In einem Boot / Charlotte Rogan

Titel: In einem Boot

Autor: Charlotte Rogan

Verlag: Script5

ISBN: 978-3-8390-0150-9

Meine Gesamtwertung: 3/5 Sterne

Meine Meinung:

Der Abend vor dem Ersten Weltkrieg. Henry und Grace Winter verbringen ihre Flitterwochen auf dem Schiff „Zarin Alexander“ als diese plötzlich sinkt. Grace schafft es auf eins der Rettungsboote doch ist dieses völlig überfüllt. Als wäre die Sorge um Henry nicht schon schlimm genug, muss Grace auch um ihr eigenes Leben fürchte. Denn das Rettungsboot ist völlig überfüllt und nach und nach muss einer das Boot verlassen, damit die anderen überleben. Die Stimmung kippt, Grace kann niemanden vertrauen, und obwohl sie es schafft zu überleben, wird sie Wochen später wegen Mord angeklagt!

Was würdest Du tun, um Dein eigenes Leben zu retten? Wie weit würdest du gehen? Diese Frage stellt sich dem Leser, während er Grace Geschichte verfolgt. Diese wird in abwechselnden Perspektiven erzählt. Zu Beginn und zum Schluss verfolgt der Leser einen Teil des Prozesses und Graces Neuanfang, die andere Hälfte des Romans besteht aus der Erzählung von Graces Überlebenskampf auf dem Buch.
Charlotte Rogan hat es geschafft mir die düstere, kalte und stürmische Atmosphäre auf dem Boot zu vermitteln. Leider fehlte es mir jedoch zu sehr am „gewissen Etwas“, um diesen Roman einen Pageturner zu nennen. Dabei war die Vorlage eigentlich schon perfekt. Vielleicht lag es daran, dass ich mir noch mehr Tiefe für die Charaktere gewünscht hätte, vielleicht lag es auch daran, dass ich gerne mehr über den Prozess erfahren hätte. Auch die Anspielungen auf Grace Ehe und ihr Verhältnis zur Schwiegermutter waren für mich eher zweitrangig und wirkten auf mich schon fast fehl am Platz.
Nichtsdestotrotz habe ich diesen Roman gerne gelesen und mochte die Stimmung, die er vermittelte. Somit wurde „In einem Boot“ ein durchschnittlich guter Roman, den ich gerne weiterempfehle.
© Michaela Gutowsky
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