Ich – voll peinlich / Katja Reider


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Titel:
Ich – voll peinlich oder Der Tag, an dem das Khushi kam
Autor: Katja Reider
Verlag: Rotfuchs
ISBN: 9783499212147
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Jule ist alles peinlich. Sie ist schüchtern, meldet sich nie zu Wort und versucht auf gar keinen Fall aufzufallen. Doch von heute auf morgen ändert sich das und sie wird Klassensprecherin, schlichtet Streitereien und ist vor lauter Mut kaum wiederzuerkennen. Ob das kleine Kushi dahinter steckt? Eine Glücksbringerfigur aus Indien, die ihre Tante ihr erst vor Kurzem geschenkt hat?
Was würde wohl passieren, wenn Jules Vater, der ebenfalls sehr schüchtern ist, dieses Kushi mit ins Büro nimmt?

Die Handlung
ist in 18 kurzen Kapiteln mit witzigen Illustrationen von Anke Kuhl aufgebaut und spricht definitiv jüngere Leserinnen, besonders im frühen Teenageralter an. Die Geschichte berichtet von Schulproblemen, die entstehen, wenn ein junges Mädchen schüchtern ist und sich trotz einer superlieben Freundin, nicht aus sich heraustraut. Erst durch das Kushi scheint Jule Selbstvertrauen zu entwickeln und wächst über sich hinaus. Dabei überrascht sie nicht nur sich selbst, sondern eben auch ihr Umfeld und schafft Hürden zu überwinden, die ihr vorher unmöglich schienen.
Doch auch Ihr Vater bekommt hier eine wichtige Rolle, denn auch er schafft es nicht, sich durchzusetzen und so werden auch berufliche Schwierigkeiten erwähnt.

Die Figuren
sind liebevoll und nicht zu blass beschrieben.
Jule ist die Protagonistin und ich schätze sie so um die 12 Jahre. Sie ist anfangs wahnsinnig schüchtern und braucht eine Menge Anläufe, um endlich mal aus sich herauszukommen.
Mali ist Jules Freundin und ebenfalls total herzig. Ich mochte die beiden sehr und fand ihre Freundschaft unheimlich toll dargestellt.
Jules Eltern spielen ebenfalls eine wichtige Rolle und ich fand es interessant, wie kleinere, familiäre Schwierigkeiten, dargestellt wurden.

Der Schreibstil
Katja Reider verwendet einen lockeren und detaillierten Schreibstil. Sie kommt ohne große Umschweife auf den Punkt, spricht gekonnt modern junge Leser an (Beispiel Rapper, Handy usw.).
Weder die Handlung noch die Figuren erschienen zu blass.

Fazit
„Ich – voll peinlich“ ist eine herrlich amüsante wenn auch recht ernst zu nehmende Geschichte, die davon erzählt, wie schwer es manchmal sein kann, wenn man schüchtern ist und nicht aus sich heraus traut. Manchmal ist eine superliebe Freundin einfach nicht genug und es bedarf den ein oder anderen glücklichen Schubs und den Glauben an etwas, vor allem an sich selbst.
© Michaela Gutowsky

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