Phönixkinder (Bd.2) / Christine Drews

 

Kurzbeschreibung
Im Seniorenstift „Sonnenscheint“ ist der demente Ludger Steinkamp bis zur Unkenntlichkeit verkohlt.
Alles deutet auf Brandstiftung, doch das Opfer wurde bis zu seinem Tod gefoltert.
Handelt es sich um Rache oder versuchte der Täter an Informationen zu gelangen?

Eindruck
Es handelt sich hier um den 2. Fall einer Reihe, der zwar in sich abgeschlossen ist, bei dem ich aber dennoch empfehle, vorher den Debütroman „Schattenfreundin“ zu lesen oder hören, um das Ermittlerteam besser kennenzulernen.
Charlotte Schneidmann und Peter Käfer ermitteln wieder!
Nachdem mich Christine Drews Debutroman mit den beiden ja so begeistern konnte, kam ich nicht umhin, mir sofort im Anschluss den zweiten Fall anzuhören!
Dies war definitiv eine gute Entscheidung, denn ziemlich schnell wird klar, dass die Autorin sich in allen Bereichen zu ihrem ersten Roman gesteigert hat!
Ihre Beschreibung der brutaleren Szenen ist noch detaillierter und grausamer, und die Charaktere gehen noch mehr in die Tiefe.
Der Fall an sich ist schon ziemlich grausam und sehr gut konstruiert. Es gibt immer wieder mal Überraschungsmomente aber auch hier zeigen sich zwischendrin mal längere, ruhigere Passagen, die zwar den Spannungsbogen sinken lassen, dafür aber dem Zuhörer kleinere Atempausen gönnen und den Figuren privaten Hintergrund verleihen.
Besonders jener private Hintergrund der Ermittler gefällt mir ja bei dieser Reihe so gut.
Während im letzten Fall Charlotte Schneidmann im Fokus war, richtet sich dieser nun mehr aus Peter Käfer, der durchaus für Überraschungen sorgen kann und mir noch sympathischer wurde, als er es eh schon war.
Auch über seine Kollegin erfahren wir mehr Privates und dennoch bleibt sie diesmal etwas mehr in seinem Schatten.
Vielleicht bin ich nicht hartgesotten genug aber ich denke, man sollte in diesem Fall dank der eindringlichen und bildhaften Beschreibung etwas magenfester sein.
Ich konnte mir jedenfalls die Handlung recht gut vorstellen und verzog hier und da das Gesicht.
Die Auflösung des Falles hat mir zum Schluss wieder sehr gut gefallen, endet aber gemeinerweise mit einer Vorschau auf den nächsten Fall.

Es ist stets eine Freude mitzuerleben, wenn sich Charaktere weiterentwickeln und dadurch noch authentischer werden.
Dies ist in diesem Fall der Autorin sehr gut gelungen und auch ihre Täterbeschreibung ist nicht zu verachten.
Da alle Figuren bei ihr detailliert beschrieben sind und dies auch für ihre Täter gilt, können diese den Gänsehautfaktor meiner Meinung nach erhöhen.

Zum Glück liest auch bei diesem Teil wieder Cathrin Bürger vor.
Es ist immer schön, wenn man gerade bei so kurzen Abständen, gewohnte Stimmen hört, die einen Wiedererkennungsfaktor besitzen.

Fazit
„Phönixkinder“ konnte mich ebenfalls begeistern. Hat mich schon der erste Band so richtig fesseln können, so schafft es, der zweite Band mich endgültig euphorisch werden zu lassen.
Dieser ist definitiv eine Steigerung zu ihrem Debüt und ich bin sehr gespannt, was beim dritten Fall „Tod nach Schulschluss“, der ja mit einem fiesen Cliffhanger zum Ende der Geschichte angekündigt wurde.
Anmerkung für die Hörbuch-Hörer: Meines Wissens nach ist der dritte Band „Tod nach Schulschluss“ leider bisher nicht als Hörbuch erschienen.
Ich werde in diesem Fall zum Buchformat greifen müssen.
Der 4. Fall „Denn mir entkommst du nicht“ ist im Abod Verlag als Hörbuch erschienen.

Weitere Informationen zu diesem Hörbuch
Titel: Phönixkinder (Bd.2)
Autor: Christine Drews
Sprecher: Cathrin Bürger
Verlag: Radioropa
ISBN: 978-3836807395
Laufzeit: ungekürzte Lesung, 9:35 Stunden
Erschienen am: 22.07.2014

Ebenfalls gehört und rezensiert
* Schattenfreundin (Bd.1)

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