Kalte Angst. Im Kopf des Mörders (Bd.2) / Arno Strobel

Kurzbeschreibung
Ein Mörder dringt nachts in Häuser und Wohnungen ein und hinterlässt stets eine grausam zugerichtete Leiche.
Zunächst ist unklar, ob er seine Opfer wahllos aussucht oder einem bestimmten Muster folgt.
Als der Profiler Max Bischoff hinzugezogen wird, muss er sich erneut in einen Mörder hineinversetzen, um der Spur des Täters zu folgen und diesen zu fassen.

Eindruck
Im zweiten Band mit der Max Bischoff Reihe, hat Max zunächst ziemliche Anlaufschwierigkeiten, da er noch immer unter seinem letzten Fall zu leiden hat. Hier möchte ich direkt erwähnen, dass ich zunächst den ersten Band empfehle, auch wenn es in diesem Fall Rückblicke zum ersten Band gibt.
In „Kalte Angst“ gewährt Arno Strobel einen sehr tiefen und detaillierten Einblick in den Charakter des Profilers, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Denn so wurde ich mit Max Bischoff noch wärmer, als ich es schon im ersten Fall wurde.
Dies mag vielleicht daran liegen, dass ich den Eindruck bekam, dass sich in diesem Fall die zwischenmenschliche Ebene um einiges steigerte.
Doch keine Angst, auch an einer blutigen und detaillierten Beschreibung der Taten mangelt es nicht.
Auch hier setzt Arno Strobel noch einen drauf und lässt und an den kranken Fantasien des Mörders teilhaben.
Gibt es mal etwas ruhigere Passagen während der Ermittlungen, so bleibt zumindest eine gewisse angespannte Atmosphäre erhalten.
Denn weder Max noch der Leser weiß, wann und wo der Täter erneut zuschlägt.
Auch eine weitere Nebenhandlung sorgt für weitere Spannung.
Letztendlich bekommt der Thriller dadurch eine Sogwirkung, bei der man gar nicht aufhören will, weiterzuhören.
Immer wieder tauchen Überraschungsmomente auf und gewisse Anspielungen erhöhen den Spannungsfaktor enorm.
Es dauert dank falscher Fährten zwar ziemlich lange, bis man tatsächlich dem Täter auf die Spur kommt, aber so ein Fall will ja auch gut aufgebaut sein.
Die Auflösung konnte mich dann obendrauf noch überraschen und endete mit einem wirklich fiesen Cliffhanger!

Gehen wir noch einmal auf die Charaktere ein.
Obwohl ich ja an sich lieber unblutige Thriller vorziehe, zeichnet sich diese Reihe ganz besonders durch ihre Charaktere aus.
In dem Fall natürlich durch Max Bischoff. Er leidet sehr unter den Erlebnissen und dieses Leiden ist wirklich sehr authentisch beschrieben. So sehr, dass man automatisch mitleidet.
Arno Strobel widmet sich hier wie bereits oben erwähnt, auch dem zwischenmenschlichen Bereich.
So erlebt der Leser auch den Umgang mit Kollegen, seiner Schwester und eben sich selbst.
Dies macht den Protagonisten noch greifbarer, lebensechter.
Doch auch die anderen Figuren sind sehr gut beschrieben und können mit ihrer Darstellung überzeugen.
Im Guten wie im bösen.

Doch auch Götz Otto, der hier genau wie im ersten Fall „Tiefe Narbe“ als Sprecher fungiert, konnte sich meiner Meinung nach steigern.
Hatte ich im ersten Band etwas Schwierigkeiten, haben sich diese vollständig aufgelöst.
Er trägt die Geschichte weiterhin in einem ruhigen und sehr angenehmen Sprachtempo vor, und kann Max sowie den Täter glaubhaft darstellen.

Fazit
„Kalte Angst“ ist ein sehr guter zweiter Fall, der mir tatsächlich noch besser gefällt als sein Vorgänger.
Das will wirklich was heißen, denn war schon „Tiefe Narbe“ ein sehr guter Thriller, konnte Arno Strobel zusammen mit dem Sprecher Götz Otto, im zweiten Band vieles noch mal toppen!
Damit werde ich, nicht zuletzt dank des fiesen Cliffhangers, definitiv an dieser Reihe im Hörbuchformat dranbleiben.

Weitere Informationen zu diesem Hörbuch
Titel: Kalte Angst. Im Kopf des Mörders (Bd.2)
Autor: Arno Strobel
Sprecher: Götz Otto
Verlag: Audio media
ISBN: 978-3-95639-181-1
Laufzeit: gekürzte Ausgabe, 7:30 Stunden
Erschienen am: 11.01.2018

Ebenfalls gehört und rezensiert
* Tiefe Narbe. Im Kopf des Mörders (Bd.1)

4 Gedanken zu „Kalte Angst. Im Kopf des Mörders (Bd.2) / Arno Strobel

  • 28. Januar 2018 um 16:14
    Permalink

    Liebe Ela,
    eine tolle Rezi! Wir sind uns ziemlich einig, denn auch mir hat der zweite Band besser als der erste gefallen.
    Gern würde ich deine Meinung unter meiner Rezension verlinken. Ist das OK für dich? Bitte melde dich kurz, wenn du nicht einverstanden bist.
    Vielen Dank & liebe Grüße
    Anka

    Antwort
    • 29. Januar 2018 um 7:20
      Permalink

      Hallo Anka,
      ich freue mich, dass Dir meine Rezi gefällt. Natürlich darfst Du sie verlinken 🙂
      Dir hat der Band auch noch besser als der erste gefallen? Ich werde später mal bei Dir vorbeischauen, jetzt bin ich noch neugieriger! 🙂
      LG Ela

      Antwort
  • 24. Januar 2018 um 19:22
    Permalink

    Liebe Ela, danke für diese schöne Rezi…ich war mit dem ersten Teil nicht so wirklich eins…eher so hin und her gerissen…aber ich glaube ich werde es dann doch gerne mit dem zweiten Teil probieren 😉
    Schönen Abend noch und liebe Grüße Moni

    Antwort
    • 24. Januar 2018 um 19:41
      Permalink

      Hallo Moni,
      danke für das Lob 🙂
      Ich mag ja auch lieber Psychothriller aber diese Reihe hier, hat es mir irgendwie angetan.
      Mir gefallen ja eh die Thriller von A. Strobel 🙂
      Vielleicht kann Dich ja der zweite Teil tatsächlich eher begeistern. Ich wünsche es Dir 🙂
      Auch Dir einen schönen Abend!
      Liebe Grüße
      Ela

      Antwort

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