Ophelia und das Geheimnis des magischen Museums / Karen Foxlee

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Titel:
Ophelia und das Geheimnis des magischen Museums
Autor: Karen Foxlee
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3-407-82062-4
Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Die 11 jährige Ophelia erforscht gerne Dinge und da scheint ihr das Museum, in dem ihr Vater einen Auftrag hat, interessante Ausflüge zu versprechen. Doch schon bald merkt Ophelia, dass es in diesem Museum nicht mit rechten Dingen zu geht. Als sie einen eingesperrten Jungen entdeckt, der einst ein Zauberer war und die Schneekönigin besiegen sollte, geht das Abenteuer für das Mädchen, das nicht an Magie glaubt, richtig los.

Eindruck
Die Handlung erzählt in kurzen Kapiteln, die jeweils mit einer Überschrift versehen sind, ein recht modernes Märchen, in dem die Schneekönigin einen jungen Zauberer gefangen hält. Über die Jahre hinweg misslingt ihm die Flucht, bis er eines Tages von Ophelia entdeckt wird.
Beiden bleiben nur noch wenige Tage Zeit, bevor die Schneekönigin ihr Ziel erreicht und Ophelia muss sich ihren Ängsten und vielen Gefahren stellen, um den Jungen zu befreien.
Wie in jedem Märchen kämpft hier das Gute gegen das Böse.
Die Geschichte ist modern erzählt, steckt voller Magie und Spannung, die in erster Linie dunkle magische Wesen und Personen beschreiben. Nebenbei besitzt diese Geschichte auch sehr viel Feingefühl für verschiedene Themen und die Autorin führt schrittweise an das Thema Trauer und Verlust eines Elternteiles heran.
Ophelia fühlt sich einsam in ihrer Trauer, ihre Schwester hat sich seit dem Tod verändert und der Vater scheint sich in seine Arbeit zu flüchten.
Umso mutiger und selbstbewusster wird sie bei ihrem Versuch den Jungen und vor allem die Welt, zu retten.

Charaktere
Die Personen sind alle sehr farbenfroh und mit verschiedenen Charakterzügen beschrieben. Sie alle wirkten glaubhaft und in ihren Handlungen nachvollziehbar.
Ophelia ist ein junges, mutiges Mädchen das über sich hinauswächst und wirkt authentisch. Auch der Vater und die Schwester fand ich nachvollziehbar beschrieben.
Die Schneekönigin ist ebenfalls sehr gut dargestellt, wenn sie auftritt, scheint sie tatsächlich eine kalte Atmosphäre zu umgeben.
Der Junge wirkte auf mich ein klein wenig zu blass, letztendlich war das aber für die Geschichte nicht so sehr ins Gewicht.

Schreibstil
Karen Foxlee erzählt ihre Geschichte sehr bildhaft und schafft es, mit ihrer Beschreibung, verschiedene Atmosphären und Emotionen auf den Leser zu übertragen.
Gekonnt bringt sie mit ihren Figuren ein gutes Gleichgewicht zwischen Gut und Böse und hält den Spannungsbogen bis zum Schluss.

Fazit
„Ophelia und das Geheimnis des magischen Museums“ ist ein Märchen voller Magie und Spannung deren Protagonistin den jüngeren und auch älteren Leser verzaubern kann.
Hier gibt es zwar keine verzauberten Gegenstände wie an magischen Schulen, dafür aber ein spannendes, teils gruseliges Abenteuer in einer recht kühlen Atmosphäre mit magischen Wesen, denen sich das junge Mädchen stellen muss.
Die vom Verlag empfohlene Altersgruppe sollte passen, dennoch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es hier und da eine Szene gab, die sehr sensible Kinder vielleicht erschrecken könnten. (Beispielsweise eine sehr detaillierte Beschreibung einer Szene in der ein Finger geopfert wird).
Gesamtwertung: 4/5 Sterne
© Michaela Gutowsky

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