Das magische Hospital – Cornelia J. A. Frankenbach

Titel: Das magische Hospital

Autor: Cornelia J. A. Frankenbach

Verlag: Frieling

ISBN: 978-3828023383

Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne

Meine Meinung:

Gleich zu Beginn lernt der Leser Simon Valerio kennen, ein Junge, der magische Fähigkeiten besitzt und ein sogenannter Dimidesga, der in der Welt der normalen „Nicht-Magier“ lebt.
Aus einer Not heraus spricht er einen Zauberspruch um eine Freundin zu retten und bringt sich damit in ungeahnte Gefahr.
Seine Mutter, außer sich vor Angst, berichtet ihm von Ereignissen, die in der Vergangenheit geschehen sind und sie zur Flucht in diese Welt zwangen. Und nun müssen sie wieder fliehen.
Während anfangs Simon Valerios der Protagonist ist, wechselt die Szene schnell zu seiner Mutter, die über die Ereignisse vor Simons Geburt spielt.
Yve Veron tritt eine neue Stelle als Lehrerin im magischen Hospital für Kinder und Jugendliche an. Dort verliebt sie sich nicht nur unsterblich, sie bekommt auch die dunklen Machenschaften des Barbarischen Barons zu spüren und gerät gemeinsam mit ihrem Liebsten in Gefahr.
Ich muss gestehen die ersten 100 Seiten zogen sich für mich quälend in die Länge, da mir einige Beschreibungen zu genau ausgeführt waren und mir vieles eher belanglos vorkam. Dennoch ist diese Geschichte so außergewöhnlich, dass ich unbedingt weiterlesen wollte, um herauszufinden, wohin mich diese Handlung führt.
Interessant fand ich die Beschreibungen für die magische Welt, wie z. B. die Kinderklinik, oder aber auch die Begriffe der Zaubersprüche usw.
Auch bringt die Autorin einiges an Humor mit, so finden sich hier Zwillinge wieder die zumindest vom Namen her an ein boxendes Brüderpaar erinnern. Auch witzig fand ich den Namen Martin Horn für einen Sanitäter.
Die Handlung schlägt während der 379 Seiten verschiedene Richtungen ein und stellt sich als eine Mischung zwischen Fantasy- kriminal und Liebesroman heraus.
Der Schreibstil an sich ist einfach, wenn auch ab und an, meiner Meinung nach, zu ausführlich. Störend fand ich allerdings die verschiedenen eingebrachten Dialekte, vor allem aber Yves französischer Akzent, der meinen Lesefluss leider gewaltig ausbremste.
Das Cover ist sehr schlicht gestaltet, in den Farben, grün, weiß und grau. Die Geschichte selbst wird in vielen kurzen Kapiteln erzählt, die jeweils eine Überschrift haben.
Auf den letzten Seiten der Handlung befindet sich ein Anhang mit verschiedenen Erklärungen.
Das Ende lässt auf eine Fortsetzung schließen, war für mich auch etwas zu abrupt dargestellt.

Fazit:
Das magische Hospital ist eine fantastische Geschichte, die kriminalistische Wendungen enthält und bei der auch die Liebe nicht zu kurz kommt.
Ich fand es sehr interessant, denn es verfügt über einen eigenen Charme und hat mich ziemlich überrascht mit seinen Handlungssträngen.
Diesen Roman finde ich definitiv außergewöhnlich und vielleicht kann er den einen oder anderen erwachsenen Leser durch seine verschiedenen Wendungen überzeugen, da er meiner Meinung nach keinem Klischee entspricht.
Auch wenn es einige Ähnlichkeiten mit anderen Magiern ect. geben mag, so ist er doch eigenständig und andersartig.
Kleine Schwächen in detaillierten Beschreibungen sollte man verzeihen, mich jedenfalls konnte er, gerade weil er so anders ist, fesseln.
© Michaela Gutowsky

 

