Sanctuary – Letzte Zuflucht / Andreas Kammel

buchbesprechungkl
Titel:
Sanctuary – letze Zuflucht
Autor: Andreas Kammel
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3-426-51524-2
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Während in Tansania sich rasend schnell eine kilometerhohe Barriere als Wand ausbreitet, entsteht im Pazifik ein neuer Kontinent. Während Christopher, Max und Mtoto vor der Wand fliehen müssen, arbeitet Catherine Strieve fieberhaft an der Erschließung einer neuen Welt auf dem neuen Kontinent. Politische Entscheidungen erschweren ihr Vorhaben und sie muss ihre eigene Menschlichkeit infrage stellen, um die Menschheit zu retten.

Mein Eindruck
Nachdem ich hin und wieder gerne Katastrophenthriller lese, war ich sehr gespannt auf den Debütroman von Andreas Kammel.
Direkt zu Beginn der Geschichte, befindet sich der Leser gemeinsam mit Christopher, Max und Mtoto in Tansania und erlebt den Aufbau der Wand und die Flucht vor dieser.
Die Story beginnt also schon sehr spannend in einer mysteriösen und geheimnisvollen Atmosphäre, die die Frage aufwirft, wer oder was der Auslöser für diese Bedrohung und der Entstehung des neuen Kontinentes ist.
Nach und nach entwickeln sich verschiedene Handlungsstränge, jedoch ist die Erzählperspektive hauptsächlich auf Christopher und Catherine Strieve gerichtet.
Wissenschaftliche Fakten werden gut und nachvollziehbar erklärt, stets in einem Maße, dass die Handlung auf mich nicht zu „trocken“ wirkte, sondern tatsächlich spannend und fesselnd blieb.
Die Geschichte geht in die Tiefe, regt zum Nachdenken an und hat von allem etwas. Politische Machtkämpfe aber auch die menschlichen Stärken und Schwächen sind realistisch beschrieben und auch ein wenig Science- Fiktion findet seinen Platz.

Charaktere
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und der Autor geht bei seinen Figuren auch in die Tiefe. Sie verleiten dazu, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und gedanklich zu beschäftigen.
Protagonisten sind Christopher und Catherine, deren Perspektiven abwechselnd dargestellt werden.
Doch auch die anderen Figuren sind sehr interessant und lebhaft beschrieben.
Mtoto war in dieser Geschichte meine Lieblingsfigur, die mich immer wieder überraschte und überzeugte.
Doch auch Catherine fand ich sehr interessant dargestellt. Ihr Charakter war für mich sehr faszinierend und ich war stets auf ihre Entscheidungen gespannt.

Schauplatz
Die Schauplätze wurden sehr gut beschrieben und es fiel mir leicht, mir diese vorzustellen. Besonders die Beschreibung des neuen Kontinents fand ich sehr gelungen, doch auch die anderen zahlreichen Schauplätze auf der Welt wurden interessant beschrieben.

Schreibstil
Andreas Kammel hat meiner Meinung nach einen fesselnden Schreibstil und regt mit seiner bildhaften Beschreibung der Schauplätze die eigene Fantasie an. Er verwendete aber auch häufig „Mammutsätze“, die mich zwischendurch im Lesefluss etwas ausbremsten.
Die wissenschaftliche Seite wurde gut erklärt, ohne dabei zu sehr an Spannung oder Interesse zu verlieren.

Fazit
„Sanctuary – letzte Zuflucht“ ist ein gelungener Debütroman, der mich aufgrund der Handlung und auch der vorhandenen Spannung, völlig überzeugen konnte.
Trotz der recht hohen Seitenzahl mochte ich den Roman nur selten aus der Hand legen und die Zeit verging wie im Flug.
Die Auflösung der Geschichte war für mich überraschend, vielleicht auch etwas ungewöhnlich. Dennoch ist das Ende gut gelöst, lässt aber vielleicht auch etwas Spielraum für eine Fortsetzung?
© Michaela Gutowsky

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