Ein Garten im Winter /Kristin Hannah

 

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Titel:
Ein Garten im Winter
Autor: Kristin Hannah
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3548283692
Meine Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Meine Meinung:

Kurze Inhaltsangabe
Am Totenbett ihres Vaters versprechen die Schwestern Meredith und Nina, sich um ihre Mutter zu kümmern, die stets abweisend und kalt zu ihren Kindern war.
Da es der Mutter nach dem Tod ihres Mannes zunehmend schlechter geht, rückt die Familie näher zusammen. Keine leichte Aufgabe denn die Schwestern sind sehr verschieden und Nina will unbedingt den Grund für die Gefühlskälte der Mutter herausfinden.

Die Handlung und ihr Aufbau
Die Geschichte ist mit einem Prolog, 26 Kapiteln und einem Epilog aufgebaut. Erzählt wird sie aus 3 verschiedenen Perspektiven. Der Leser kann jeweils die Geschichte aus der Sicht der Schwestern verfolgen, bekommt Einblicke in das private Leben der Beiden und wird mit der dritten Perspektive in Form eines Märchen konfrontiert.
Kristin Hannah verknüpft in diesem Roman nicht nur Vergangenheit und Gegenwart, die Länder Russland und Amerika, sondern auch die privaten Schicksale der Schwestern, die parallel ebenfalls sehr turbulent verlaufen. Auch das Thema Trauerverarbeitung spielt eine wichtige Rolle in dieser Geschichte.

Die Figuren:
Im Grunde genommen gibt es in dieser Handlung 3 Protagonisten.
Meredith und Nina sind beide sehr verschieden und streiten sich des Öfteren. Beide jedoch, haben die Trauer um ihren Vater gemeinsam und die Sehnsucht nach der Wärme ihrer Mutter.
Ich fand beide Personen sehr interessant, vor allem ihr Privatleben und ihre Ängste. Gerade Meredith fand ich nachvollziehbar beschrieben, wenn auch stellenweise übertrieben.
Anya, die gefühlskalte Mutter, verliert mit dem Tod ihres Mannes den letzten Halt. Sie fand ich sehr interessant, denn natürlich wundert man sich über ihr Verhalten und stellt eigene Vermutungen an.
Ich lag gar nicht so falsch mit meinem Verdacht und fand ihre Entwicklung am beeindruckendsten.

Der Handlungsort
Die Geschichte spielt überwiegend in Russland, hauptsächlich in Leningrad.
Ich fand den Ort mitsamt der Problematik und denn dramatischen Ereignissen sehr gut beschrieben und dargestellt.

Der Schreibstil
Die Autorin verwendet einen recht einfachen Schreibstil, der ein zügiges Lesen ermöglicht. Sehr gut gefiel mir die Darstellung des russischen Märchens, dass nicht nur sehr fantasievoll dargestellt wurde, sondern mir auch eine bildliche Vorstellung erlaubte. Auch die kühle und melancholische Atmosphäre in dieser Geschichte fand ich sehr gut beschrieben.

Fazit
„Ein Garten im Winter“ ist ein tief greifender Roman, der den Leser in einer dramatische wenn auch leicht vorhersehbare Familiengeschichte einlädt. Es gibt traurige und schockierende aber auch erheiternde und fantasievolle Momente. Somit denke ich, ist diese Geschichte eine gelungene, emotionale Mischung, die einlädt Anyas Geheimnis zu entdecken und den Leser nachdenklich und berührt, zurücklassen kann.
© Michaela Gutowsk

3 Kommentare zu “Ein Garten im Winter /Kristin Hannah

    • Mach das 🙂
      Mir gefiel es so gut, dass ich erst einmal im Anschluss keinen weiteren Familienroman hätte lesen können ohne es automatisch zu vergleichen 🙂
      Hab also aktuell wieder zu einer Dystopie gegriffen 🙂
      LG Ela

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