Ich lebe lebe lebe / Alison McGhee

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Titel:
Ich lebe lebe lebe
Autor: Alison McGhee
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-40224-8
Meine Gesamtwertung: 2/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Immer und immer wieder durchlebt Rose den Unfall, den sie gemeinsam mit ihrer älteren Schwester hatte. Ivy wurde dabei schwer verletzt und liegt seitdem im Koma. Rose kann nicht vergessen und sucht Hilfe und Trost bei ihrer Mutter und wechselnden Jungenbekanntschaften.
Dabei muss sie von selbst ins Leben zurückfinden.

Die Handlung
der Jugendroman erzählt in 12 Kapiteln die tragische Geschichte von Rose und Ivy, die gemeinsam bei einem Unfall verunglücken. Während die ältere ins Koma fällt, lebt Rose mit Schuldgefühlen und Selbstzweifeln weiter, fast selbstzerstörerisch in ihrer Hilflosigkeit auf der Suche nach Trost.
Die Mutter, selbst mit ihren Problemen und Ängsten beladen, ist Rose keine wirkliche Hilfe.
Nur ein Nachbar scheint für sie da zu sein.
Rose erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive und schweift oft in ihren Gedanken ab. Diese Gedanken wiederholen sich immer wieder, was mir persönlich die Geschichte etwas langatmig werden ließ.
Auch ihre Gedankensprünge erschwerten mir etwas das Lesen.

Die Figuren
Rose ist 17 Jahre jung und wird sehr authentisch und glaubhaft dargestellt. Ihre Zweifel und Ängste sind nachvollziehbar, dennoch wurde ich nicht richtig warm mit ihr.
Leider sind die anderen Figuren, etwas zu blass dargestellt.
William T. ist der Nachbar. Obwohl er eine wichtige Rolle spielt, erschien er mir einfach zu farblos.
So erging es mir leider auch mit Tom.

Der Schreibstil
Wenn man sich einmal an die Gedankensprünge und Wiederholungen gewöhnt hat, lässt sich die Geschichte ganz gut lesen. Mir persönlich war aber dieser verwirrte Erzählstil einfach zu viel, auch wenn er in die Situation der Protagonistin passen mochte. Außerdem hätte mir eine detailliertere Beschreibung der Figuren gewünscht.

Fazit
„Ich lebe lebe lebe“ ist ein tragischer Jugendroman, der trotz des traurigen und sensiblen Themas, mich nicht so wie erhofft, berühren konnte. Der eigenwillige Erzählstil, die etwas farblos erscheinenden Figuren, die fehlende Tiefe, waren für mich auf Dauer eher anstrengend.
Trotzdem bleibt es meiner Meinung nach eine melancholische Geschichte, die man ruhig für zwischendurch lesen kann, sofern man sich mit den erwähnten Punkten abfinden kann.
© Michaela Gutowsky

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