Ich, Xi Lao Peng und die Sache mit meinem Bruder / Hannes Klug

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Titel: Ich, Xi Lao Peng und die Sache mit meinem Bruder
Autor: Hannes Klug
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499214202
Meine Gesamtwertung: 4/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Der 11 jährige Ricky liebt Kung-Fu. Leider kann er diesen Sport nur mit seinem Phantasiefreund Xi Lao Peng trainieren. Auch sonst scheint es Ricky nicht leicht zu haben. Die Eltern haben beruflichen und familiären Stress, sein großer Bruder Micha nervt und attackiert ihn und Simon, sein bester Freund langweilt ihn. Als die coole Alex nach Herzfeldt zieht, wird alles anders.

Die Handlung
Die Geschichte, die aus dem Drehbuch zu dem Film „Ricky – normal war gestern“ entstanden ist, wird in 76 Kapiteln mit verschiedenen Illustrationen von Ulf K. erzählt.
Der 11 jährige Ricky schildert seine Erlebnisse rund um die Familie, Schule und auch der Firma seiner Eltern, in der Ich-Perspektive, die er seinem imaginären Freund Xi Lao Peng erzählt.
Dem Leser wird recht schnell bewusst, dass Ricky im Grunde genommen sehr einsam ist und seinem größeren Bruder Micha nacheifert, der wiederum nichts mit sich und ihm anzufangen weiß.
Micha scheint berechnend zu sein, hängt mit den falschen Leuten ab und lehnt sich in der Familie auf und unterdrückt Ricky auch oft.
Ich fand es schon fast bedrückend. Natürlich sind Geschwister nicht immer ein Herz und eine Seele, doch hier fand ich es schon ziemlich heftig dargestellt.
Ricky lässt sich aber nicht unterkriegen und beweist mit viel Mut, dass letztendlich auch „die kleinen“ mal gewinnen.
Weitere Nebenstränge wie familiäre Probleme, erste Schwärmereien und auch Wirtschaftsprobleme und Ausbildungsproblematik, sind mit in dieser Geschichte eingebaut. Auch Begriffe aus dem Kung-Fu Sport sind immer wieder zu finden.

Die Personen
Der Fokus richtet sich in erster Linie auf Ricky und seine Familie. Diese wird ziemlich eingehend beschrieben. Es gibt noch andere Randfiguren, die etwas blasser erscheinen, was aber völlig akzeptabel für diese Geschichte ist.
Ricky, der Protagonist ist 11 Jahre alt. Er liebt Kung-Fu und versucht dieses auch stets auszuleben. Manchmal wirkt er sehr naiv, dann wiederum unheimlich mutig und vorlaut.
Ich fand ihn dem Alter entsprechend, authentisch beschrieben.

Der Schreibstil
Hannes Klug verwendet einen einfachen, leicht zu lesenden und bildhaften Schreibstil, der dem Leser ermöglicht, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.

Fazit
„Ich, Xi Lao Peng“ ist eine Geschichte, die ich nur schwer beurteilen kann. Trotz ihrer Leichtigkeit und den vielen Illustrationen weist sie auch ernstere Themen auf. Mich selbst konnte sie nicht ganz so fesseln aber Jungs im Teenageralter, die sich vor allem für Kung-Fu interessieren, kann diese Geschichte sicherlich begeistern.
© Michaela Gutowsky

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