Ein Haus für fünf / Susan Wiggs


Titel:
Ein Haus für fünf
Autor: Susan Wiggs
Verlag: Weltbild
ISBN: 978-3-868000801
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Nach dem die Eltern bei einem Unfall verunglücken, bleiben die Kinder Cameron, Charlie und Ashley als Waisen zurück. Ihr Onkel Sean und auch ihre Patentante Lily haben beide versprochen, sich um sie zu kümmern. Doch beide sind in ihren Ansichten sehr verschieden und führen ein völlig unterschiedliches Leben. Es dauerte eine Weile, bis sie erkennen, was wirklich wichtig ist.

Eindruck
Die Autorin Susan Wiggs beschreibt in diesem Roman eine tragische aber auch wunderschöne und unterhaltsame Liebes- und Familiengeschichte.
Obwohl es in der Handlung beim Thema familiäre Probleme ganz schön hoch hergeht und die Kinder stets im Vordergrund stehen, fließen noch einige Nebenhandlungen mit ein, die für Abwechslung und Leichtigkeit sorgen.
Die Autorin verpackt dabei das Schicksal der Kinder so liebevoll und behutsam, dass man hin- und hergerissen ist, zwischen Weinen und lachen.
Denn eins ist klar, diese Kinder sind alle drei wahnsinnig liebenswert.
Nun sollte man aber nicht glauben, dass die Handlung völlig harmonisch dahinplätschert.
Sean und Lily müssen sich erst einmal ihrer Verantwortung bewusst werden, kämpfen selbst mit der Trauer und auch die Kinder sind eben nicht immer nur brav.
Eine willkommene und unterstützende Abwechslung ist es dabei, dass sich die Handlung parallel aufs Golf konzentriert. Diese Sportart wird sehr thematisiert, ohne dabei zu sehr mit Fachwissen auszuschweifen, denn sie gehört zum Leben der McGuires und sorgt für interessante und spannende Momente.
Somit wird die Geschichte zwar teilweise vorhersehbar aber auch Stück für Stück fesselnder und kann sich bis zum letzten Drittel der Handlung steigern.
Romantik darf in einer solchen Geschichte natürlich auch nicht zu kurz kommen und ich kann versichern, dass auch für Herzklopfen gesorgt ist.

Figuren
Ein großes Lob an die Autorin, denn die Figuren finde ich wirklich allesamt sehr gelungen.
Ich weiß gar nicht, mit welcher Person ich da anfangen sollte, denn egal, um wen es sich handelt, sie alle machen einen bildhaften und authentischen Eindruck. Sie wirken so glaubwürdig, dass man schnell den Eindruck bekommt, sie zu kennen.
Dabei sind alle Personen sehr differenziert beschrieben und besonders die Kinder finde ich mit ihren Gedanken und Handlungen sehr gelungen. Ob es sich nun um die Trauer handelt, Ängste oder die gesamte Veränderung, alles wirkte sehr nachvollziehbar dargestellt.

Schreibstil
Susan Wiggs schafft von der ersten bis zur letzten Seite eine familiäre Atmosphäre in ihrer Geschichte und beschreibt die Umgebung sowie die Personen sehr bildhaft und emotional. Die Erzählperspektive wechselt immer wieder mal zu Lily, Sean und auch Cameron.
Die dargestellten Dialoge sind sehr unterhaltsam, manchmal etwas bissig und emotional, sorgten aber stets für amüsante Abwechslung.

Fazit
„Ein Haus für fünf“ ist eines dieser Bücher, bei denen ich mich ärgere, dass sie solange in meinem Regal ungelesen blieben. Ich mag Familiengeschichten, bei denen ich mittendrin bin, und die nicht nur traurig oder tragisch, sondern eben auch unterhaltsam, harmonisch und romantisch sind.
Wenn die Geschichte dann auch noch so fesselnd ist, wie diese, sind alle meine Erwartungen erfüllt.
Für mich also eine rundum gelungene Geschichte zum Abtauchen und wohlfühlen.

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