Termonia – Die Triade des Hedog / Renate Doms

Titel: Termonia – die Triade des Hedog

Autor: Renate Doms

Verlag: Knabe Verlag

ISBN: 978-3-940442-42-0

Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne

Meine Meinung:

Achtung, da es sich hier um den zweiten Band von Termonia handelt, ist die Möglichkeit gegeben, dass Inhalte aus Band 1 verraten werden!
Renate Doms knüpft mit der Triade des Hedogs nahtlos an den Vorgänger an. Cathy ist zurück in London, die Schule fällt ihr nicht leicht, sie vermisst Termonia und ihre Bewohner und findet nachts einfach keine Ruhe. Ständig hört sie eine Stimme und plötzlich erschienen immer wieder Absätze in ihrem Buch. Sie ist ruhelos, hat weiterhin Angst vor Youlas Rache und so ist es eine Frage derzeit, bis sie wieder nach Termonia zurückkehrt. Erneut stellt sie sich dem Kampf gegen Youla und anderen dunklen Mächten.
Die Autorin hat es auch mit diesem Band wieder geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen und ein gutes Kopfkino auszulösen. So bin ich dank ihrem wunderbaren Schreibstil in meiner Fantasie erneut mit nach Termonia gereist und konnte mir den Kampf in den Welten sehr gut vorstellen.
Dies hatte den positiven Effekt, dass es die Geschichte für mich noch spannender machte.
Eigentlich passiert die erste Zeit nicht wirklich viel, zarte Bande werden zwischen Cathys Mutter und ihrem Onkel geknüpft und auch Cathys Liebe kommt nicht zu kurz.
Fragen aus dem ersten Band klären sich und ich denke einige der Figuren aus dieser Geschichte werden im dritten Band ebenfalls auftauchen.
Schnell merkt der Leser das sich Cathys weiter entwickelt, mutiger und verantwortungsvoller wird, an ihren Aufgaben wächst, jedoch nie ihr großes Herz verliert.
Sie akzeptiert ihr Schicksal und weiß um ihre Verantwortung.
Ich habe Cathy so richtig ins Herz geschlossen und auch die anderen Figuren, vor allem ihre Freunde, gefallen mir sehr gut. Die Figuren sind alle sehr detailliert dargestellt und ausgeschmückt, sodass man sie sich leicht bildlich vorstellen kann. So auch die Welt Termonia, die ich mir schon im ersten Band sehr gut vorstellen konnte.
Dies liegt natürlich in erster Linie an dem Schreibstil der Autorin. Er ist leicht aber mit ein wenig Feingefühl für Details und ermöglicht einen schnellen Lesefluss. Sie bringt Spannung, Humor und auch Werte wie Freundschaft in ihre Handlung. So finde ich Termonia auf jeden fall altersgerecht.
Das Buch ist in mehreren kurzen Kapiteln aufgeteilt, die ein wenig verziert sind, besitzt ein Inhaltsverzeichnis und eine Karte, die vorne abgebildet ist.
Die Covergestaltung ist gut gewählt und an den ersten Band angepasst. So besitzt dieses Buch für mich auch einen direkten Wiedererkennungswert.
Die 275 Seiten vergingen leider wie im Flug, ich hätte gern noch mehr gelesen.

Fazit:
Auch der zweite Band zog mich in seinen Bann und hat die Welt in und um Termonia gefestigt.
Nicht nur Kinder beziehungsweise Jugendliche wird die Autorin mich Termonia verzaubern, sondern auch die erwachsenen Leser kann sie begeistern.
Ich freu mich schon sehr auf Band 3 und bin gespannt, ob sich einige meiner Vermutungen erfüllen.
© Michaela Gutowsky

 

Meridian – Flüsternde Seelen / Amber Kizer

Titel: Meridian – Flüsternde Seelen

Autor: Amber Kizer

Verlag: Pan

ISBN: 978-3-426-28365-3

Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne

Meine Meinung:

