Erst eins, dann zwei – Erika Kroell

Ausgehört
Titel:
Erst eins, dann zwei
Autor: Erika Kroell
Sprecherin: Franziska Stawitz
Verlag: Radioropa
ISBN: 9783836803984
Meine Gesamtwertung: 5/5
Meine Meinung:

Um was geht es in diesem Krimi?
Im Ahrtal wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Polizistinnen Daniela Flegel und Maxine Kraut nehmen die Ermittlungen auf und stehen bald vor einer großen Herausforderung. Denn diese Leiche war „nur“ der Auftakt einer ganzen  Serie. Schon bald erkennen die beiden die Gemeinsamkeit der Opfer. Jede dieser Frauen war eine perfekte Zahl.

Die Handlung
Da soll noch mal einer sagen das Ahrtal wäre ruhig. 
Nicht wenn die Autorin Erika Kroell ihrer Fantasie freien Lauf lässt und damit einen weiteren Fall für die Polizistinnen Daniela Flegel und Maxine Kraut schreibt.
Diesmal müssen sich die beiden toughen Ermittlerinnen mit einem Serienmörder herumschlagen, der sie erst einmal lange Zeit vor einem Rätsel stellt. Hier nimmt sich die Autorin dem Thema „Numerologie“ an, dass ich sehr interessant finde und bei dem sich die Frage stellt: Wie weit beeinflusst eine Zahl das Leben?
Aber auch das Privatleben der beiden Polizistinnen enthält einige Überraschungen. Nicht nur die Freundschaft zwischen Dani und Kraut wächst, sondern auch Kraut selbst verändert einiges in ihrem Leben. Somit ist dieser Ahrtalkrimi nicht nur spannend, was den Täter betrifft, sondern auch sehr interessant in der Entwicklung der beiden Frauen.

Die Figuren
Protagonistinnen sind natürlich die beiden Polizistinnen, die sich auch in diesem Fall weiter entwickeln. Ich finde Dani sowie auch Kraut sehr interessant dargestellt. Während Dani die etwas weiblichere und manchmal auch elegant wirkendere Polizistin ist, wird Kraut, (die nur so genannt werden möchte!!!) etwas cooler und härter dargestellt, obwohl sie sich auf eine sehr liebevolle und anrührende Art um ihren Bruder kümmert.
Beide Figuren ergänzen sich also und geben für mich somit das perfekte Team ab.

Der Schreib- bzw. Erzählstil
ist spannend, gerade wenn die Perspektive aus der Sicht des Täters erzählt wird und dann wieder ruhig aber sehr interessant wenn der Leser bzw. Zuhörer mit dem Privatleben der beiden Komissarinnen konfrontiert wird.
Der Fall an sich ist knifflig und lädt zum mit rätseln ein. Erst im letzten Drittel war ich mir ziemlich sicher, wer der Täter ist und wie alles zusammenhängt.
Auch der regionale Bezug zu den Handlungsorten kommt meines Erachtens nicht zu kurz.

Die Sprecherin
Franziska Stawitz erzählt die Geschichte in einer sehr ruhigen und gleichmäßigen Betonung, bei dem es mir sehr leicht fiel, mich direkt auf den Fall einzulassen.
Sie wechselt ab und zu die Stimmlage, gerade was Kraut und Dani betrifft und bringt verschiedene Emotionen und Situationen glaubhaft rüber.

Fazit
„Erst ein, dann zwei“ ist ein guter und spannender Ahrtalkrimi der nicht nur durch einen spannenden Fall, sondern eben auch dank der liebenswerten Kommissarinnen überzeugt.
Auch wenn es sich hierbei um eine Reihe handelt, ist dieser Teil in sich abgeschlossen und ermöglicht einen Einstieg ohne die vorherigen Bände zu kennen.
Ich selbst aber empfehle auch alle vorherigen Teile damit man Kraut und Dani besser kennenlernt.
© Michaela Gutowsky

Kommentar verfassen