Hallo Opa – liebe Mirjam / Peter Härtling

Ausgelesen!Titel: Hallo Opa – Liebe Mirjam

Autor: Peter Härtling

Verlag: Verlagsgruppe Beltz

ISBN: 978-3-407-82039-6

Meine Gesamtwertung: 2/5 Sterne

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext dieses Buches gelesen hatte, glaubte ich wie beschrieben, eine innige Geschichte zwischen einem Großvater und seiner Enkelin zu lesen. Eine Geschichte, die vom Abschiednehmen handelt und Teenager oder auch ältere Kinder darauf vorbereitet das auch der Tod zum Leben gehört.
Diese Erwartungen konnte „Hallo Opa, Liebe Mirjam“ leider nicht für mich erfüllen.
Die Handlung ist in Emailperspektive aufgebaut und der Leser kann fast abwechselnd die Emails zwischen Mirjam und ihrem Opa lesen. Leider kann ich nicht das genaue Alter von Mirjam bestimmen aber sie ist definitiv in der Pubertät und verhält sich auch so in ihrer Art und Ausdrucksweise. Sie wirkte auf mich sehr schnippisch und auch ihrem Großvater schreibt sie in einem recht frechen Ton. Natürlich sind Kinder in der Pubertät schwierig keine Frage, aber hier habe ich das Gefühl bekommen als wäre der Ton so, wie er ist, fast schon in Ordnung. Der Opa, zeitweise sehr depressiv, der selbst seine Probleme mit dem Älter werden hat, rügt sie zwar sehr oft für ihr Fehlverhalten dennoch kam mir das schon zu lapidar vor. Egal ob es um den Ton geht, um Facebook oder um Alkohol, Mirjam kommt immer glimpflich, vielleicht auch zu glimpflich, damit davon. Zwar spürt der Leser schnell, worauf die Geschichte hinausläuft, aber oft hatte ich das Gefühl ich bin emotional eher beteiligt als die Protagonistin.
Leider ist trotz Emaildarstellung, auch keine Zeitangabe in den Abschnitten zu finden, sodass der Leser nicht wirklich weiß, über welche Zeiträume hinweg, der Emaildialog stattfindet.

Fazit:
Hallo Opa, liebe Mirjam ist ein Buch mit ganz viel Potenzial, wo ich mir denke, da hätte eine richtig tolle Geschichte draus werden können. Mir fehlt es hier einfach zu sehr an Feingefühl, an Ernsthaftigkeit und Sensibilität zu den handelnden Themen. Vielleicht liegt dies an der geringen Seitenzahl? Auch wenn Mirjam zum Schluss erkennen muss, wie sehr der Opa fehlt, vermisste ich einfach zu viel Emotion in dieser Handlung.
© Michaela Gutowsky

 

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