Morgen ist es Liebe / Monika Maifeld (abgebrochen)


Kurzbeschreibung
Es ist kurz vor Weihnachten, als Alexandra einen Autounfall auf einer einsamen Straße hat.
Sie wäre in dieser Nacht erfroren, wenn sie nicht ein Fremder aus dem Wagen gezogen hätte.
Doch als die Rettungskräfte zu ihr stoßen, ist niemand mehr da.
Martin wollte an besagten Abend Selbstmord begehen, doch seit dem Unfall muss er ständig an Alexandra denken.
Und an den Abschiedsbrief, den niemand lesen soll und sich im Mantel befindet, den die junge Frau noch immer besitzt.

Eindruck
Eigentlich bin ich bei diesem Debütroman hier von einer berührenden und herzerwärmenden Geschichte ausgegangen, die mich sofort oder wenigsten etwas später, dank einer winterlichen Atmosphäre einfangen würde
Dem war leider nicht so.
Ich hatte schon ab den ersten Seiten Probleme mit dem Lesefluss, da ich mit einigen Bandwurmsätzen konfrontiert wurde.
Beispiel:

„Man würde seine Leiche bald finden, spätestens am ersten Weihnachtstag, denn über die Feiertage kamen für gewöhnlich immer wieder Spaziergänger hoch – zu diesem kleinen Aussichtspunkt über der Mosel, mit der Bank neben der kleinen Marienkapelle.“ (Zitat S. 5 aus „Morgen ist es Liebe – Monika Maifeld, Knaur Verlag“)

Während ich dachte, im Laufe des Romans würde es etwas besser werden, musste ich leider feststellen, das dem nicht so ist, denn zusätzlich gab es noch eingeschobene Gedanken, des Protagonisten Martin, die kursiv abgebildet wurden.
Mir machten auch die sehr detaillierten Beschreibungen der Schauplätze, Personen und so weiter zu schaffen.
Hier macht sich der äußerst detaillierten Schreibstil bemerkbar, der leider mein Lesetempo gewaltig runterbremste.
Ein bildhafter und detaillierter Schreibstil ist zwar toll, doch hier war er mir wirklich zu informativ.

Beispiel:  

„In seinem Rucksack, der neben der Bank stand, hatte er die entsprechenden Schreiben und Papiere zusammengestellt: mehrere Verfügungen und Vollmachten, die Kanzlei betreffend – schließlich sollten seine Mandanten durch seinen Tod keine Nachteile erfahren – sowie das mit Ort und Datum versehene, handgeschriebene und unterzeichnete Testament, in dem seine persönlichen Dinge geregelt waren.“ (Zitat, S.6 aus „Morgen ist es Liebe – Monika Maifeld, Knaur Verlag“)

Doch damit nicht genug.
Auch mit der Zeichnung der Charaktere konnte ich mich leider nicht anfreunden.
Sie wirkten auf mich viel zu konstruiert, sodass ich ihnen einfach sämtliche Reaktionen und Handlungen nicht abnehmen konnte.
Weder den Protagonisten Martin und Alexandra noch den Nebenfiguren wie beispielsweise Martha oder Dr. Lamppricht.
Selbst andere Personen, die im weiteren Verlauf noch auftauchen, wirkten auf mich „hölzern“.
Vielleicht hing dies mit den Dialogen zusammen denn auch diese wirkten auf mich viel zu oberflächlich und ohne tieferen Inhalt.

Fazit
Leider habe ich  „Morgen ist es Liebe“ auf Seite 190 endgültig abgebrochen!
Man sollte auf jeden Fall bedenken, dass es sich um einen Debütroman handelt und Geschmäcker halt verschieden sind.
Ich kam halt weder mit dem Schreibstil, noch mit der Handlung zurecht.
Am besten schaut ihr Euch mal eine Leseprobe an und versucht Euer Glück selbst. Vielleicht gefällt es Euch besser als mir.

Weitere Informationen zu diesem Buch
Titel: Morgen ist es Liebe
Autor: Monika Maifeld
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-65432-3
Seitenzahl: 432
Erschienen am: 01.09.2017

2 Kommentare zu “Morgen ist es Liebe / Monika Maifeld (abgebrochen)

  1. Ich finde es immer schade, wenn man ein Buch abbrechen muss … geht mir manchmal auch so .. aber dann widme ich ihm tatsächlich nicht noch eine Rezension … sehr faszinierend Deine Ausführungen 🙂

    • Danke! 🙂
      Es kommt drauf an, wie viele Seiten ich bereits gelesen habe.
      Manchmal breche ich ja auch nach 50 S. schon ab, da schreib ich dann auch nichts mehr zu.
      Wenn ich mich aber 2 x versuche, da durchzukämpfen und dann nach fast 200 S. doch wieder aufgebe, versuche ich zumindest zu begründen, warum das so ist.
      Manchmal hilft es ja auch anderen Lesern weiter, zu entscheiden ob sie es wirklich lesen wollen, oder nicht.
      Ich selbst lese auch immer sehr gerne bei Bloggern, warum sie abgebrochen haben.
      Liebe Grüße
      Ela

Kommentar verfassen