachar beschreibt in diesem Jugendroman eine Katastrophe, die entstehen kann, wenn der Mensch versucht, zu sehr in die Umwelt einzugreifen und nach günstigeren oder moderneren Alternativen sucht, um z. B. Treibstoff zu erzeugen.
Dabei konzentriert er sich nicht nur auf die Katastrophe allein, sondern auch den Umgang unter den Schülern, sei es Streitereien oder auch Freundschaften und dem familiären Hintergrund.
Erzählt wird die Handlung in 38 kurzen Kapiteln und einem Epilog. Dabei werden drei verschiedene Erzählstränge aufgeführt. Einmal in Form von der Regierung, als Interview, das ich persönlich nicht wirklich interessant fand, dennoch aber erklärte, wie es zu der Katastrophe kam, und aus Tamaya und Marshalls Sicht.
Bis zur eigentlichen Katastrophe braucht die Geschichte ihre Zeit, dann jedoch wird sie spannender und fesselnder. Der Spannungsbogen fällt aber immer wieder ab und kann nicht dauerhaft aufrechterhalten werden.

Figuren
Die Figuren sind recht detailliert beschrieben. Sei es nun die vernünftige Tamaya als Protagonistin, der eigenbrötlerische Marshall oder Chad, der stets Ärger macht.
Alle haben interessante und unterschiedliche Charaktere und Hintergründe, was meines Erachtens sehr gut in die Geschichte passt.

Schreibstil
Der Schreibstil lässt sich leicht lesen, ist dem Teenageralter gerecht und beinhaltet auch nicht zu viele wissenschaftliche Fakten. Doch selbst die werden ausreichend erklärt und sollten relativ leicht nachzuvollziehen sein.

Fazit
„Schlamm oder die Katastrophe von Heathcliff“ ist ein interessanter und teils spannender Katastrophenroman für Teenager, der Jungs aber auch Mädchen gleichermaßen begeistern kann.
Er braucht ein bisschen, um in Fahrt zu kommen, dann jedoch legt er los und lässt den einen oder anderen Leser vielleicht auch etwas nachdenklich zurück.
© Michaela Gutowsky

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