Der gestohlene Engel / Sabine Kornbichler

Kurzbeschreibung
Nachdem Ariane unheilbar an Krebs erkrankt ist, möchte sie, dass ihre Tochter Svenja nicht bei ihrem Exmann aufwächst, da dieser nicht der leibliche Vater ist.
Die einzige Spur zu diesem, ist ein kleiner goldener Engel, den Ariane nach der gemeinsamen Nacht gefunden hat.
Ihre Freundin Sophie sucht nach diesem Mann und stößt dabei auf ein schreckliches Geheimnis, das sie in einen schweren Gewissenskonflikt stößt.

Eindruck
Ist das richtige immer richtig?
Eine Frage, die ich mir am Ende dieses Romans noch lange stellte.
Es handelt sich hier um eine tragische und recht ruhige Geschichte, deren Handlung einen inneren Konflikt beschreibt der sich erst im Laufe der Zeit herauskristallisiert.
Die Erkrankung von Ariane wird hier zwar mit thematisiert aber eigentlich richtet sich der Fokus eher auf ihre Freundin Sophie, die diese Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt.
Ganz besonders die Ehekrise von Sophie wird immer wieder angesprochen und nimmt den größten Raum ein.
Mit ihrem stark ausgeprägten Rechtsempfinden steht sie sich selbst immer wieder im Weg.
Zwar ist sie damit die perfekte Anwältin, doch es führt auch unweigerlich zu Beziehungsproblemen in ihrer Ehe mit Peer und ihrer Freundschaft zu Ariana und Judith.
Von diesem Rechtsempfinden überwältigt, begibt sie sich auf die Suche nach dem leiblichen Vater von Arianes Tochter und stößt dabei auf viele Ungereimtheiten, die stellenweise geheimnisvoll werden.
So bekommt der recht ruhige Handlungsverlauf zwischendurch etwas Dramatik und eine minimale Spannung.
Zwischendurch ergeben sich zwar einige Wendungen, die jedoch nur geringfügig überraschend und stattdessen etwas überzogen wirken.
Dies erschwerte mir das Weiterlesen zumal ich einige vorhersehbar fand.
Dennoch blieb ich dran da ich erfahren wollte was hinter der Geschichte des Engels steckt und das Ende schaffte es dann doch noch mich ein wenig zu überraschen.

Sophie erzählt als Protagonistin diese Geschichte in der Ich-Perspektive.
Das brachte sie mir ein wenig näher aber sympathischer machte es mir sie nicht.
Ich fand ihren Charakter etwas schwierig aber so ging es mir leider mit fast allen Figuren bis auf zwei Randfiguren.
Judith, Ariane und auch Sophie wirkten auf mich fast gleich.
Alle drei handeln egoistisch und stur, ihre Einstellungen waren für mich kaum nachvollziehbar und zu überspitzt.
Da wird sich zum Beispiel darüber aufgeregt, dass der Ehemann eine andere hat, während sie selbst ihn ebenfalls betrog.
Kling logisch? NEIN!
Das war nur ein Beispiel aber es gab eben ein paar Momente, die mich irritierten.

Der Schreibstil ist an sich einfach gehalten und bietet aber sehr viele Dialoge. Leider wirken diese aber hin und wieder recht flach und mühselig, was meinen Lesefluss ab und zu abbremste.

Fazit
„Der gestohlene Engel“ konnte mich leider nicht so recht begeistern, da sich der Handlungsverlauf viel mehr um die Protagonistin und ihre Probleme ging und die Geschichte des Engels schon fast wie eine Nebensache erschien.
Das an sich wäre kein Problem gewesen, aber die unglaubwürdigen Charaktere inklusive ihrer Reaktionen und einige überzogene Wendungen erschwerten mir die Freude ihn weiterzulesen.
Wäre da nicht doch noch ein Rest Neugier vorhanden gewesen und hätte ich nicht unbedingt das Geheimnis erfahren wollen hätte ich ihn abgebrochen.

Weitere Informationen zu diesem Buch
Titel: Der gestohlene Engel
Autor: Sabine Kornbichler
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3426636435
Seitenzahl: 331
Erschienen am: 05/2009

2 Kommentare zu “Der gestohlene Engel / Sabine Kornbichler

  1. Hallo Ela,
    hast du ein Buch von deinem SuB befreit? 🙂 Von Sabine Kornbichler habe ich auch noch einige Bücher in meinen RuB. Ältere als auch etwas neuere. Die Krimireihe um Kristina Mahlo gefällt mir sehr gut. Kennst du die?
    GlG vom monerl

    • Hallo Du Liebe!
      Ja mein Sub/Rub wie auch immer ist ja ziemlich groß und da hab ich dann auch schon mal ältere Werke drin. 🙂
      Die Krimireihe kenne ich nicht aber ich glaub, momentan nehme ich erst mal Abstand von ihren Büchern.
      Liebe Grüße
      Ela

Kommentar verfassen