Lily Frost: Fluch aus dem Jenseits / Nova Weetman

Titel: Lily Frost: Fluch aus dem Jenseits
Autor: Nova Weetman
Verlag: Beltz
ISBN: 978-3-407-74654-2
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Lily Frost zieht mit ihrer Familie in ein altes Haus. Der Dachboden ist ihr unheimlich, immer wieder fällt der Strom aus und auch die Tür verriegelt sich von selbst.
Irgendjemand oder irgendetwas sucht Kontakt zu Ihr. Vielleicht ist es Tilly die früher in diesem Haus lebte und verschwunden ist?
Lily gerät auf der Suche nach Antworten in tödliche Gefahr.

Eindruck
Düstere Botschaften, ein altes Haus in einer fremden Kleinstadt und kleine geheimnisvolle Anspielungen sorgen in diesem Jugendroman für einen gewissen Gänsehautfaktor.
Hierbei treffen die Genres Mystery-Thriller, Jugendroman und Krimi aufeinander. Denn die Geschichte hat von allem etwas.
Erzählt wird die Handlung in 14 Kapiteln von Lily aus der Ich-Perspektive.
Dies sorgt meines Erachtens für einen zusätzlichen Unterhaltungsfaktor, denn Lily kann ganz schön sarkastisch sein, was mich persönlich oft zum Schmunzeln brachte.
Der Umzug, Schulwechsel und die Suche nach neuen Freunden machen Lily ganz schön zu schaffen, was auch sehr nachvollziehbar und glaubwürdig dargestellt wird.
Parallel zieht sich das Geheimnis um das Verschwinden von Tilly Rose, wie ein roter Faden durch die Kapitel bis am Ende die beiden Handlungsstränge zusammengeführt werden.
Eine leicht gruselige Atmosphäre ist stets vorhanden, jedoch nur in einem relativ leichten Maß, sodass alles eben sehr mysteriös wirkt, aber bis auf eine oder zwei Szenen, nicht zu gruselig wird.
Auch die Hintergrundkulisse ist perfekt gewählt und treffend beschrieben denn die Geschichte spielt in einer typischen Kleinstadt mit neugierigen Nachbarn und Schülern, die erst einmal auf Distanz gehen, sobald sich in ihrer Gegend etwas Neues auftut. Dies sorgt für zusätzliche Spannung, denn der eine oder andere Schüler scheint etwas verbergen zu wollen. Der Spannungsbogen fällt zwar immer wieder mal ab wird aber recht schnell wieder durch unheimliche Szenen erhöht.
Der Handlungsverlauf ist zwar teilweise etwas vorhersehbar, dafür aber fesselnd.

Figuren
Die Figuren fand ich allesamt glaubwürdig und intensiv beschrieben.
Vor allem Lily fand sehr nachvollziehbar. Ihre Schlagfertigkeit, das lockere Mundwerk und ihre selbstbewusste Art passten zu dem Teenager, mit dem ich sofort sympathisierte.
Doch auch die anderen Schüler fand ich treffend dargestellt.
Die Eltern wirkten in ihren Reaktionen auf mich etwas fremd aber das war mir persönlich in dieser Geschichte egal.
Die Beschreibung von der verschwundenen Tilly fand ich ebenfalls sehr interessant und teilweise ganz schön detailliert, was für einen zusätzlichen Schauer sorgen konnte.

Schreibstil
Die Autorin benutzt einen fesselnden und sehr bildhaften Schreibstil, der mir einen schnellen Lesefluss ermöglichte. Ob es sich nun um die Personen handelte oder eben die Kleinstadt, es fiel mir sehr leicht, mir die Geschichte vorzustellen.

Fazit
„Lily Frost: Fluch aus dem Jenseits“ hat mir gut gefallen. Die Geschichte war düster, unheimlich und vor allem sehr fesselnd. Gruselig, jugendlich und spannend erzählt, mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Über kleinere Logikfehler konnte ich hinwegsehen, da der Jugendroman für mich all meine Erwartungen erfüllen und übertreffen konnte.

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