Achtung, da es sich hier um den zweiten Band handelt, ist die Gefahr das Spoiler in dieser Rezension enthalten sind, gegeben.
Meridian begibt sich mit ihrem Freund Tens auf die Suche nach weiteren Fenestras. Eine dieser Fenestras scheint in einer Kleinstadt in einem Kinderheim zu leben. Kann Meridian sie aufspüren und sich mit ihr verbünden, bevor die Aternocti es tut?
Ich muss gestehen, dass der zweite Band mit Meridian mich nicht mehr ganz so fesseln konnte wie der Erste. Während ich den ersten Band spannend, romantisch und witzig fand, kam mir hier die Handlung etwas schwermütig und lang gezogen vor.
Vielleicht lag es an der etwas gedrückten Atmosphäre, die mir diese Handlung vermittelte, da in diesem Band auch Kinder verschiedener Altersgruppen mitspielen, die in einem Kinderheim aufwachsen und dort misshandelt werden. Misstrauen zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und betrifft nicht nur die Kinder in dem Kinderheim.
Der Fokus dieser Fortsetzung richtete sich für mich aber eher auf die Romanze zwischen Meridian und Tens. Zwar erscheint immer wieder die Perspektive der anderen Fenestra, Juliet, dennoch erlebt der Leser die ersten zarten und ernsten Annäherungsversuche der beiden Protagonisten des ersten Bandes mit, sehr intensiv mit.
Die Handlung kam mir teilweise sehr düster und lang gezogen vor, trotzdem war ich überrascht, welche Wesen oder auch Menschen, Meridian zur Seite stehen.
Die Personen und Figuren sind auch hier wieder sehr klar gezeichnet, sodass der Leser sie sich auch im zweiten Band wieder gut vorstellen kann.
Auch der Vorgang, wenn Meridian die Toten ins Licht führt, ist wieder sehr gut beschrieben und nachvollziehbar. Das Gleiche gilt natürlich auch für Juliet.
Erzählt wird die Handlung aus zwei Perspektiven. Einmal aus der Sicht über Meridian die an ihren Aufgaben wachsen muss und auch ihr Vertrauen zu Tens aufbauen will und dann aus Juliets Sicht, die wiederum nur davon träumt, endlich aus diesem grausamen Heim rauszukommen. Ihre größte Sorge gilt vor allem den anderen Kindern.
Einige Fragen, die man sich vielleicht im ersten Band stellte, werden hier gelöst, andere wiederum lassen auf den dritten Teil hoffen.
Der Schreibstil ist auch hier wieder recht locker und ruhig. Die Autorin versteht es gewisse Atmosphären dem Leser nahe zu bringen und so erging es mir auch in der Fortsetzung.
Dieser Band war für mich ruhiger, melancholischer und ernster. Wirklich viel Spannung konnte ich nicht für mich entdecken, dennoch zog auch dieser Band mich wieder in seinen Bann.
Auch die Buchgestaltung ist etwas karger geworden.  Gab es beim ersten Band noch wunderschöne Kapitelverzierungen, wurde an diesem im zweiten Band gespart.
Allerdings hat das Cover einen direkten Wiedererkennungswert zum ersten Band und vielleicht zeigt es durch seine dunkle Gestaltung auch auf die düstere Atmosphäre im Buch.

Fazit:
Die Fortsetzung konnte zwar für mich nicht mehr das Lesefieber wie im ersten Band auslösen, dennoch schaffte es Amber Kizer mich erneut mit Meridian zu überzeugen.
Der zweite Band war definitiv düsterer und ernster, jedoch freue ich mich auf den dritten Band mit der sympathischen Protagonistin.
© Michaela Gutowsky

Das Buch der Wünsche – Peter Matthews

Titel: Das Buch der Wünsche

Autor: Peter Matthews

Verlag: Aufbau Verlag

ISBN: 978-3-7466-2782-3

Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne

Meine Meinung:

