Robocalypse / Daniel H. Wilson

Titel: Robocalypse

Autor: Daniel H. Wilson

Verlag: Droemer Knaur

ISBN: 978-3426226001

Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne

Meine Meinung:

Meine Meinung:
Stellt Euch vor, Euer Auto bekommt ein Eigenleben. Fühlt als hätte es eine Seele und ist bereit jeden Menschen zu töten, um sich nicht mehr kontrolliert zu fühlen …
Genau darum geht es in diesem großartigen Roman von Daniel H. Wilson. Mit Maschinen, die ihr Eigenleben entwickeln, hat er wohl nicht das „Rad der Zeit“ erfunden, jedoch hat er diese Vorstellung so genial umgesetzt und ans heutige Zeitalter angepasst, dass er beim Leser ein beklemmendes Gefühl auslösen kann. Mit seiner gut gelungenen Mischung aus Science-Fiction und Spannung, berichtet er über eine höher entwickelte Intelligenz die alle Maschinen dazu aufruft, einen Krieg gegen die Menschheit zu führen. Die Maschinen/Roboter proben den Aufstand und sind in der Lage, immer weiter zu lernen, was sie noch gefährlicher und intelligenter werden lässt. Sie fühlen und denken wie Menschen und wollen sich dem Kontrollzwang entziehen.
Sie töten die Menschen nach belieben, richten Strafgefangenenlager ein und versuchen nach aller Kraft die Welt zu beherrschen.

Jedoch ist ihnen nicht bewusst, wie groß der Überlebenswillen der Menschheit ist, und schon bald bricht ein Krieg aus, der entscheidet, wer von beiden Gruppen nun tatsächlich der intelligentere ist.
Erzählt wird die Geschichte von dem Protagonisten „Cormac Wallace“ der immer wieder Anmerkungen zu Augenzeugenberichten macht. Genau dies ließ für mich diesen Roman so äußerst spannend werden. Ich hatte das Gefühl eine wahre Dokumentation zu lesen, denn durch diese unterschiedlichen Berichte über das Überleben einzelner Schicksale und den Fortschritt im Krieg, bekam dieser Roman für mich schon eher Filmgestalt. So löste er dadurch bei mir ein wunderbares Kopfkino aus.
Ich war sehr schnell gefesselt von der Story, sodass Robocalypse für mich zu einem echten Pageturner wurde, wie schon lange nicht mehr.
Die Geschichte ist in vier Teilen aufteilt, wobei jeder Teil davon mit einer Zeichnung abgebildet ist. Jeder dieser Teile enthält mehrere Berichte von Überlebenden und den Kampf gegen die Maschinen.
Zeitweise ist der Kampf sehr brutal und fordert viele Opfer dennoch werden diese Szenen nicht zu detailliert beschrieben.
Hier möchte ich noch kurz anmerken, dass dieser Roman trotz seiner Handlung nicht zu viel ins technische Detail geht. Selbst ich als „Technikniete“, konnte die Technik hier sehr gut nachvollziehen.
Der Schreibstil ist sehr einfach und fesselnd in etwas größerer Schrift. Die 461 Seiten ließen sich unheimlich schnell lesen, was zum Teil auch an den vielen Absätzen lag.
Kommen wir zur Covergestaltung:
Dieses Cover finde ich genial gemacht. Es zeigt das Gesicht eines Roboters mit glühend roten Augen. Schon dieser Anblick allein hat etwas Gruseliges im Bücherregal. Da es sich um eine Klappbroschüre handelt, hat man auch hier noch beim Aufklappen eine Zeichnung mit einem Roboter auf rotem Hintergrund. Auch die abgerundeten Seiten finde ich gelungen. Alles in allem ist die Covergestaltung sowie der Titel perfekt für diese Geschichte.

Fazit:
Robocalypse wurde für mich zu einem absoluten Pageturner, den ich innerhalb eines Tages durchgelesen habe. Obwohl ich eigentlich kein Leser von Science-Fiction Romanen bin, hat mich dieser hier sofort in den Bann gezogen. Er regt zum Nachdenken an und ließ mich mit einem beklemmenden Gefühl zurück. Robocalypse ist durch seinen Handlungsaufbau spannend und interessant erzählt, mit einem sehr gelungenen Cover und wird daher ein Buchtipp von mir.
© Michaela Gutowsky

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