Liv, Forever / Amy Talkington

buchbesprechungkl
Titel:
Liv, Forever
Autor: Amy Talkington
Verlag: Gulliver
ISBN: 978-3407744876
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Liv würde alles dafür geben, Malcom noch einmal berühren zu können, ihm sagen zu können, dass sie ihn liebt. Doch Liv ist tot. Eigentlich.

Handlung
Der Jugendroman beschreibt auf spannende und gleichzeitig auch romantische Art, das Leben auf dem geheimnisvollen Internat „Wickham Hall“.
Nur ausgewählte Schüler dürfen dieses Internat besuchen und Liv (in einer Pflegefamilie aufgewachsen) erhält ein Stipendium. Sie merkt schnell das sie nicht wirklich dazugehört und ist um so glücklicher, dass Malcolm (der Sohn einer machtvollen Familie) ihr ihre Gefühle gesteht. Doch bevor sie diese wirklich erwidern kann, wird sie ermordet.
Als Geist versucht sie herauszufinden, was auf Wickham Hall los ist und warum sie gestorben ist. Und auch ihre Liebe zu Malcolm kann sie nicht einfach loslassen.
Die geheimnisvolle und bedrohliche Atmosphäre sowie die verzweifelte Sehnsucht nach einer unerfüllten Liebe zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.
Es gibt 18 Kapitel, die aus Livs Sicht in der Ich-Form erzählt werden, und noch Zwischenkapitel, in denen verschiedene Schülerinnen des Internats vorkommen.
Die Spannung wird immer wieder aufs Neue aufgebaut, zwischenzeitlich ist es ein klein wenig gruselig aber vor allem die Romanze zwischen Liv und Malcolm fand ich sehr berührend.

Die Figuren
Amy Talkington beschreibt die Personen eingehend und verleiht ihnen Tiefe. Auch wenn die Beziehung zwischen Malcolm und Liv klischeehaft ist. (sie aus ärmeren Verhältnissen, er aus reichem Haus z. B.) Doch auch die Beschreibungen der anderen Mädchen fand ich sehr interessant.
Liv ist die Protagonistin in dieser Geschichte. Sie malt sehr gerne und lebt nur relativ kurz. Danach übernimmt sie die Rolle eines Geistes, der verzweifelt versucht, die Geschehnisse des Internats aufzudecken.
Ich fand sie sehr gelungen und nahm ihr ihre Rolle ab. Ihre Verzweiflung und Frustration war absolut nachvollziehbar.
Auch Malcolm fand ich sehr gut beschrieben. Manchmal undurchschaubar fand ich ihn recht schnell sympathisch und im Laufe der Geschichte litt ich immer mehr mit ihm.

Der Schreibstil
Amy Talkington verwendet einen leicht zu lesenden bildhaften Schreibstil der nicht nur Jugendliche anspricht, sondern auch mich sofort in die Geschichte ziehen konnte. Gerade die traurigen und emotionalen Szenen konnten mich sehr berühren.
Sie baut mit ironischen Wortgefechten oft witzige Dialoge ein, die die Stimmung wieder auflockern und den Leser somit auch zum Lachen bringen.

Fazit
„Liv, Forever“ ist eine spannende, jugendliche und vor allem romantische Liebesgeschichte, die herzergreifend ist und bei der ich mir bis zum Schluss gewünscht habe, sie würde nicht so schnell vorbei gehen.
Fesselnd bis zur letzten Seite bin ich nur so durch die Geschichte geflogen und ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn es für die Zukunft noch eine Fortsetzung gegeben hätte.
Und die Moral der Geschicht? Loslassen gefiel mir nicht.
© Michaela Gutowsky

6 Kommentare zu “Liv, Forever / Amy Talkington

  1. Dieses Problem mit dem Loslassen hatte ich in den letzten Tagen gleich zweimal…das Buch „Das Schicksal der Sternentochter“ hätte noch grene tausend Seiten weitergehen können und „Als die Sonne im Meer verschwand“ war der pure Genuss für die Ohren <3

  2. Hallo liebe Ela,

    eine sehr schöne Rezi hast Du da geschrieben! 🙂
    Ich war mir noch ein wenig unsicher, ob ich das Buch lesen möchte, aber du hast mich überzeugt!

    Es klingt wirklich toll und ich habe im Moment große Lust auf eine fesselnde Geschichte.

    Ganz liebe Grüße und Dir noch einen schönen Abend,
    Hannah
    <3

    • Hallo Hannah,
      na dann wünsche ich Dir, das Dich die Geschichte ebenfalls so begeistern kann 🙂
      Allein dieses Cover ist ja schon hinreissend 🙂
      LG Ela

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