Dies war mein erster literarischer Adventskalender und ich war schon sehr gespannt.
Im „Buch der Wünsche“ wird eine Geschichte über die Liebe erzählt.
Anne, die Protagonistin ist Buchhändlerin und findet überraschenderweise ein blaues Buch in ihrer Buchhandlung, das definitiv nicht aus ihrem Sortiment stammt. Sie blättert in diesem Buch und entdeckt, dass dieses Buch ihre Wünsche beschreibt.
Für Anne beginnt ein turbulentes Abenteuer, bei dem sie hofft, endlich ihren Traummann zu finden.
Die Geschichte wird in 24 Kapiteln erzählt. Jedes Kapitel ist verschlossen, (perforiert) und lässt sich mit einem Messer oder anderem scharfen Gegenstand öffnen. Hier sollte man natürlich aufpassen das man nicht sich selbst oder aber sein Gegenüber verletzt!:O)
Zudem befinden sich pro Kapitel auch Illustrationen von Nic Klein.
Mit dem Schreibstil musste ich mich ein wenig anfreunden, er war mir anfangs zu hektisch und ich kam nur schwer rein. Doch bereits ab dem 3. Kapitel hat mich die Geschichte so sehr gepackt, dass es mir überhaupt nichts ausgemacht hat, die Kapitel vor der eigentlichen Adventskalenderzeit zu öffnen, um zu erfahren, wie dieses Abenteuer ausgeht.
Die Handlung dreht sich hauptsächlich um Liebe und Sehnsucht, die Weihnachtszeit an sich wird nur am Rande erwähnt.
Ich fand das Buch sehr spannend und interessant, die Geschichte ist zwar an einigen Stellen sehr skurril aber auch amüsant. Der eigentliche Reiz des Buches besteht allerdings darin, jeden Tag ein Kapitel zu öffnen und zu schauen, wie es weitergeht.
Das Cover finde ich für die Adventszeit in den weihnachtlichen Farben passend gestaltet.

Fazit:
„Das Buch der Wünsche“ konnte mich als mein erster literarischer Adventskalender sehr begeistern. Über die Handlung selbst mag ich hier gar nicht viel erzählen, denn der Leser sollte die Freude genießen, Tag für Tag die Kapitel zu öffnen und zu lesen. Ob ihr es schafft Euch am Riemen zu reißen und sie nicht wie ich in einem Rutsch durchzulesen, das müsst ihr selbst herausfinden.
Ich finde die Idee der Geschichte interessant und toll und kann mir vorstellen, dass dieses Buch auch ein tolles Geschenk für Leseratten in der Adventszeit ist.
© Michaela Gutowsky

Skindancer – Magisches Tattoo / Anthony Francis

Titel: Skindancer – Magisches Tattoo

Autor: Anthony Francis

Verlag: Droemer Knaur

ISBN: 978-3-426-50976-0

Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne

Meine Meinung:

