Monument 14 / Emmy Laybourne

Kurzbeschreibung
Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA trifft und die Welt untergeht, überleben 14 Jugendliche und Kinder in einem Einkaufszentrum.
Völlig auf sich allein gestellt werden sie obendrauf von einer Giftwolke einer nahe gelegenen Chemiefabrik bedroht.
Diejenigen, die diese Chemikalie einatmen, verändern sich in beängstigender Weise.
Dean, ein bislang schüchterner Außenseiter muss mit den anderen Jugendlichen ums nackte Überleben kämpfen.

Meinung
„Monument 14“ ist der Auftakt einer Trilogie, die davon erzählt wie Jugendliche nach einer Katastrophe auf sich allein gestellt sind und ums Überleben kämpfen müssen.
Schauplatz ist ein Shopping-Center in dem sie Zuflucht finden.
Erzählt wird die Geschichte im ersten Band in kurzen Kapiteln, aus der Sicht von Dean, der gemeinsam mit seinem kleinen Bruder einer der überlebenden Schüler ist.

Schnell wird eine bedrohliche Atmosphäre spürbar und die Entwicklung der Gruppe, die vielleicht auch etwas rasant erscheint, sorgt für genügend Spannung.
Vielleicht mag der Handlungsaufbau etwas vorhersehbar sein, dennoch bietet die Geschichte genug überraschende Wendungen, um den Spannungsbogen im weiteren Verlauf zu erhalten.
Hierbei scheint das Augenmerk besonders auf die Altersspanne zu fallen, denn auf der einen Seite gibt es eben jene Jugendliche und auf der anderen Seite die jüngeren Kinder, die von den älteren versorgt werden müssen.
Obwohl es eventuell irritieren mag, das die Jugendlichen sofort die Rolle der Erwachsenen annehmen, passt es sehr gut in die gegebene Situation hinein.

Somit gefiel mir die Beschreibung der Charaktere bis auf wenige Ausnahmen ganz gut.
Der Leser lernt die einzelnen Kinder und Jugendlichen kennen, und obwohl viele gar nicht so detailliert beschrieben sind, ist es dennoch ausreichend, um ihnen ihre Rollen abzunehmen.
Nur wenige Personen insbesondere „Josie“ wirkten auf mich zu überzogen und unglaubwürdig.
Es fiel mir extrem schwer ihr diese Rolle abzunehmen und leider erging es mir im späteren Verlauf auch mit Dean so.
Da es sich aber eben um den ersten Band handelt, bin ich sehr gespannt, wie sich die einzelnen Charaktere in den Folgebänden entwickeln werden.

Der Schreibstil ist ebenfalls sehr gelungen und bildhaft genug, um zu fesseln.
Es fiel mir von den ersten Seiten an, ungemein leicht, mir den Schauplatz und die Gefahren vorzustellen.
Dies erhöhte in meinen Augen auch den Spannungsfaktor und die gegebene Atmosphäre.
Doch auch die Dialoge der Jugendlichen empfand ich als angemessen und authentisch, sodass sie perfekt in die Geschichte passten.
Ab und zu gab es sogar recht amüsante Situationen, die trotz der bedrohlichen Situation, einen gewissen Unterhaltungsfaktor boten.

Fazit
„Monument 14“ ist ein gelungener Auftakt, der mich nicht zuletzt wegen des überraschenden Endes, neugierig auf die Folgebände macht.
Ich bin froh die Fortsetzung hier schon liegen zu haben, und bin sehr gespannt, wie sich die Charaktere und die Geschichte weiterentwickeln.

Weitere Informationen zu diesem Buch
Titel: Monument 14 (Bd.1)
Autor: Emmy Laybourne
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-41163-0
Seitenzahl: 336 Seiten
Erschienen am: 13.01.2014

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