Der Geist / Richard Laymon

 

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Titel: Der Geist
Autor: Richard Laymon
Sprecher: Stefan Lehnen
Verlag: Abod
ISBN: 978-3954713080
Meine Gesamtwertung: 2/5 Sterne
Meine Meinung:
Die Geschichte
Eine Gruppe Studenten feiert eine Party und benutzt dabei ein Ouija Brett. Tatsächlich schaffen sie es, Kontakt zu einem Geist zu bekommen, der ihnen einen Schatz auf dem Calamity Peak verspricht.
Sie brechen also zu dieser unzugänglichen Bergregion auf und treten damit eine Reise des Grauens an.

Der Handlungsverlauf
beginnt zunächst sehr ruhig. Ausgelassene Studenten feiern eine Party, sind albern und scheinbar gelangweilt. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen ist da Coreen. Sie ist die Professorin, die diese Studenten betreut und zum anderen wird aus Howards Sicht erzählt. Er ist einer der Studenten, der sich zunächst scheinbar von Coreen angezogen fühlt und später von Linda.
Man sollte meinen, es tritt direkt Spannung auf, sobald die Gruppe das Ouija Brett benutzt, dem ist aber nicht so. Bis die Studenten erst einmal aufbrechen, verläuft alles sehr ruhig und unspektakulär. Stattdessen wurde mir ziemlich schnell bewusst, dass hier heimliche Dauererektionen und sexuelle Wunschfantasien eher den Raum einnehmen als der Gruselfaktor selbst.
Erst im späteren Verlauf nimmt die Spannung etwas an Fahrt auf, wirkte aber auf mich zu lang gezogen und absurd.

Die Figuren
Protagonisten sind Coreen und Howard.
Leider wurde ich in dieser Geschichte wirklich mit keiner Figur warm. Teils waren sie mir zu klischeebeladen, teils zu farblos dargestellt.
Coreen die mal schwach und dann wieder stark und mutig ist, Howard, der zunächst nicht weiß, zu wem er sich hingezogen fühlt, Chad der geheimnisvolle und starke Held oder auch all die anderen Figuren, die irgendwelche Klischees erfüllen, um Spannung in die Gruppe zu bringen.
Einzig der Geist wurde hier für mich zu einer interessanten Figur und ließ mich weiter an der Geschichte dran bleiben, um seinen Hintergrund zu erfahren.

Der Handlungsort
Hier fand ich persönlich die Beschreibung gut gelungen. Ob es sich um Coreens Haus handelte oder eben zum späteren Zeitpunkt die Bergregion mit ihren Gefahren. Diese Handlungsorte fand ich gut genug beschrieben um sie mir vorstellen zu können und die Geschichte etwas interessanter zu machen.

Der Sprecher
Stefan Lehnen konnte die männlichen Personen und ihre Stimmungen wirklich gut betonen aber beim weiblichen Part bekam ich Gänsehaut. Ich fand es einfach zu viel des Guten und es wirkte auf mich meist übertrieben, was sehr schade ist.

Fazit
Richard Laymons „der Geist“ ging mir tatsächlich nach und nach auf den Geist! Dabei war der Geist an sich noch die interessanteste Figur in dieser Geschichte und der Grund weiter durchzuhalten. Für mich wurde dieser Horror eher zum Horror aufgrund der vielen sexuellen Fantasien. Ich für meinen Teil habe hier einfach mehr Spannung und Grusel erwartet statt lüsterner Gedanken und Ausschweifungen.
© Michaela Gutowsky

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