Jeder Mensch der bereit ist ein Tattoo zu tragen, weiß an sich um die lebenslange Bedeutung und sucht sich meist ein Motiv aus, dass für ihn eine persönliche Bedeutung hat.
Um so wundervoller finde ich die Vorstellung, wenn dieses Tattoo magische Fähigkeiten hätte, zum Beispiel den Träger zu schützen oder aber auch andere mit der Schönheit zu verzaubern.
Dakota Frost, die Protagonistin in dem ersten Band dieser Reihe, trägt selbst magische Tattoos und ist in der Lage diese auch zu stechen. Zudem ist sie eine sogenannte Skindancerin, deren Bedeutung später in der Handlung ausführlicher erklärt wird.
Diese magischen Tattoos sind sehr beliebt, jedoch nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei einem Serienkiller, der seinen Opfern die Haut samt Tattoos raubt.
Dem Leser sollte hier klar werden, dass es nicht nur um einen Fantasyroman geht, dessen Grundhandlung eigentlich eine wunderbare Vorstellung weckt, sondern auch brutale Morde beschrieben werden.
Skindancer ist nicht durchweg spannend, aber sehr interessant. Der Aufbau ist gut strukturiert, die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Werwesen, Hexen, Vampire, und andere Gestalten bekommen hier ihren festen Platz. Sie alle leben in Atlanta, in einer Welt, in der es normal zu sein scheint, diese Gestalten um sich zu haben.
Die Protagonistin Dakota Frost war mir sehr sympathisch. Ich mochte Ihre lockere Art und ihrem Humor.
Auch viele andere Figuren fand ich hier sehr interessant und so manche Dialoge amüsierten mich sehr.
Auch die Liebe und Erotik kommen hier nicht zu kurz. Der Autor gibt Einblicke in die BDSM-Szene, die mit Vorliebe von gewissen Vampiren praktiziert wird. Auch geht er mit dem Thema Bisexualität locker um, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da es nicht übertrieben dargestellt oder angesprochen wird, sondern als selbstverständlich erscheint, wie es in der heutigen Zeit auch sein sollte.
Zwischendurch wird es ein wenig brutal, gerade dann, wenn es um die Morde oder Folter geht.
Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, und leicht zu lesen. So ermöglichte mir Skindancer nicht nur durch die interessante Handlung einen leichten Lesefluss und die 412 Seiten vergingen wie im Flug.
Das Cover finde ich sehr gut gestaltet. Der Titel ist grau und rot auf schwarzem Hintergrund abgebildet, zwei Augen scheinen hervorstechend zu blicken und die ganze Aufmachung passt einfach zu diesem Buch.
Die Geschichte beinhaltet 46 Kapitel, jedes Kapitel ist verziert und am Ende befinden sich eine Danksagung und Informationen über den Autor.

Fazit:
Mit Skindancer. Magisches Tattoo ist Anthony Francis ein wunderbarer Auftakt zu einer neuen Urban-Fantasy-Reihe gelungen. Ich freue mich auf weitere Werke von ihm und bin gespannt, wie es weitergehen wird.
© Michaela Gutowsky

 

Der Nebelkönig / Susanne Gerdom

Titel: Der Nebelkönig

Autor: Susanne Gerdom

Verlag: Ueberreuter

ISBN: 978-3-8000-5566-1

Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne

Meine Meinung:

