Die Saat / Guillermo del Toro, Chuck Hogan


Titel: Die Saat (B.1)
Autor: Guillermo del Toro, Chuck Hogan
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-43518-6
Meine Meinung:
Kurzbeschreibung
Eine Maschine landet auf dem Flughafen in New York. An sich nichts Ungewöhnliches doch, sobald sie zum Stehen kommt, gehen alle Lichter aus und der Funkkontakt bricht ab.
Handelt es sich um einen Terroranschlag, bricht eine Seuche aus oder ist es sogar noch schlimmer und unvorstellbarer?

Eindruck
Der Mystery-Thriller erzählt die horrorhafte Geschichte einer Katastrophe, in der das Leben der Menschheit ernsthaft bedroht wird. Dabei handelt es sich weniger um ein Umweltproblem als vielmehr um eine Mythologie.
Ein kleines Team, bestehend aus zwei Wissenschaftlern, einem Kammerjäger und einem weisen alten Pfandleiher, versuchen sich dem zu Wehr zu setzen.
Spannende und actionreiche Szenen treiben den Leser nur so durch die Seiten und die Erzählperspektive wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Auf wissenschaftliche Erklärungen kann natürlich nicht verzichtet werden, jedoch sind diese so plausibel und leicht dargestellt, dass es nicht schwerfällt, diesen zu folgen.
Eindrucksvoll vermitteln die Autoren eine unheimliche und beklemmende Atmosphäre, denn der Leser weiß nie so ganz, was als Nächstes passiert.
Einige langatmige Passagen bleiben zwar nicht aus, werden aber dank dem immer wieder aufgenommenen Spannungsbogen ausgeglichen.
Auch Tiefe ist meiner Meinung nach genügend vorhanden denn der Leser wird nach und nach an die Mythologie herangeführt und erfährt mehr und mehr über den Hintergrund dieser Katastrophe.
Wie es sich für einen guten ersten Band gehört, endet die Geschichte mit einem üblen Cliffhanger, der nichts anderes zulässt, als sich sofort den zweiten Band zu schnappen.

Figuren
Ganz großes Lob für die gut ausgearbeiteten Charaktere. Die Haupt- und auch die Nebenfiguren sind sehr interessant und teilweise faszinierend beschrieben. Es gibt zahlreiche Personen jedoch sind diese mit so unterschiedlichen Charakterzügen ausgestattet, dass es leicht fällt, sie auseinanderzuhalten und zuzuordnen.
Ständig schwankt man zwischen Sympathie und Abneigung, Interesse und Desinteressen. Man setzt sich mit ihnen auseinander, versucht sie zu durchschauen, sie beschäftigen den Leser mit ihren Handlungen.

Schreibstil
Dieser hat mich am meisten in diesem Band beeindrucken können, denn das Zusammenspiel der beiden Autoren finde ich äußerst gelungen! Die Geschichte liest sich flüssig und die Dialoge sind knapp und einfach gehalten. Man merkt auch das ein Drehbuchautor mit am Werk war, denn die Geschichte ist sehr bildhaft beschrieben und vor allem die actionreichen Szenen gehen sehr ins Detail. Von der ersten Seite an, hatte ich das Gefühl, einen Film zu sehen, konnte mir Schauplatz und Figuren wunderbar vorstellen.

Fazit
„Die Saat“ ist ein grandioser Auftakt zu einer sehr fesselnden und großartigen Mystery-Trilogie und stand viel zu lange ungelesen in meinem Regal. Ich bin ohne große Erwartungen an diesen Roman herangegangen und wurde sehr positiv überrascht. Dank dem fiesen Cliffhanger habe ich anschließend auch den zweiten und dritten Band gelesen, da mich die Geschichte einfach nicht loslassen wollte.

6 Kommentare zu “Die Saat / Guillermo del Toro, Chuck Hogan

  1. Hey Ela,
    ich habe das Buch schon seit über einem Jahr auf meinem SUB liegen, ich glaube sogar als Dreier-Band, und bin noch nicht dazu gekommen, es zu lesen.
    Ich war von der ersten Staffel der Serie sehr begeistert, muss aber noch die zweite schauen 🙂
    Aber das Buch hört sich echt gut an, mal schauen, wann ich dazu kommen werde.
    Schöne und ausführliche Rezension 🙂

    Liebe Grüße
    Andrea 🙂

    • Ich hab die Serie gar nicht gesehen 🙂
      Band zwei und drei habe ich auch gelesen aber leider noch nicht rezensiert.
      Vielleicht sollte ich mir auch mal die Serie ansehen.
      Liebe Grüße
      Ela

      • Hallo Ela 🙂
        Ich kann dir die Serie wirklich empfehlen, sie heißt „The Strain“. Ich weiß aber nicht, wie die Serie im Vergleich zum Buch ist, das ist ja immer so eine Sache, ob es dann einem gefällt.

        Liebe Grüße
        Andrea 🙂

  2. Hi Ela 😀

    Manno, ich hatte die Bücher von Guillermo del Toro als Jugendliche auch ungelesen im Regal stehen. Ich hatte mich nie herangetraut irgendwie und weiß selbst nicht, warum. Aber anscheinend habe ich jetzt echt was verpasst! 🙁 Das klingt auch ganz nach meinem Geschmack!

    Liebe Grüße
    Jessi

    • Hi Jessi,
      ich musste auch gleich an Dich denken weil wir ja einen ziemlich ähnlichen Geschmack haben.
      Ich denke, die hätten Dir wirklich sehr gut gefallen!
      Soll ich sie Dir leihen?
      Liebe Grüße
      Ela

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