Fünf am Meer / Emma Sternberg


Titel: Fünf am Meer
Autor: Emma Sternberg
Sprecher: Britta Steffenhagen
Verlag: Randomhouse audio
ISBN: 978-3-8371-3353-0
Spieldauer: 7h 11, gekürzte Lesung
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Linn, gerade frisch getrennt von ihrem Lebensgefährten, erbt überraschend eine Villa in den Hamptons. Diese ist genauso in die Jahre gekommen wie ihre Bewohner, fünf rüstige Rentner zwischen 69 und 75 Jahren. Doch schnell fühlt Linn sich dort wohl, wäre da nicht ein gutaussehender Journalist und der scheinbar nicht zu verhindernde Verkauf der Immobilie.

Eindruck
Die Geschichte bietet von allem etwas. Sie erzählt von Liebeskummer, den Schwierigkeiten eines Neuanfangs, Verlustängsten und dem Mut auch im Alter das Leben noch mal anzupacken.
Dabei geht Emma Sternberg sehr unterhaltsam und abwechslungsreich vor. Verschiedene Schicksalsstränge laufen nebeneinander her, werden miteinander verwoben um zum Schluss zu einem gut durchdachten Ende zusammengeführt zu werden.
Tiefgang kann dieser Roman wahrlich nicht aufweisen und die Geschichte ist auch ziemlich vorhersehbar. Auch hatte ich das Gefühl, dass diese die Handlung eher von den rüstigen Rentnern als von der Protagonistin lebte.
Dies störte mich persönlich aber nicht, da es immer wieder mal überraschende Wendungen gab und Linn ein ganz bestimmtes Geheimnis lösen musste, dass zusätzlich für ein wenig Spannung sorgte.

Figuren
Die Figuren sind alle sehr bildhaft beschrieben und erfüllen auch das eine oder andere Klischee sind also auch leicht zu durchschauen. Dennoch wecken sie Emotionen und wirken sympathisch oder eben unsympathisch.
Während ich die Protagonistin oft als äußerst naiv empfand, was meiner Meinung nach schon etwas übertrieben dargestellt schien, waren es ganz besonders die 5 älteren Bewohner die mir ziemlich schnell ans Herz wuchsen.
Ganz besonders „Ornella“ fand ich großartig gelungen und sie sorgte oft dafür, dass mir die Tränen kamen vor Lachen.

Sprecherin
Britta Steffenhagen trägt diese Geschichte wieder einmal sehr angenehm vor und verleiht ihr mit ihrer Stimme zusätzlichen Glanz.
Sie ist dabei unheimlich einfühlsam, versteht es sich in jede Person glaubhaft hineinzuversetzen und die verschiedenen Emotionen nachvollziehbar auszudrücken.
Auch hier ist es ganz besonders „Ornella“ die ich äußerst überzeugend dargestellt fand und deren italienischen Akzent mich noch zusätzlich amüsieren und begeistern konnte.

Fazit
„Fünf am Meer“ ist eine nette und unterhaltsame Geschichte, die zwar kaum Tiefgang besitzt, dafür aber herrlich lockere Unterhaltung bietet. Genau das richtige, wenn man einfach nur mal abtauchen und schmunzeln möchte, Lust auf ein verwunschenes Haus an der Küste hat und vielleicht sogar ein wenig Urlaubsstimmung bekommen möchte.

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