Meine Meinung:
Da auch dieses Buch in den letzten Wochen erst einmal kräftig gehypt wurde, war ich zunächst einmal skeptisch aber auch sehr neugierig auf den Auftakt dieser Trilogie.
Schon die ersten Seiten zogen mich durch den leichten und jugendlichen Schreibstil in den Bann. Gleich zu Beginn lernt der Leser Helen und ihren Vater, aber auch ihre Freundin Claire kennen. Helen ist relativ schüchtern, dennoch durch ihre eigene Art sehr auffällig, ist aber fast überall beliebt und gut in der Schule. Ihr ganzes Leben ändert sich, als plötzlich die Familie Delos auf die Insel zieht. Helen reagiert äußert aggressiv auf die Familienmitglieder, die ebenfalls auf Helen bösartig reagieren. Ein Fluch belastet beide Familien und liegt Jahrhunderte zurück.
So weit zur Handlung der Geschichte, kommen wir zum Verlauf.
Der Nebelkönig ist eine spannende Geschichte aus verschiedenen Zeitebenen mit märchenhaften Gestalten. Hier kämpft Gut gegen Böse, Katze gegen Wolf. Die Protagonistin Sallie ist ein Küchenmädchen und kann sich kaum an ihre vergangene Zeit erinnern, auch nicht an ihre Eltern. Sie liebt Bücher und hält sich daher oft in der Bibliothek auf. Besonders ein bestimmtes Buch, das das Märchen von der Katzenkönigin und dem Nebelkönig erzählt, fesselt sie.
Doch plötzlich findet Sallie heraus, das ihre Welt nicht so ist, wie sie scheint. Dass sie selbst vom Bösen bedroht wird und ihr Leben in Gefahr ist. Sie muss entscheiden, wem sie vertrauen kann und wem nicht.
Mit dieser Handlung entführt Susanne Gerdom den Leser in eine märchenhafte Welt, die nicht nur spannend ist, sondern teilweise auch sehr grausam. Im Vergleich dazu besitzt diese Welt eigentlich ziemlich wenig Magie. Zumindest steht diese nicht im Vordergrund. Es gibt nur wenige Zaubersprüche. Der Leser erlebt eine Zeitschleife, die von zwei Welten erzählt und zwischen denen die Figuren hin und herspringen. Zu Anfang beginnt die Handlung mit einem Prolog, das von einem Drachen und seinem Ziehsohn erzählt.
Die Protagonistin war mir sehr sympathisch. Durch ihre Liebe zu Büchern fand ich sie direkt liebenswert. Ich konnte gut mit ihr fühlen, wenn sie mal wütend wurde oder auch verzweifelt war. Zwischendurch blitzt auch mal ihre große Klappe durch. Leider hatte ich aber öfter mit den anderen Figuren Probleme, vor allem diese zu unterscheiden. Es spielen recht viele Figuren mit, die unterschiedlich in ihrer Gestalt sind, aber durch die Zeitsprünge kam ich dann schon mal durcheinander. Dies bremste ein wenig meinen Lesefluss.
Auch die Handlung wirkte auf mich ab und an, vor allem aber zum Schluss ziemlich sprunghaft.
Dennoch versteht es die Autorin, mit ihrem Schreibstil den Leser zu fesseln. Ich bin ziemlich schnell in die Geschichte versunken und mir ging es oft wie Sallie, wenn sie unbedingt in ihrem Buch, weiterlesen wollte.
Sie vermittelte mir beim Lesen zeitweise eine liebevoll beschriebene Welt, die dann wiederum plötzlich eine düstere Atmosphäre besaß.
Susanne Gerdom beschreibt die Welt sehr ausführlich, es fiel leicht, sich dieses Haus bildlich vorzustellen.
Überrascht war ich zeitweise von der Brutalität in dieser Geschichte. So lässt die Autorin auch schon mal das Blut fließen.
Mit 334 Seiten hat der Roman für mich eine gute Länge. Durch den fließenden Schreibstil und die spannende Handlung lässt sich das Buch auch recht schnell lesen.
Das Cover hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ein Dunkles in nebel umschlungenes Haus mit stechend gelben Augen in einem Bilderrahmen. Dieses Cover passt perfekt zu der Geschichte und lässt eigentlich schon vermuten, dass dieses Buch spannend wird.

Fazit:
Der Nebelkönig war für mich ein schaurig schönes Leseerlebnis. Spannend, mit einem wunderbaren Schreibstil entführt Susanne Gerdom die Leser in die Welt von Gut und Böse. Ein wunderbares Abenteuer voller Magie und märchenhafter Gestalten für jugendliche und erwachsene Leser.
© Michaela Gutowsky

 

Göttlich verdammt – Josephine Angelini

Titel: Göttlich verdammt

Autor: Josephine Angelini

Verlag: Dressler

ISBN: 978-3-7915-2625-6

Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne

Meine Meinung:

