Eine Doka namens Trude

Für alle, die sich gewundert haben, warum es an Bruno nicht weiter geht, hier nun die Auflösung.

Ich habe mir, als kleine Hilfe für unseren Gartenausbau, eine VW T3 Doppelkabine, kurz Doka, gekauft.

Da ich für die nächsten, anstehenden Arbeiten am Haus und Garten ständig schwere Baustoffe, wie Sand, Kies, Randsteine usw. zu transportieren habe, kam mir die Idee eine richtig billige, weil verbrauchte, T3 Pritsche zu holen.

Wie der Zufall manchmal so spielt, ist es schließlich eine ungeschweißte Doka zum selber zusammenbauen geworden.

 

Sie stand nicht weit von meiner Arbeit weg, so dass ich Trude quasi, nach Feierabend, einfach mit nach Hause nehmen konnte.

Allerdings hatte sie einen Zahnriemenriss, war etwas zerlegt und da sie schon eine Weile draußen rum gestanden hatte. sah sie auch nicht besonders schön aus.

Also habe ich zunächst erst mal damit begonnen das Auto komplett sauber zu machen und soweit wie möglich wieder zusammen zu bauen.

vorne seite

So sieht das gute Stück doch schon wieder richtig nett aus.

Da die Doka rosttechnisch richtig gut da steht und man ja nie weiß, was wir später mal mit ihr machen. Habe ich alle Stellen, an denen der Rost beginnt zu nagen, erst mal behandelt.

Dafür habe ich u.a. auch alle gespachtelten Stellen vom Spachtel befreit, etwas besser ausgebeult, grundiert und lackiert.

Wenn man sich den Haufen Spachtel ansieht, der z.B. auf der Fahrertür drauf und schon wieder kräftig am Reißen war, kann man wohl verstehen, warum.

spachtel

Die Ladefläche war mit Alu Riffelblech belegt. Allerdings hatte der Vorbesitzer damit Schrott transportiert und damit das Riffelblech total verbogen. An der Nahtstelle, in der Mitte der Ladefläche, standen die Bleche teilweise 4 bis 5 cm hoch.

Also habe ich zunächst das Riffelblech entfernt, die originale Ladefläche entrostet, gerichtet und mit fertan behandelt.

Dann habe ich das Riffelblech wieder gerichtet und mit neuen Edelstahlschrauben und selbstsichernden Muttern wieder neu verschraubt.

Es fehlen zwar noch ein paar Schrauben, aber alles in allem wieder brauchbar.

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Die Außenseiten der Bracken waren leider mal einfach übergepinselt worden.

Diese Farbe war aber viel heller als das original orange und blätterte mittlerweile schon wieder großflächig ab. Da ich die Bracken aber keinesfalls neu lackieren wollte, habe ich die Farbe vorsichtig mit einem Spachtel entfernt. Das hat zwar fast zwei Wochen gedauert, ist aber wirklich gut geworden.

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Auch wenn der eine oder andere Kratzer mit dazu kam. Es soll ja erst mal ein Auto für die Baustelle und nicht für einen Schönheitswettbewerb werden. Weshalb Trude aber eben auch nicht total vergammelt daher kommen muss.

 

 

Als nächstes geht es an den Motor.

Obwohl original ein KY verbaut war, also ein 1.7 Liter Diesel Motor. Befindet sich in dem Auto ein CS, also ein 1.6 Liter Diesel Motor.

Da dieser auch eingetragen ist und Trude erst mal so wenig wie möglich kosten soll, mache ich also diesen Motor wieder fertig.

Durch den Zahmriemenriss sind die Kolben mit den Ventilen kollidiert, weshalb ich den gesamten Motor zunächst zerlegen musste um ihn auf weitere Schäden zu untersuchen.

Am Rumpf hatte ich die Pleul und Kolbenbolzen vermessen, die Lauf- und Dichtflächen überprüft und gesäubert, die Kolben und Ringe gesäubert und den Kurbeltrieb wieder montiert.

motor

Danach ging es an den Kopf.

Hier habe ich die Ventile heraus genommen, sicherheitshalber alle 8 getauscht und neu eingeschliffen.

kopf

Die Ventilschaftdichtungen sitzen bei diesem Motor sehr tief.

Und um diese heraus zu bekommen, habe ich mir erst mal, aus einer alten Spitzzange, ein passendes Werkzeug gebaut.

Damit geht es richtig gut. Ein wenig hin und her kippeln, kräftig ziehen und raus sind sie.

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Tja, und so langsam wird das Puzzel in der Werkstatt nun wieder überschaubar.

teile

 

In diesem Puzzel fehlen aber leider noch ein paar Teile:

der Kühlergrill vorne

der runde Plastiktankstutzen, der den Tankdeckel an der Karosse hält

die Ösen, an denen man die Bracken an der Kabine verriegeln kann

die Stoßstangenecken hinten

– der Auspuff

die Abdeckungen für die Scharniere der hinteren Tür

– das Fangband für die hintere Tür

der Lüftungsaustritt im Armaturenbrett rechts unten

eine Fensterkurbel schwarz

 

Vielleicht hat ja noch jemand eins der fehlenden Teile anzugeben.

 

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