Immer nur Autos ist auf Dauer ja auch langweilig

So, oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein als wir auf die Idee kamen unseren Wohnwagen zu restaurieren.
Na ja, in Wirklichkeit hatte ich leider, nach unserem Urlaub in Berchtesgaden, festgestellt dass sich das Heck vom Wohnwagen unten etwas vom Boden gelöst hatte. Und bevor wir nun auf dem Weg in den nächsten Urlaub den Inhalt unserer Küchenzeile großzügig auf der Autobahn verteilen, ist hier eine Reparatur angebracht.

Also zuerst den Wohnwagen in die Scheune gestellt. Eine Millimeterarbeit die nicht ganz ohne Flurschäden zu bewerkstelligen war.
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Aber drin, ist drin :o)
Nun hieß es alles ausbauen was im Weg ist.

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Und nachdem auch außen die Kantenleisten gelöst waren, ließ sich das untere Teil der Rückwand schon ganz einfach lösen.

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Man kann gut erkennen, dass das Wasser hinten rechts, oben an der Nahtstelle zwischen Dach und Rückwand und auf der anderen Seite irgendwo beim Griff eingetreten ist. Das Wasser lief dann immer schön an der seitlichen Leiste herunter und hat sich schließlich unten in der Verbindung zwischen Boden und Rückwand gesammelt.

Da hilft nur eins. Raus mit dem Heck und neu machen.
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Vielleicht sollten wir auf Küche und Bad verzichten und stattdessen einfach eine Terrassentür einbauen?

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Ein Wohnwagen ist wirklich simpel aufgebaut. Die Wände und der Boden werden als je ein Teil vorgefertigt und anschließend einfach miteinander verschraubt und verklebt, bevor zum Schluss das Dach drauf kommt.
Die Wände selbst bestehen aus  einem einfachen Holzgerüst dessen Hohlräume mit Styroporplatten ausgefüllt sind und welches dann zwischen einer Alu- und einer Sperrholzplatte geklebt wird.

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Der Boden ist genauso aufgebaut, nur etwas dicker als die Wände und hat auf beiden Seiten eine Sperrholzplatte.
Damit ist auch klar, im Gegensatz zum Auto brauche ich hier nichts zu schweißen, sondern  kann mich mal so richtig am Holz austoben. Nur Schrauben und Kleben, eine ganz neue Erfahrung :o)

Nun geht es aber endlich los.
Den Boden habe ich bis zu Quertraverse vom Fahrschemel entfernt. Hier habe ich auf jeden Fall festen Halt für den Neuaufbau und kann die untere Bodenplatte komplett bis an den Stahlträger ersetzen. Oben bleibe ich dadurch auch noch innerhalb der Unterschränke, weshalb man nachher nichts mehr von der Reparatur sehen sollte.
Bei den Seiten habe ich Glück. Die eine Seite ist nur unterhalb der Arbeitsplatte kaputt, die andere Seite  wird später komplett vom Badeinbau verdeckt. Also sieht man später auch hier nicht mehr viel davon. Hier habe ich die Dekorplatten aufgeschnitten, abgenommen und das darunter liegende Styropor und vergammelte Holz entfernt.

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Die unteren Leisten der Seitenwände müssen zwar auch zum Teil ersetzt werden, um aber nicht zu viel an Stabilität zu verlieren, baue ich zuerst den Boden und die Rückwand wieder auf und widme ich dann den Seitenwänden.

Zuerst also einen neuen Rahmen für den Boden angefertigt, verschraubt und hinten eine Schräge für die Rückwand angebracht, dann den Rahmen oben, links und rechts gebaut.
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Bevor nun die Querstreben der Rückwand reinkommen, will ich erst einmal die Außenhaut wieder montieren um sicher zu gehen dass auch wirklich alles passt.

Also Holz und Styropor vom Alu entfernt und die Rückwand wieder provisorisch angeschraubt.

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Sieht doch gar nicht mehr so schlimm aus?

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