Regenbogentänzer / Nicole Walter

buchbesprechungkl
Titel: Regenbogentänzer
Autor: Nicole Walter
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3426515501
Meine Gesamtwertung: 3/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Als Milenas Karriere als Tänzerin vorbei ist, glaubt sie, daran zu zerbrechen.
Doch dann rettet sie einen Mann, der augenscheinlich von einer Brücke springen will, und bringt ihn ins „Regenbogenhaus“. Dort wohnen Menschen, die alleine nicht mehr auf der Welt zurechtkommen und die doch am besten wissen, was wirklich zählt.
Kann Milena von ihnen lernen, ihrem Leben wieder einen Sinn zu geben?

Eindruck
Dieser Roman, nimmt sich mit viel Tiefgang und Feingefühl, Menschen und Situationen an, die in einem für uns normalen Alltag, nicht so zurechtkommen.
Ganz besonders die Erkrankung Schizophrenie aber auch traumatische Erlebnisse werden von der Autorin thematisiert, ohne sich dabei aber zu sehr in medizinischen Details zu verstricken.
Es ist eher ein Blick hinter die Kulissen oder besser gesagt, ein Blick in die Seele, der Menschen, die anders sind, vor verschiedenen Dingen Angst haben, oder sich einfach dem Leben alleine nicht stellen können.
Die ehemalige Tänzerin Milena hat neben ihrer beendeten Karriere ebenfalls Probleme, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und lernt durch Zufall die Bewohner im Regenbogenhaus kennen.
Das Regenbogenhaus ist ein Ort, an dem diese Menschen, Schutz und Zuflucht finden.
Und auch Milena scheint hier willkommen zu sein.
Während sie sich lange Zeit mit den Bewohnern schwer tut, blickt sie nach und nach in die Seelen der Menschen und erkennt, dass sie mit vielen Dingen recht haben.

Charaktere
Es sind einige Charaktere in dieser Geschichte vorhanden, die auch mit ihren Schicksalen ausführlich dargestellt werden, jedoch konnte ich mit keiner einzigen Person sympathisieren.
Auch sonst konnten sie fast keine Emotionen in mir auslösen.
Vor allem bei Milena hatte ich enorme Schwierigkeiten, mich auf sie als Protagonistin einzulassen.
Ich kann nicht genau sagen, woran dies lag. Vielleicht an ihrer melancholischen, teils sprunghaften und dickköpfigen Art?
Oder weil sie permanent über das Tanzen nachdenken? Ich kann es tatsächlich nicht genau sagen, sie war für mich einfach nicht greifbar und wirkte nicht glaubhaft genug auf mich.

Schreibstil
Ich denke, hier lag mein größtes Problem mit diesem Roman.
Denn der Schreibstil ist zwar sehr poetisch, mit vielen Zitaten aber es gibt sehr viele wechselnde Dialoge und Gedankensprünge. Oft war ich so verwirrt, dass ich befürchtete, gar nicht mehr in die Geschichte hineinzufinden.
Dies legte sich jedoch ab der Hälfte und danach konnte mich die Handlung ganz in ihren Bann ziehen.

Fazit
„Regenbogentänzer“ ist eine Geschichte, die von einer melancholischen aber auch tiefgründigen Atmosphäre umgeben ist.
Obwohl ich bis zur Hälfte der Handlung enorme Schwierigkeiten hatte, mich mit dem Schreibstil und den Charakteren anzufreunden, konnte mich die Geschichte ab der zweiten Hälfte doch noch in ihren Bann ziehen.
© Michaela Gutowsky

2 Kommentare zu “Regenbogentänzer / Nicole Walter

  1. Guten Morgen Ela,

    Schade, ich habe mir mehr von deiner Rezi erhofft. Ist dann wohl eher ein Buch, welches ich mir in der Bücherei ausleihen werde.
    Danke für deine Beurteilung.

    Liebe Grüße Carmen

    • Hi Carmen,
      vielleicht findest Du ja auch besser ein als ich?
      Ich fand die Geschichte ja auch gut aber eben nicht so fesselnd wie andere?
      Ich denke, es lag eindeutig in erster Linie am Schreibstil. Der machte mir enorm zu schaffen.
      LG Ela

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