Jules Welt – Vom Glück der winterlichen Dinge / Marina Boos


Kurzbeschreibung

In Müggebach ist der Winter eingezogen und es gibt immer noch Probleme mit Jule und ihrem Cafe.
Einige Bewohner können ihre Vorurteile noch immer nicht ablegen und halten die „Lindenblüte“ für eine Starbuchs-Hölle oder einen Ort für schrullige Typen. Jule wird zum Wahlkampfthema und ihre Helfer haben plötzlich selbst allerhand zeitraubende Projekte.
Doch Jule lässt sich nicht unterkriegen und bereitet ganz nebenbei noch einen Weihnachtsmarkt vor.

Eindruck
Es handelt sich bei diesem Roman um die Fortsetzung von „Jules Welt – das Glück der handgemachten Dinge“. Es ist also möglich, das Ereignisse aus dem ersten Band erwähnt werden. In meiner Rezension gehe ich aber nur geringfügig auf den Inhalt der Geschichte ein, statt dessen aber mehr auf den eigentlichen Handlungsaufbau.
Auch im zweiten Band geht es mit Jule und ihrem Handarbeitscafe wieder turbulent und vor allem kreativ zu und ich finde, die Fortsetzung ist noch eine deutliche Steigerung zum ersten Band.
Der Handlungsverlauf konzentriert sich sehr auf das Dorfleben und die Schicksale einzelner Bürger und beschreibt sehr gut das Mit- oder auch gegeneinander in einem Dorfleben. Somit denke ich, daß dieser Roman auch Leser anspricht, die nicht kreativ sind.
Denn die Geschichte ist sehr abwechslungsreich und bietet gute Unterhaltung, ein wenig Romantik, Überraschungen, und nicht zuletzt natürlich auch kreative Ideen zum Nachbasteln, kochen oder backen.
Ein klein wenig Melancholie ist auch vorhanden, wenn man sich genauer mit Jule und ihrer Familie beschäftigt. Ich finde es immer noch sehr schade, dass es keine Antwortbriefe der Großmutter gibt, wenn Jule an diese schreibt.
Positiv überrascht war ich von der winterlichen Atmosphäre, die sich durch die gesamte Geschichte zog und zum Schluss hatte ich richtig Lust auf einen knackig kalten Winter und die Weihnachtszeit.
Natürlich gibt es zum Schluss wieder kreative Tipps zum Nachbasteln und Rezepte zum Backen oder kochen.

Figuren
Die Charaktere haben sich definitiv weiterentwickelt, gehen mehr in die Tiefe und es war sehr interessant zu beobachten, welche Überraschungen sich Marina Boos für ihre Figuren hat einfallen lassen.
Vor allem Jule konnte mich in diesem Band noch mehr überzeugen denn sie muss einiges wegstecken und ihr Durchhaltevermögen erneut beweisen.
Schreibstil
Die Autorin hat einen leicht zu lesenden Schreibstil, der nur selten ausschweift und statt dessen Dialoge und Szenen kurz und knapp auf den Punkt bringt.
Sie beschreibt die Handlung sehr bildhaft und vermag es, dem Leser die winterliche Atmosphäre nahe zu bringen.

Gestaltung
Die Seiten und auch die Kapitel sind liebevoll und bunt gestaltet und bieten dem Leser Platz für eigene Notizen. Die liebevolle Aufmachung ist somit ein optisches Highlight.

Fazit
„Vom Glück der winterlichen Dinge“ ist eine sehr gut gelungene Fortsetzung, die mir sogar besser als der erste Band gefällt.
Die Charaktere weisen mehr Tiefe auf und der Schreibstil ist noch intensiver und somit stand den gemütlichen, vorweihnachtlichen Lesestunden nichts mehr im Weg. Die Geschichte lädt dazu ein, sie gemütlich vor dem Kamin zu lesen, den Winter herbeizusehen und, egal in welcher Form, kreativ zu werden.

Weitere Infos zum Buch
Titel: Jules Welt – Vom Glück der winterlichen Dinge
Autor: Marina Boos
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-51968-4
Erschienen: 04.10.2016
Seitenzahl: 320

3 Kommentare zu “Jules Welt – Vom Glück der winterlichen Dinge / Marina Boos

  1. Das klingt nach einem locker leichten Buch und auch wenn ich es vielleicht nicht lesen werde, der Titel ist nachahmenswert. Zwar ist der Winter nicht ‚meine‘ Jahreszeit, aber man kann trotzdem versuchen, die winterlichen Dinge zu genießen.

    • Hallo Ingrid,
      da hast du so recht. Ich genieße es, beim lesen den Kamin knistern zu hören, sonnige Spaziergänge durch den Schnee in klirrend kalter Luft, Weihnachtsmärkte und und und … 🙂
      Man muss die Jahreszeiten halt akzeptieren wie sie sind und das beste draus machen.
      Liebe Grüße
      Ela

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