Meine Meinung:
Da auch dieses Buch in den letzten Wochen erst einmal kräftig gehypt wurde, war ich zunächst einmal skeptisch aber auch sehr neugierig auf den Auftakt dieser Trilogie.
Schon die ersten Seiten zogen mich durch den leichten und jugendlichen Schreibstil in den Bann. Gleich zu Beginn lernt der Leser Helen und ihren Vater, aber auch ihre Freundin Claire kennen. Helen ist relativ schüchtern, dennoch durch ihre eigene Art sehr auffällig, ist aber fast überall beliebt und gut in der Schule. Ihr ganzes Leben ändert sich, als plötzlich die Familie Delos auf die Insel zieht. Helen reagiert äußert aggressiv auf die Familienmitglieder, die ebenfalls auf Helen bösartig reagieren. Ein Fluch belastet beide Familien und liegt Jahrhunderte zurück.
So weit zur Handlung der Geschichte, kommen wir zum Verlauf.
Anfangs hatte ich das Gefühl, dass sich der Aufbau der Handlung zu sehr zog. Es dauerte mir zulange die Hintergründe zu erfahren, warum sich Helen und Luca an den Hals gehen, warum Helen sich plötzlich verändert und Albträume hat. Die Autorin lässt die ersten 120 Seiten den Leser noch stark im Unwissen, der Verlauf plätschert etwas, sodass es nicht einfach nur geheimnisvoll, sondern auch verwirrend und langwierig vorkommt. Dies hat mich etwas geärgert und ich hatte gehofft, dass es nicht so das ganze Buch über geht.
Jedoch nimmt die Spannung ab den ersten 150 Seiten richtig zu, einige offene Fragen werden beantwortet und so fing ich an regelrecht mit zu fiebern, weil mich die Geschichte immer mehr in ihren Bann zog.
Die Charaktere haben mir hier alle sehr gut gefallen. Die Autorin hat die Figuren sehr detailliert beschrieben und ausgebaut. Verschiedene Charaktereigenschaften treten hier hervor und wirken sehr lebendig dargestellt.
Die Protagonistin Helen gefiel mir sehr gut, mit ihrer recht ruhigen und vernünftigen Art, die ab und an auch mal schön sarkastisch werden kann.
Auch Luca gefiel mir als Figur sehr gut. Pfiffig und abenteuerlich, höflich und distanziert, machten beide Figuren eine beginnende Romanze perfekt.
Die beiden Personen wuchsen mir schnell ans Herz und so fieberte ich mit beiden mit.
Aber auch alle anderen Figuren mochte ich auf die eine Art und Weise, mal mehr mal weniger und dennoch zog ich einige Parallelen zur Tintenwelt und Bissreihe.
Da wäre zum Beispiel, der alleinerziehende Vater, mit seiner Tochter, eine verbotene Liebe und eine Familie, die relativ distanziert für sich lebt.
Auch Helen hat Geheimnisse vor ihrem Vater wie einst Bella aus der Bissreihe.
Auch einige Figuren aus der Familie Delos kamen mir durch ihre Charaktereigenschaften bekannt vor, vielleicht war es aber doch eher Zufall und meiner Fantasie zu viel entsprungen.
Diese gedanklichen Verbindungen störten mich auch überhaupt nicht. Zumal die überraschende Wendung in diesem Buch schnell wieder von Ähnlichkeiten ablenkt.
Wie schon erwähnt ist der Schreibstil sehr fließend und recht jugendlich. Es wird romantisch und spannend, traurig und geheimnisvoll, teilweise auch lehrreich.
Die Autorin bedient sich hier der griechischen Mythologie und Sagen aus der Antike, zum Aufbau der Handlung.
Allerdings empfand ich diesen Auftakt so gut gemischt, dass das Buch auf mich noch interessanter wirkte und mein Lesefieber derart weckte, dass ich es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte.
Die Umschlaggestaltung von „göttlich verdammt“ hat mich ebenfalls überzeugen können.. Auf grüngelben Hintergrund ist ein junges Mädchen abgebildet. Auf jeden Fall ein optisches Highlight in meinem Bücherregal.
Mit 494 Seiten hat der erste Teil dieser Trilogie eine sehr gute Länge.

Fazit:
Josephine Angelini ist mit diesem Debütroman ein großartiger Auftakt zur Trilogie gelungen. Auch wenn sich anfangs die Handlung etwas zog und der Aufbau zu undurchsichtig und flach wirkte, so bewies dieses Buch doch das der Hype darum gerecht ist.
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil der „Göttlich-Trilogie“
© Michaela Gutowsky

 

Land der Schatten – Spiegeljagd / Ilona Andrews

Titel: Land der Schatten – Spiegeljagd

Autor: Ilona Andrews

Verlag: Lyx

ISBN: 978-3-8025-8341-4

Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne

Meine Meinung:

