Frohe Weihnachten, Mami / Fred Ink

Ausgelesen!Titel: Frohe Weihnachten, Mami

Autor: Fred Ink

Format: Kindle Edition

ASIN: B00GXAAHBS

Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne

Meine Meinung:
Bevor ich diese Kurzgeschichte gelesen habe, kannte ich weder den Autor, noch habe ich mich je an eine gruselige Kurzgeschichte gewagt.
Dementsprechend hatte ich auch keinerlei Erwartungen sondern eher die Befürchtung sinnloses Gesplatter, in Form von blutigem und ekligem Gemetzel vorzufinden.
Jedoch klang die Inhaltsangabe so interessant, dass ich mich glücklicherweise auch sofort ans Lesen gemacht habe.
Der Handlungsort dieser Geschichte ist ein Keller. Die kleine Sofie versteckt sich dort mit ihrer Mutter. Vor was oder vor wen überlässt Fred Ink glücklicherweise dem Leser selbst.
Als der vermeintliche Weihnachtsmann kommt, geschieht etwas Schreckliches.
Ich konnte mir anfangs nicht vorstellen das ein Autor es schafft auf so wenigen Seiten einen gruseligen Effekt zu erzeugen aber ich kann voller Respekt sagen: Er hat es geschafft.
Fred Ink verwendet einen leichten und fließenden Schreibstil, geschmückt mit vielen kleinen Andeutungen. Die Angst des Mädchens ist sehr authentisch dargestellt und auch die Geräuschkulisse, die er beschrieb, löste mein Kopfkino aus und rief gruselige Szenen in meiner Fantasie hervor.
So bekam ich den nötigen und erhofften Schauer, ohne dabei von lauter blutigen sinnlosen Szenen gestört zu werden.
Im Gegenteil – im Grunde genommen ist diese Geschichte unblutig.

Fazit:
Ich lese gerne mal Horror jedoch nicht den wirklich harten. Daher gefiel mir diese Kurzgeschichte, richtig gut, denn der Autor muss hier nicht mit heftigen Horrorszenarien um sich schlagen um den gewünschten Effekt auszulösen! Es sind die leisen Andeutungen die eine schaurige Atmosphäre schaffen und das wirklich gruselige ist die eigene Fantasie, die hier angeregt wird.
Ich habe mich sehr über dieses Leseerlebnis gefreut und werde weitere Bücher des Autors im Auge behalten.
© Michaela Gutowsky

 

 

 

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