Heimsuchung / Oliver Susami

Kurzbeschreibung
Robert Bieler betreibt gemeinsam mit seiner Partnerin das Hotel „Haupthaus“. Dort geschehen plötzlich mysteriöse Ereignisse, die ihn schier an seinen Verstand zweifeln lassen.
Doch diese Bedrohung, vor der er sich nicht verstecken kann, ist real und schnell wird ihm bewusst, dass er und seine Familie in größter Gefahr sind.

Eindruck
Ganz schön unheimlich!
Oliver Susami ist mir bereits aus seinen Romanen „S3 – Spuk in der Bibliothek“ und „Vierter Stock Herbsthaus“ bekannt und ich mag seine Art und Weise über paranormale Ereignisse zu schreiben.
Auch in seiner aktuellen Geschichte sind übernatürliche Geschehnisse wieder ein Thema und als Schauplatz dient ein altes Hotel.
Wer jetzt an Klischees glaubt und einen Vergleich zu anderen Geschichten zieht, dürfte enttäuscht werden.
Denn diese Geschichte, die scheinbar eine wahre Begebenheit ist (siehe Vorwort), ist frei von diesen Klischees und völlig anders als zunächst vermutet.
Die Hauptfigur Robert Bieler erzählt seine Erlebnisse im Tagebuchstil. Er berichtet über den Hotelalltag doch auch Erinnerungen Kindheit und Jugend kommen immer wieder zum Vorschein.
Verläuft die Handlung erst einmal sehr ruhig, entsteht nach und nach eine unterschwellige, unheimliche und vor allem auch bedrohliche Atmosphäre, bei der weder Robert, noch der Leser genau weiß, wann er sich wieder zu fürchten hat.
Dies erweckt den Eindruck, als beobachte man Robert und dieses Hotel und so fällt es immer schwerer, dieses Buch aus der Hand zu legen.
Im letzten Drittel nimmt die Geschichte dann gewaltig an Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich.
Dabei schreckt der Autor in seiner Geschichte auch nicht vor blutigen Szenen zurück, die wiederum den Gruselfaktor zusätzlich erhöhen.

Die Figuren machten es mir nicht unbedingt leicht und wirkten stellenweise widersprüchlich.
Vor allem Robert Bieler erscheint unberechenbar dann wieder völlig teilnahmslos, was auf mich sehr oft unlogisch wirkte.
Nach und nach erfährt man zwar mehr aus seiner Vergangenheit, dennoch blieb da einfach eine Distanz.
Auch seine Partnerin und ihr Kind ließen mir einige offene Fragen. Wirkten beide auf der einen Seite sehr distanziert und fremd waren sie plötzlich wieder überfürsorglich.
Zwei andere Personen, die ich leider nicht beim Namen nennen kann, da sie später sehr wichtig für diese Handlung sind, wirken dagegen tiefer ausgearbeitet, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist sehr direkt ohne große Schnörkel.
Es gibt viele Dialoge und auch einige Bandwurmsätze. Die eingeworfenen Gedanken, die mit in die Sätze eingebaut wurden, haben mir oft das Lesen erschwert. Hat man sich aber einmal dran gewöhnt, fällt es kaum mehr ins Gewicht.
Dafür ist diese Geschichte einfach zu fesselnd und spannend.

Fazit
„Heimsuchung“ hat mir gut gefallen und mich wieder ganz schön gruseln lassen.
Diese unheimliche und ungewöhnliche Handlung war so spannend und fesselnd geschrieben, dass die oben erwähnte Kritik nur gering ins Gewicht fiel.
Viel wichtiger war mir hier der Gruselfaktor und der war in meinen Augen hoch genug und wurde von der unheimlichen Atmosphäre durchweg begleitet.

Weitere Informationen zum Buch
Titel: Heimsuchung
Autor: Oliver Susami
Verlag: Kindle Edition
ASIN: B06XYJHBBV
Seitenzahl: 420

2 Kommentare zu “Heimsuchung / Oliver Susami

  1. Hi Ela,
    das klingt ja echt mal wieder nach einem Buch zum Gruseln. „Vierter Stock HErbsthaus“ von ihm fand ich schon richtig genial und beim Lesen hatte ich echt angst, glaube, das hier muss ich auch unbedingt lesen!

    Liebe Grüße
    Jessi

    • Hi Jessi,
      wenn dir „Vierter Stock Herbsthaus“ gefiel, dann wird dir „Heimsuchung“ ganz bestimmt gefallen, auch wenn es streckenweise ruhiger verläuft.
      Dennoch, ich finde die Atmosphäre ist die gleiche. Dieses unterschwellige gruseln und nie wissen wann un dob etwas passiert *g*
      Kennst du auch „S3- Spuk in der Bibliothek“?
      Das fand ich auch richtig gut! Leider hab ich da keine Rezi mehr zu, da ich sie damals als Video gemacht hatte und der Kanal ja gelöscht ist.
      Liebe Grüße
      Ela

Kommentar verfassen