Einmal zu schnell geträumt und schon geblitzt!

Tach zusammen,

Sonntags morgens, 4 Uhr in Deutschland.
Ein grelles Licht, ein lauter Knall, mein Herz rast. Der erste Gedanke: Ja war ich denn zu schnell, wurde ich etwas tatsächlich geblitzt?
Das Grollen wird lauter, und während ich noch verträumt versuche, mein Auto rechts zu parken, wird mir so langsam aber sicher bewusst: Das ist alles nur geträumt … es gewittert mal wieder und das nicht zu knapp.

Ich wälz mich von rechts nach links, von links nach rechts, denke nach, sinniere und dichte, ich mache so ziemlich alles, nur nicht schlafen.
Mit lautem Seufzen schaue ich verstohlen auf den Wecker. 4 Uhr 54, es grollt wie eine Drohgebärde, „wehe du nickst ein, ich blitz dich wieder“! Uff, wenn ich ganz fest die Augen schließe, dann klappt es vielleicht doch noch mit mir und dem Schlaf.
Und wieder wälze ich mich, von rechts nach links, von links nach rechts, mal in die Mitte, mal ein Stück runter. Und wieder mache ich alles, alles außer schlafen.
Ein erneuter Blick auf den Wecker, 5 Uhr 36, das Knurren wird leiser, wie ein alter Hund der noch einmal versucht seine Zähne zu fletschen, in der Hoffnung endlich ernst genommen zu werden. Eigentlich könnte ich ja aufstehen, Kaffee kochen und ein wenig lesen aber nein ich wälze mich lieber … ihr wisst schon von links nach rechts und so weiter.
Um 6 Uhr werfe ich das Handtuch, stehe auf und koche Kaffee. Ich könnte mich auch wieder hinlegen, denn das Gewitter ist weitergezogen, nach links oder rechts oder vorne oder hinten.
So ist das, wenn man morgens um 4 „Zu schnell träumt“ und dann geblitzt wird!
© Michaela Gutowsky

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