Radioactive – die Vergessenen / Maya Sheperd

buchbesprechungkl
Titel:
Radioactive – die Vergessenen
Autor: Maya Sheperd
Verlag: CreateSpace Independent Publishing
ISBN: 978-1492165149
Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Cleo erwacht auf der Krankenstation. Zwar hat sie ihr Gedächtnis nicht verloren, dennoch läuft nichts so, wie von ihr und den Rebellen geplant war. Da die Legionsführer keine Bedrohung in ihr sehen, verläuft der Alltag völlig normal. Nur Legionsführerin A 350 zeigt großes Interesse an ihr.
Als Finn plötzlich als Gefangener in der Legion auftaucht, muss Cleo über sein Schicksal entscheiden. Lässt sich sein Gedächtnis löschen oder verurteilt ihn zu Tode?

Mein Eindruck
Achtung, da es sich hier um die Fortsetzung zu „Radioactive – die Verstoßenen“ handelt, können Inhalte aus dem ersten Band gespoilert werden.

„Radioactive – Die Vergessenen“ knüpft nahtlos an den ersten Band an, und lässt Cleo auf der Krankenstation aufwachen. Im ersten Drittel wirkt die Handlung etwas ruhig und scheint dahin zu plätschern, jedoch steigert Maya Sheperd nach und nach die Spannung, die nicht nur durch Finns plötzliches Auftauchen immer größer wird.
Es gibt immer wieder mal kleinere Rückblicke auf den ersten Band, sodass man recht leicht in die Fortsetzung einsteigen kann, auch wenn es eine Weile her ist, dass man den ersten Teil gelesen hat.
Cleos Entwicklung und Aufstieg in der Legion, waren sehr interessant und vor allem auch Cleos Entwicklung bezüglich der Einstellung zur Legion, fand ich klasse.
Doch als wäre das nicht genug, baut die Autorin weitere Handlungsstränge ein, die die Neugier des Lesers entfachen und an die Geschichte fesselt.
Natürlich endet auch diese Geschichte wieder mit einem fiesen Cliffhanger, was nur noch mehr die Lust steigert, den dritten Band im Anschluss zu lesen.

Personen
Maya Sheperd beschreibt ihre Figuren sehr eingehend und ausführlich. Gerade die Bösewichte scheinen ihr zu liegen, denn diese fand ich wirklich sehr gelungen.
Cleos Entwicklung in diesem Band war für mich sehr interessant. Ihre Zerrissenheit war nachvollziehbar und glaubwürdig.

Schreibstil
Die Autorin benutzt einen sehr bildhaften Schreibstil mit viel Liebe zum Detail. Sie schafft mit der Legion eine fast greifbare Atmosphäre, die in der Tat Sicherheit aber auch Beklemmung auslöst.

Fazit
„Radioactive – die Vergessenen“ ist eine gut gelungene Fortsetzung, die mich angenehm überraschte. Meiner Meinung nach, ist der zweite Band bei Reihen ja oft eher ruhig und dahinplätschernd, dieser hier aber steigert seine Spannung ab dem ersten Drittel stetig nach oben.
Theoretisch kann man die Fortsetzung unabhängig vom ersten Band lesen, da es ja kleinere Rückblicke zum ersten Band gibt, jedoch bin ich persönlich der Meinung, dass dann trotzdem zu viele wichtige Details dieser Reihe fehlen.
Ich freu mich schon auf den dritten Band und bin schon auf die eine oder andere Person darin gespannt.
© Michaela Gutowsky

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