Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht / Jenny Bünnig

buchbesprechungkl
Titel: Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
Autor: Jenny Bünnig
Verlag: Aufbau
ISBN: 978-3-7466-3134-9
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Ria will weg und das sofort! Gut, das ihre Oma samt 3 Freundinnen mit ihrem VW-Bus nach Süden aufbricht. Jeder von ihnen hat ein eigenes persönliches Ziel. Die eine will ihren verlorenen Papagei wiederfinden, die andere, ihre große Liebe.
Und Ria, Ria muss schaffen wieder Fuß zu fassen.

Eindruck
In Jenny Bünnings Debütroman lernt der Leser zu Beginn der Geschichte die junge Ria kennen, die auf der Flucht vor etwas zu sein scheint und kurzerhand mit in den Bus zu ihrer Oma steigt. Damit beginnt ein Roadtrip Richtung Süden, der nicht witzig aber auch ernst, tragisch und auch spannend ist.
Die Geschichte erzählt von den Schicksalen dieser 5 Frauen, ihren Sehnsüchten und Wünschen.
Rias Großmutter und ihre Gefährten sind alle schon betagt und haben viel erlebt, Ria dagegen total jung und bringt dadurch natürlich auch frischen Wind in die rüstige Truppe.
Als Nebenstrang gibt es Erinnerungen an Rias Vater und man spürt deutlich Rias Schmerz und Verzweiflung.
Um die Geschichte noch aufzulockern, gibt es einige Zitate, die so manche Lebensweisheit offenbaren.

Personen
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll denn alle Personen gefielen mir sehr gut. Jede Einzelne war detailliert und interessant beschrieben doch vor allem Frau Lensker fand ich unheimlich gut gelungen.
Ria, die an ihrem Schmerz fast zu ersticken scheint, machte es mir zwischenzeitlich mit ihrer Art etwas schwer. Dennoch fand ich ihre Emotionen sehr bedrückend und ihre Verzweiflung ging mir nahe.
Doch auch auf Frau Lensker möchte ich noch mal speziell eingehen.
Ihre rüstige, ruppige ja schon unverschämte Art mochte ich sehr, denn sie hatte das Herz auf der Zunge und brachte mich sehr oft zum Lachen.
Aber auch die anderen Damen waren unheimlich unterhaltsam.
Alles in allem also ein tolles Gespann, das wahnsinnig gut in diese Geschichte passte.

Schreibstil
Der Schreibstil der Autorin, hat mir gut gefallen, auch wenn ich anfangs etwas Probleme mit Rias Gedanken und Erinnerungen hatte. Wenn man aber die Beschreibung der Personen und die amüsanten Abenteuer bedenkt, ist der Schreibstil einfach zu lesen und sehr oft voller Humor.

Fazit
„Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht“ wurde zu einem berührenden und amüsanten Roadtrip, dessen Truppe ich sehr schnell ins Herz schloss. Jenny Bünnig bietet mit dieser Geschichte einen guten Unterhaltungsroman für zwischendurch und gibt vielleicht auch die ein oder andere Weisheit für die jüngere und auch ältere Generation, mit auf den Weg.
© Michaela Gutowsky

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