Achtung, da es sich hier um den zweiten Teil, der Land der Schatten-Reihe handelt, ist die Gefahr des Spoilerns gegeben. Wer also unvoreingenommen den ersten Band noch lesen möchte, sollte diese Rezension nicht weiter lesen.
Eigentlich hatte ich erwartet dass der zweite Band dieser Reihe, weiterhin von Declan und Rose handelt, die ja bereits im ersten Teil die Protagonisten waren. Dem ist aber leider nicht so.
Protagonisten sind hier der Gestaltwandler William, der ebenfalls im ersten Teil eine große Rolle spielte und Cerise, eine junge und magisch begabte Frau. Während Cerise nach ihren verschwundenen Eltern sucht, trifft sie auf William, der auf der Suche nach einem Verräter ist. Notgedrungen schließen sich beide zusammen und setzen ihre Suche gemeinsam fort.
Wie sollte es nun anders auch sein, lässt sich gleich zu Beginn bereits erahnen das beide sich zueinander hingezogen fühlen und sich ihre Gefühle natürlich erst einmal nicht eingestehen.
Während mich dieses Klischee beim ersten Teil begeisterte, empfand ich es hier schon eher nach Abklatsch und war regelrecht enttäuscht. Hätten mich die witzigen Dialoge untereinander und auch die spannenden, actionreichen Szenen nicht so gefesselt, so hätte ich dieses Buch sicherlich schnellstens abgebrochen.
Jedoch versteht das Autorenpaar auch hier wieder, in den Dialogen Witz und Sarkasmus einzubauen, sodass der Leser einiges zu lachen bekommt.
Spannend ist dieses Buch auf jeden Fall, es gibt viele Kampfszenen, die auch sehr brutal beschrieben sind, wobei man sagen muss, dass auch hier wieder ein Klischee bedient wurde, denn die starke Cerise und der starke William, gehen deutlich in diesem Kämpfen als Sieger hervor.
Es gibt sehr viele romantische und erotische Situationen, die recht angenehm beschrieben sind.
Und oh Freude, auch Rose und Declan tauchen ganz leicht am Rande der Geschichte auf.
Die Handlung ist auf 541 Seiten festgehalten und zieht sich ab und an etwas in die Länge. Der Schreibstil ist klar und fließend, lässt sich recht schnell lesen. Der Spannungsbogen baut sich immer wieder auf, es gibt viele ironische und witzige Dialoge, die die Geschichte wie bereits schon im ersten Band, recht amüsant werden lässt. Auch die Magie spielt hier wieder eine große Rolle und der Leser bekommt so einige Rituale der Moormenschen mit. Das Cover ist wieder wunderschön gestaltet wie beim ersten Band, wobei ich mich auch hier frage, ob das Cover wirklich zur Geschichte selbst, passt.

Fazit:
Der zweite Band war zwar spannend und romantisch, konnte mich jedoch nicht so ganz überzeugen, weil ich einfach eine Fortsetzung mit Declan und Rose, den beiden Hauptpersonen aus dem ersten Band erwartet habe. Jedoch war dieses Buch dennoch lesenswert und ich habe nicht nur voller Spannung gelesen, sondern konnte mich auch in diesem Teil wieder amüsieren.
Dies reicht für mich allerdings nicht aus, um auch den nächsten Band dieser Reihe zu lesen, und ich denke ich werde Abstand davon nehmen, da ich davon ausgehe, dass auch hier wieder die Klischees bedient werden und die bisherigen Figuren eher als Randfiguren dienen.
© Michaela Gutowsky

Höllenglanz – Kelley Armstrong

Titel: Höllenglanz – Die dunklenen Mächte 03

Autor: Kelley Armstrong

Verlag: Pan

ISBN: 978-3-426-28343-1

Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne

Meine Meinung:

Achtung, da es sich hier um den dritten Teil der „dunklen Mächte “- Trilogie handelt, ist die Gefahr des Spoilerns in meiner Rezension gegeben. Wer sich für diese Trilogie interessiert und die beiden Vorgänger noch nicht gelesen hat, dem empfehle ich, diese Rezension erst später zu lesen.
Kelley Armstrongs dritter Teil dieser Reihe, schließt sich nahtlos an den Vorgänger „Seelennacht“ an.

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